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Dimitrow im US-Open-Hauptfeld: Virtanen gibt verletzt auf

Grigor Dimitrow steht zum 15. Mal im US-Open-Hauptfeld – der einstige Weltranglistendritte gewann zwei Qualifikationsmatches und rückte kampflos ins Hauptfeld vor, nachdem Virtanen mit Rückenproblemen

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Tennis Post Redaktion

2 min read · 28 de agosto de 2026

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Erstmals seit 17 Jahren wieder in der Qualifikation

Grigor Dimitrow steht zum 15. Mal im Hauptfeld der US Open – doch der Weg dorthin war diesmal ein grundlegend anderer als bei allen früheren Teilnahmen. Der 35-jährige Bulgare, der nach einer langen Serie von Verletzungen auf Weltranglistenplatz 137 zurückgefallen war, hatte sich erstmals seit 2009 wieder durch die Grand-Slam-Qualifikation kämpfen müssen. Damals trat er noch als weitgehend unbekannter Teenager an. Heute bringt er fast zwei Jahrzehnte Erfahrung auf den größten Bühnen des Profitennis mit.

In der ersten Qualifikationsrunde besiegte Dimitrow den Italiener Lorenzo Giustino souverän. Anschließend setzte er sich in einem kampfbetonten zweiten Match gegen den Kasachen Timofei Skatov durch und zog in die entscheidende dritte Runde ein. Dort wartete eigentlich der Finne Otto Virtanen – doch dieser gab vor dem Duell auf. Eine Rückenverletzung aus einem früheren Qualifikationsmatch machte eine Fortsetzung unmöglich. Dimitrow rückte kampflos ins Hauptfeld vor.

Zwischen Glanz und langen Verletzungsphasen

In seiner stärksten Phase galt Grigor Dimitrow als einer der komplettest ausgebildeten Spieler auf der ATP-Tour. Sein geschmeidiges, abwechslungsreiches Spiel erinnerte früh an Roger Federer und brachte ihm den Spitznamen „Baby Fed" ein. 2017 krönte er diese Phase mit dem Triumph beim ATP-Finale in London und kletterte bis auf Weltranglistenplatz 3 – ein Grand-Slam-Titel schien in greifbarer Nähe.

Was folgte, war eine langjährige Geschichte hartnäckiger Verletzungen, die seinen Aufstieg stoppten und ihn sukzessive aus den Top 20, später aus den Top 50 und schließlich aus den Top 100 verdrängte. Dass er sich dennoch entschied, für die US Open die Qualifikation zu spielen, statt auf eine Wildcard zu warten, zeigt: Der Wille, sich seinen Platz zu verdienen, ist geblieben.

„Ich darf noch ein weiteres Match spielen", soll Dimitrow nach dem Bekanntwerden des Walkovers gesagt haben – ein schlichter Satz, der seine Freude am Wettbewerb unmissverständlich ausdrückt.

Starkes Hauptfeld wartet

Als ungesetzter Qualifikant trifft Dimitrow im Hauptfeld der US Open auf ein außergewöhnlich tiefes Teilnehmerfeld. Alexander Zverev führt die Setzliste als Nummer eins an und gilt als einer der großen Titelanwärter in New York. Carlos Alcaraz reist als weiterer Favorit an. Für Dimitrow ist in der ersten Runde wahrscheinlich ein gesetzter Gegner vorgesehen – doch seine beiden überzeugenden Qualifikationssiege zeigen, dass er auf dem Hartplatz konkurrenzfähig geblieben ist.

Sein 15. Hauptfeldauftritt bei den US Open trägt in diesem Jahr eine besondere Qualität: Dimitrow hat sich diesen Platz durch sportliche Leistung gesichert – nicht durch einen Günstlingsakt. Das allein ist eine Geschichte, die über seinen ersten Gegner in Flushing Meadows hinausweist.

Virtanen scheitert am vorletzten Hindernis

Auf der anderen Seite des Tableaus steht Virtanen, der seinerseits zwei Qualifikationssiege gefeiert hatte und nur noch eine Runde vom Hauptfeld entfernt war. Die Rückenverletzung traf den Finnen im denkbar ungünstigsten Moment und beendete seine Ambitionen in New York, bevor er den Platz überhaupt betreten konnte.

Dimitrow hingegen betritt das Hauptfeld der US Open als einer der ungewöhnlichsten Qualifikanten dieses Jahres – und als Beweis dafür, dass manche Spieler auch mit 35 Jahren noch immer für die großen Momente eintreten.

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