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Draper zieht sich verletzt aus Washington zurück – US-Open-Quali droht

Jack Draper hat seine Teilnahme am Mubadala DC Open wegen anhaltender Armprobleme abgesagt. Einstiger Weltranglistenvierter muss nun wohl durch die US-Open-Qualifikation.

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Tennis Post Redaktion

2 min read · 28 de julho de 2026

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Rückzug kurz vor dem geplanten Erstrundenmatch

Jack Draper hat seine Teilnahme am Mubadala DC Open abgesagt. Der britische Ex-Weltranglistenvierte litt erneut an seinem linken Arm und musste auf das geplante Erstrundenduell mit Alex Michelsen am Dienstag verzichten. Als Lucky Loser rückte Mackenzie McDonald nach. Berichten zufolge hatte Draper in den Trainingseinheiten vor Ort noch vielversprechend ausgesehen — doch sobald die Belastung stieg, meldete sich der Schmerz zurück.

Es ist der nächste bittere Rückschlag in einem Katastrophenjahr. Alle drei Grand Slams der Saison 2026 — Australian Open, Roland Garros und Wimbledon — hat Draper wegen desselben Armproblems verpasst. Die Verletzung hatte sich erstmals beim US Open 2025 manifestiert, wo der damals als Fünfter gesetzte Brite sein Zweitrundenspiel aufgeben musste. Seitdem gelang es ihm nicht, einen verlässlichen Matchrhythmus zu entwickeln.

Absturz von Rang 4 auf Rang 131

Im Juni 2025 hatte Draper die Weltrangliste als Nummer vier angeführt — ein Karrierehöchststand, der seinen herausragenden Leistungen auf Gras und Hartplatz in jenem Frühling Rechnung trug. Ein Jahr später ist er auf Position 131 abgerutscht, da die in 2025 erspielten Weltranglistenpunkte verfallen sind, ohne durch neue Ergebnisse ersetzt werden zu können.

Die Folge ist einschneidend: Für das US Open, das Ende August beginnt, muss Draper nun die Qualifikation absolvieren. Als Halbfinalist ebendieser Veranstaltung vor zwölf Monaten, damals noch unter den Top Ten gesetzt, ist dieser Weg eine drastische Zustandsbeschreibung. Drei Qualifikationsrunden liegen nun zwischen ihm und dem Hauptfeld — gegen Spieler, die mehrere Hundert Ränge hinter ihm stehen oder Rang-Ambitionen verfolgen, die seinen Höhenflügen von 2024/25 keine Bedrohung waren.

Murray als Trainer — und trotzdem kein Comeback

Dass Draper ausgerechnet mit Andy Murray als neuem Coach nach Washington gekommen war, ließ Hoffnung aufkeimen. Murray, der dreifache Grand-Slam-Sieger und frühere Weltranglistenerste, ist nach seinem Rücktritt ins Coaching gewechselt und begleitet Draper auf dieser schwierigen Etappe. Die Trainingsberichte aus Washington klangen vielversprechend: Der Brite wirkte energiegeladen und motiviert. Der Arm hielt der Intensität des Turnierbetriebs jedoch erneut nicht stand.

Draper wandte sich in einem emotionalen Statement via Social Media an die Öffentlichkeit: „Diese letzten Monate fühlten sich wie nichts als Widrigkeiten und Rückschläge an. Die meisten Tage verbrachte ich in Zweifeln, aber in der Hoffnung, weiter positive Schritte nach vorne zu machen. Ich bin dankbar für den Kampf und das, was er mich lehrt. Geduld zu finden war meine größte Herausforderung — aber ich weiß, dass ich näher komme."

Der nächste Schritt: US-Open-Qualifikation

Im DC-Open-Tableau übernimmt Michelsen nun den freigewordenen Platz. Taylor Fritz und Ben Shelton führen das amerikanische Kontingent im Hauptfeld an. Für Draper ist das US Open der nächste realistische Horizont — wobei er erst durch die Qualifikation muss, bevor das Hauptfeld überhaupt in Reichweite rückt. Wie schnell die Ranglistenerholung gelingen kann, hängt einzig und allein davon ab, ob der Arm endlich zur Ruhe kommt. Alle anderen Variablen sind für den 24-Jährigen günstig; das Talent ist unbestritten, das Problem ist strukturell.

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