Der Davis Cup schreibt am Sonntag sein letztes Qualifikationskapitel. Vier Nationen haben ihr Ticket für das Final 8 in Bologna (24.–29. November) bereits gesichert: Kanada, die Tschechische Republik, Südkorea und Österreich. Für Deutschland steht heute gegen Kroatien in Halle die alles entscheidende Begegnung auf dem Programm. Gleichzeitig spielen Spanien gegen Chile und Großbritannien gegen Ecuador ihre letzten Rubbers — am Abend ist das Feld komplett.
Deutschland gegen Kroatien: alles offen
Alexander Zverev eröffnete das Tie für Deutschland am Freitag mit einem überzeugenden 6:4, 7:6(3)-Sieg über Matej Dodig und sorgte für einen Traumstart. Doch Kroatien antwortete prompt: Dino Prižmić bezwang Daniel Altmaier mit 6:4, 6:3 und stellte auf 1:1. Die weiteren Rubbers des Samstags haben Deutschland und Kroatien in ein offenes Finale am Sonntag geführt. Wer das entscheidende Einzel gewinnt, fährt nach Bologna — wer verliert, ist raus.
Für Deutschland wäre es die dritte Final-8-Teilnahme in Folge. Zverev, der zuletzt auch im Laver-Cup-Kontext für Aufsehen gesorgt hatte, ist der Anker der deutschen Mannschaft. Ob er heute erneut zum Einsatz kommt oder ein anderer Spieler aus dem deutschen Aufgebot den Entscheidungsrubber bestreitet, zeigt sich bei der Aufstellung.
Tschechien schockt die USA — Mensik schließt ab
Die Überraschung des Wochenendes lieferte Prag. Die Tschechische Republik bezwang die USA 3:2 in einem dramatischen Comeback aus dem 1:2-Rückstand. Nachdem Harrison/Krajicek (USA) das Doppel gewonnen hatten und Amerika mit 2:1 führte, stellte Jakub Mensik mit einem 5:7, 6:4, 6:3-Sieg über Ben Shelton auf 2:2 — es war Sheltons zweite Niederlage an dem Wochenende, denn Jiří Lehečka hatte ihn bereits am Freitag mit demselben Ergebnis besiegt.
Im entscheidenden fünften Rubber trat dann wieder Lehečka an und bezwang Learner Tien mit 6:3, 7:5 — das Ticket nach Bologna war gebucht. Mensik und Lehecka, beide in den Top 30 der Weltrangliste, haben damit das tschechische Team-Tennis eindrucksvoll zurück auf die Landkarte gespielt.
Kanada, Südkorea, Österreich — das bestätigte Quartett
Felix Auger-Aliassime sicherte Kanada die Qualifikation in Quebec City mit einem 4:6, 7:6(5), 6:4-Sieg über Arthur Rinderknech — das entscheidende Rubber des 3:1-Tiesieges gegen Frankreich, das ohne Arthur Fils angetreten war.
Südkorea schrieb am Samstag Geschichte: Als erste asiatische Nation im neuen Final-8-Format sicherten sie sich mit einem 3:1 über Indien die Qualifikation. Soonwoo Kwon besiegelte den Triumph mit einem 6:1, 6:2 gegen Sumit Nagal. Österreich schloss mit einem 3:1 gegen Belgien ab.
Das Final 8 in Bologna wird sich aus Titelverteidiger und Gastgeber Italien, Finalistin Spanien (2025) sowie den sieben Quali-Siegern zusammensetzen. Spanien führt sein Tie gegen Chile mit 2:0 an, Großbritannien führt gegen Ecuador ebenso 2:0. Am Sonntagabend stehen alle acht Teilnehmer fest — für Deutschland hängt alles am Ergebnis aus Halle.
Tennis Post Redaktion
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