DACH-Sommer: Wawrinkas letzte Jagd in Gstaad, Kitzbühel glänzt
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DACH-Sommer: Wawrinkas letzte Jagd in Gstaad, Kitzbühel glänzt

In Gstaad jagt Stan Wawrinka ein letztes Mal den Heimtitel, Kitzbühel lockt mit dem besten Feld seit 15 Jahren – und die Damen kehren nach 33 Jahren zurück.

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Tennis Post Redaktion

2 min read · 14. Juli 2026

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Foto: Foto: Wikimedia Commons

Kaum ist der Rasen von Wimbledon abgespielt, ruft der Sand der Alpen: In Gstaad läuft seit Montag das EFG Swiss Open (13. bis 19. Juli), kommende Woche folgt Kitzbühel mit einem doppelten Paukenschlag. Der DACH-Tennissommer hat seine beiden Bühnen – und Geschichten gibt es reichlich.

Gstaad: Wawrinkas letzte Heimtitel-Jagd

Im Mittelpunkt der Roy-Emerson-Arena steht ein 41-Jähriger: Stan Wawrinka jagt ein letztes Mal einen Titel in der Heimat. In Wimbledon hatte sich der Schweizer bei seiner 19. und letzten Teilnahme mit einem denkwürdigen Vier-Tiebreak-Krimi gegen Matteo Berrettini verabschiedet: Wawrinka gewann den ersten Satz im Tiebreak, ehe Berrettini die drei folgenden Tiebreaks für sich entschied – darunter ein 34-Punkte-Marathon im zweiten Satz, in dem Wawrinka sechs Satzbälle vergab. Es gab Standing Ovations, Tränen und ein Abschiedsgeschenk von Berrettini. „Ich will eigentlich nicht zurücktreten, aber ich weiß, dass es an der Zeit für mich ist aufzuhören“, sagte Wawrinka danach. Gstaad wird nun zur emotionalen Abschieds-Etappe auf heimischem Sand.

Das Feld hat es in sich: Zweifach-Champion Casper Ruud führt die Setzliste an, dazu kommen Stefanos Tsitsipas, Valentin Vacherot, Arthur Rinderknech und Titelverteidiger Alexander Bublik. Alle drei Wildcards gingen an Schweizer: Kym, Stricker und Feldbausch dürfen sich vor Heimpublikum zeigen.

Kitzbühel: Bestes Feld seit 15 Jahren

Eine Woche später übernimmt das Generali Open Kitzbühel (18. bis 25. Juli, Hauptfeld ab Montag, 20. Juli) – und das mit dem stärksten Aufgebot seit 15 Jahren. Der Cut liegt bei Weltranglistenposition 68. Angeführt wird das Feld von Top-10-Spieler Flavio Cobolli, der sein Kitzbühel-Debüt gibt, dazu kommen Titelverteidiger Bublik, Tomás Etcheverry, Ignacio Buse und Mariano Navone. Aus deutscher Sicht stehen Daniel Altmaier und Yannick Hanfmann im Hauptfeld; Hanfmann hatte in Wimbledon erstmals die zweite Runde erreicht.

Damen-Tennis kehrt nach 33 Jahren zurück

Die eigentliche Sensation aber spielt sich schon diese Woche ab: Mit dem Generali Open Ladies (WTA 125, 13. bis 19. Juli) kehrt Damen-Tennis nach 33 Jahren nach Kitzbühel zurück – zuletzt wurde dort 1993 gespielt, 1971 hieß die Siegerin Billie Jean King. Fünf Österreicherinnen stehen im Feld: Kraus, Grabher, Pircher, Perelygina und Koller. Von Montag bis Freitag ist der Eintritt frei – eine Einladung an das Publikum, das neue alte Kapitel gleich vor Ort zu erleben. Im TV übertragen ServusTV (in Österreich) und Sky.

Ein Österreicher fehlt schmerzlich

Ausgerechnet der beste Mann des Gastgeberlandes wird in Kitzbühel wohl fehlen: Filip Misolic laboriert seit Mitte Februar an einem Plantarfaszien-Riss, ein Comeback ist nicht vor August realistisch, ein Kitzbühel-Start gilt als unwahrscheinlich. „Brauche mehr Zeit“, ließ Misolic wissen, der im Ranking von Position 81 auf etwa 162 abgerutscht ist und mit Kutanjac einen neuen Coach engagiert hat.

Der Fahrplan für Tennis-Fans in der Region steht damit fest: In Gstaad fällt die Titelentscheidung am Sonntag, dem 19. Juli – einen Tag später schlagen in Kitzbühel die Herren zum Hauptfeld-Auftakt auf.

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