Nishikori in Washington gescheitert: „So kann ich nicht aufhören“
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Nishikori in Washington gescheitert: „So kann ich nicht aufhören“

Kei Nishikori verlor gegen Rafael Jódar 3:6, 2:6 beim DC Open. Danach offen: „So kann ich nicht in den Ruhestand gehen. Ich würde Tennis am Ende hassen.“

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Tennis Post Redaktion

2 min read · 31. Juli 2026

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Foto: Foto: Wikimedia Commons

Die Abschiedssaison von Kei Nishikori hat beim Mubadala DC Open eine bittere Etappe erlebt. Der 36-jährige Japaner unterlag in der zweiten Runde dem Spanier Rafael Jódar mit 3:6 und 2:6 und war nach der Partie mit sich selbst so unzufrieden wie selten zuvor in dieser letzten Karrierephase.

Jódar lässt Nishikori kaum eine Chance

Der junge Spanier dominierte das Duell von Beginn an. Vor allem sein zweiter Aufschlag bereitete Nishikori erhebliche Probleme — der Japaner fand kaum Rhythmus von der Grundlinie und musste in jedem entscheidenden Moment seinen Service abgeben. Jódar spielte kontrolliert und konzentriert, beendete die Partie in etwas mehr als einer Stunde und ließ keine Zweifel daran, wer an diesem Abend der bessere Spieler war.

Nishikori hatte in dieser Woche noch einmal die Herzen der Washington-Fans bewegt: Sein Sieg über Shang Juncheng in der ersten Runde war sein 452. ATP-Erfolg, erzielt auf einem Platz, auf dem er einst als Champion gefeiert worden war. Gegen Jódar war von dieser Aufbruchstimmung jedoch nichts mehr zu spüren.

„So kann ich nicht in den Ruhestand gehen"

In der Pressekonferenz nach der Partie ließ Nishikori keinen Zweifel an seiner Enttäuschung. „Ich konnte den Ball kaum im Feld halten", sagte er. „Es war fast schon zum Lachen. Im Training gelingt mir alles, aber wenn ein richtiges Match kommt, klappt es nicht." Am deutlichsten wurde er mit Blick auf das Ende seiner Karriere: „Ich habe mir nach dem Spiel gesagt: So kann ich nicht in den Ruhestand gehen. Wenn das mein letztes Match gewesen wäre, würde ich am Ende Tennis hassen."

Der Japaner hat sein Rücktrittsende noch auf kein konkretes Datum festgelegt und will voraussichtlich beim US Open antreten — einem Turnier, bei dem er 2014 ins Finale einzog. Dort soll ihm gelingen, was ihm in Washington verwehrt blieb: eine Vorstellung, die seiner langen Karriere als einer der besten Spieler Asiens würdig ist.

Jódar: „Eine Legende wie Kei"

Der Sieger sprach nach dem Spiel mit großem Respekt über seinen Gegner. „Kei ist einer der besten Tennisspieler aller Zeiten", sagte Jódar. „Er hat so viele Titel gewonnen. Es war eine Ehre, gegen eine Legende wie ihn zu spielen." Der 23-jährige Spanier hat 2026 einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt und untermauert mit diesem Sieg, dass er auf schnellen Belägen ebenso gefährlich ist wie auf Sandplätzen.

Viertelfinale gegen Musetti

Im Viertelfinale des DC Open trifft Jódar auf den Italiener Lorenzo Musetti, der sich seinerseits in drei Sätzen behauptet hatte. Das Duell zwischen dem aufstrebenden Spanier und dem erfahrenen Musetti wird zeigen, ob Jódar seinen starken Lauf in die entscheidende Phase des Turniers tragen kann.

Für Nishikori bleibt nach Washington der US Open als nächste Bühne seiner Abschiedssaison. Der Druck, würdig Abschied zu nehmen, ist nach dieser Niederlage nicht kleiner geworden — aber genau das scheint ihm zusätzliche Motivation zu geben.

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