Rinderknech schockt Tsitsipas – Halbfinale in Gstaad
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Rinderknech schockt Tsitsipas – Halbfinale in Gstaad

Arthur Rinderknech bezwang Stefanos Tsitsipas 6:7(9), 7:6(5), 7:5 und steht im Halbfinale des EFG Swiss Open Gstaad – der grösste Upset der Woche auf Sand.

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Tennis Post Redaktion

2 min read · 17. Juli 2026

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Foto: Foto: Wikimedia Commons

Rinderknech zieht in drei Sätzen ins Halbfinale ein

Arthur Rinderknech hat am Freitag beim EFG Swiss Open Gstaad für die Sensation des Tages gesorgt: Der Franzose bezwang Stefanos Tsitsipas mit 6:7(9), 7:6(5), 7:5 und steht damit im Halbfinale. Es ist der grösste Upset der Woche auf dem ATP-Sandplatzcircuit und wohl das bedeutendste Ergebnis in Rinderknechs Karriere auf dieser Unterlage.

Tsitsipas schien über weite Strecken des ersten Satzes auf Kurs zu sein. Der Grieche dominierte das Spielgeschehen und rettete sich in den Tiebreak, wo er neun Satzbälle ansammelte — und Rinderknech alle neun abwehrte. Am Ende setzte sich Tsitsipas dennoch im Tiebreak durch: 11:9, erster Satz an den Griechen. Ein psychologischer Tiefschlag für Rinderknech hätte das sein können — doch der Franzose reagierte genau umgekehrt.

Der Franzose dreht das Spiel komplett um

Im zweiten Durchgang übernahm Rinderknech das Heft. Er wartete auf den richtigen Moment, erarbeitete sich den entscheidenden Break und gewann anschliessend den zweiten Tiebreak souverän mit 7:5. Auf einmal war das Match vollständig offen — und die Energie auf dem Platz hatte sich verschoben.

Der dritte Satz verlief bis 5:5 ohne Break, ehe Rinderknech die Nerven behielt und seinen Gegner brach. Mit dem abschliessenden Aufschlagspiel zum 7:5 besiegelte der 29-Jährige seinen Halbfinaleinzug. Tsitsipas, der als einer der Favoriten auf den Titel gegolten hatte, schied damit aus. Die Qualität, die Rinderknech in den entscheidenden Momenten des dritten Satzes zeigte, war beeindruckend.

Zwei Dreisetzkämpfe in Folge — Rinderknech im Topzustand

Der Sieg über Tsitsipas war nicht der erste Dreisetzkampf von Rinderknech in dieser Woche. Bereits in der Runde zuvor musste er gegen seinen Landsmann Clément Tabur drei Sätze spielen — und gewann 6:7, 7:6, 7:5. Ein beinahe identisches Ergebnis, ein beinahe identischer Verlauf. Zwei Mal drei Sätze, zwei Mal die mentale Stärke, den Kampf zu entscheiden.

Für einen Spieler, der sein stärkstes Tennis bislang auf Hartplatz gezeigt hat, sind diese Leistungen auf Sand bemerkenswert. Die Schweizer Alpenluft und der rote Sand von Gstaad scheinen ihm diese Woche zu liegen — und der Weg ins Finale liegt nun offen vor ihm.

Ruud und Cerundolo im Viertelfinale

Im Halbfinale trifft Rinderknech auf den Sieger des Duells zwischen Casper Ruud und Juan Manuel Cerundolo. Der Norweger Ruud, als Nummer zwei gesetzt und einer der konstantesten Sandplatzspieler auf der Tour, kämpfte sich in seiner letzten Partie durch einen Dreisatzkampf, bevor er das Viertelfinale erreichte.

Valentin Vacherot und Raphaël Collignon sind ebenfalls noch im Rennen. Der Belgier Collignon überstand die zweite Runde gegen Lorenzo Sonego in zwei Tiebreaks und hat sich mit seiner kontrollierten Spielweise als stille Überraschung des Turniers etabliert. Die Halbfinals in Gstaad stehen am Samstag auf dem Programm — und Rinderknech geht als derjenige in den Tag, der gerade den grössten Namen des Feldes aus dem Turnier geworfen hat.

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