Alexandrova bezwingt Sabalenka in drei Sätzen
Ein Erdbeben in Toronto am Samstagnachmittag: Die an 16 gesetzte Ekaterina Alexandrova hat Weltranglistenerste Aryna Sabalenka 7:6(3), 4:6, 6:4 aus dem Turnier geworfen. Das Duell dauerte zwei Stunden und 29 Minuten und war über weite Strecken ein hochklassiges, hart umkämpftes Match. Alexandrova gewann den ersten Satz-Tiebreak mit 7:3, indem sie flach und frühzeitig schlug und Sabalenka kaum Gelegenheit gab, ihren typischen Powertennis aufzubauen. Die Belarussin egalisierte mit einem überzeugenden zweiten Satz, doch Alexandrova behielt im Entscheidungssatz die Nerven, spielte das entscheidende Break heraus und servierte das Match souverän aus. Der Sieg egalisiert das direkte Duell beider Spielerinnen auf 5:5 und ist Alexandrovas dritter Erfolg gegen eine amtierende Weltranglisten-erste – nach Siegen über Sabalenka in Doha 2025 und Swiateks in Miami 2024.
Für Sabalenka ist es das zweite Jahr in Folge, in dem sie in Toronto nicht über die Runde der letzten 16 hinauskommt. Die 28-Jährige war als eine der größten Favoritinnen in das Turnier gegangen und hatte bis Samstag noch keinen einzigen Satz abgegeben. Für Alexandrova bedeutet die Sensation den Einzug in ihr erstes Masters-1000-Viertelfinale in Toronto.
Shnaider schlägt Pegula: Der Draw ist pulverisiert
Nur wenige Stunden später folgte der zweite Schock des Tages: Die an 15 gesetzte Diana Shnaider fertigte Nummer-drei-Setzlistin Jessica Pegula mit 6:3, 6:3 in gerade einmal 73 Minuten ab. Shnaider agierte von Beginn an mit aggressivem Pressing, schlug tief und flach auf den Hartplätzen von Toronto und ließ Pegula kaum Rhythmus finden. Die Amerikanerin, die bis Samstag ebenfalls keinen Satz abgegeben hatte, fand kein Mittel gegen die Wucht und Präzision der jungen Russin. Shnaider nutzte drei ihrer fünf Breakchancen und ließ im gesamten Match nur wenige lange Ballwechsel zu.
Das gleichzeitige Ausscheiden der Setzlistennummern eins und drei am selben Nachmittag ist der gravierendste kollektive Verlust, den ein WTA-Masters-1000-Draw in dieser Saison erlitten hat. Beide Spielerinnen galten noch am Freitag als ernsthafte Titelanwärterinnen.
Swiatek dreht Partie um, Svitolina überzeugt
Die an sieben gesetzte Iga Swiatek musste sich zunächst gegen Marta Kostyuk strecken – jener Spielerin, die sie bei den French Open 2026 bereits besiegt hatte. Kostyuk nahm den ersten Satz mit 6:3, bevor Swiatek schaltete und die letzten zwei Sätze mit 6:1 und 6:2 klar für sich entschied. Das Endergebnis (3:6, 6:1, 6:2) liest sich wie eine Antwort auf die Pariser Niederlage. Die an neun gesetzte Elina Svitolina schloss das Tagesprogramm mit einem überzeugenden 6:2, 6:4 gegen Amanda Anisimova ab und bleibt damit einer der konstantesten Acts in Toronto.
Viertelfinale: Shnaider gegen Swiatek, Alexandrova gegen Svitolina
Die Ergebnisse des Samstags formen zwei ausgesprochen spannende Viertelfinalpaarungen: Shnaider gegen Swiatek – die gefährlichste Überraschungsspezialistin des Turniers gegen seine erfahrenste Hartplatz-Siegerin – sowie Alexandrova gegen Svitolina. Auf der anderen Seite des Tableaus stehen Elena Rybakina, Coco Gauff und Leylah Fernandez, die bereits die fünfte Setzlistin Andreeva aus dem Turnier geworfen hatte. Mit dem Doppelausfall von Sabalenka und Pegula ist der Weg zum Titel in Toronto ab Montag für mehrere Spielerinnen offen.
Tennis Post Redaktion
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