Swiatek dreht Horror-Auftakt um und zieht ins Toronto-Viertelfinale
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Swiatek dreht Horror-Auftakt um und zieht ins Toronto-Viertelfinale

Nur einen einzigen Aufschlagpunkt gewann Iga Swiatek im gesamten ersten Satz gegen Kostyuk – und schlug die Ukrainerin trotzdem 3:6, 6:1, 6:2. Eine der bemerkenswertesten Aufholjagden des Jahres.

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Tennis Post Redaktion

2 min read · 9 de agosto de 2026

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Foto: Foto: Wikimedia Commons

Ein Aufschlag-Desaster, dann eine Aufholjagd der Extraklasse

Die Zahlen aus dem ersten Satz des Achtelfinals zwischen Iga Swiatek und Marta Kostyuk beim National Bank Open in Toronto waren kaum zu glauben: nur ein einziger gewonnener Punkt auf eigenen Aufschlag im gesamten Eröffnungssatz — einer von elf auf den ersten Aufschlag, null von sechs auf den zweiten. In allen vier Aufschlagspielen wurde die Polin gebrochen. Kostyuk nahm den ersten Satz 6:3 mühelos.

Was danach kam, war ein anderes Match. Die siebtgesetzte Polin gab ihren Aufschlag in den folgenden beiden Sätzen zusammengenommen nur noch einmal ab, wehrte neun Breakchancen ab und sicherte sich einen 3:6, 6:1, 6:2-Sieg in knapp über zwei Stunden. Die Wende zwischen den Sätzen war so abrupt wie eindrucksvoll.

Die Revanche für Roland Garros

Dieses Resultat hatte eine besondere Note. Die Ukrainerin Kostyuk, die zehnte Setzungsziffer, hatte Swiatek bei den French Open 2026 ausgeschieden — eine Niederlage, die in einer ohnehin schwierigen Sandplatzsaison besonders schmerzte. In Toronto, auf hartem Belag, war es die erste Gelegenheit zur Revanche. Trotz des katastrophalen Auftakts nutzte Swiatek diese Chance konsequent.

„Im zweiten Satz bin ich schneller und schwerer gespielt und habe Marta mehr unter Druck gesetzt", erklärte Swiatek nach dem Spiel. „Ich wusste, dass ich dabei solide bleiben konnte."

Der Sieg beendete außerdem eine Serie von sieben aufeinanderfolgenden Drei-Satz-Niederlagen gegen Spielerinnen aus den Top 20 — eine Statistik, die die Berichterstattung über Swiateks Form in den vergangenen Monaten geprägt hatte. Das abschließende Aufschlagspiel fasste die Nervosität dieser Vergangenheit zusammen: fünf Einstandssituationen, sechs Matchbälle gebraucht. Eine Breakchance für Kostyuk beim Stand von 4:0 im dritten Satz hätte alles wieder offen gemacht — Swiatek wehrte sie ab und gewann die restlichen Spiele ohne weiteren Rückschlag.

Taktische Anpassung als Schlüssel

Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Matchhälften lag im Rhythmus. Im ersten Satz spielte Swiatek zögerlich und ließ Kostyuk Zeit an der Grundlinie, ihre eigenen Muster durchzusetzen. Ab dem zweiten Satz nahm sie die Bälle früher und trieb ihre Gegnerin tiefer hinter die Linie. Kostyuk, die in den ersten Aufschlagspielen das Geschehen diktiert hatte, fand sich plötzlich in der Defensive wieder, ohne Mittel, um das Kommando zurückzugewinnen. In den zwei letzten Sätzen zusammen gab Swiatek nur noch drei Spiele ab.

Viertelfinale gegen Shnaider

Im Viertelfinale am Montag trifft Swiatek auf Diana Shnaider, die fünfzehnte Setzungsziffer, die sich mit einem 6:3, 6:3-Sieg gegen Jessica Pegula qualifiziert hatte — ihr erster Erfolg gegen die Amerikanerin im fünften Anlauf. Das bisher einzige Duell der beiden wurde auf Sand in Madrid ausgetragen und endete in drei Sätzen zugunsten von Swiatek. Auf dem schnellen Hartplatz in Toronto könnte Shnaider die Karten neu mischen.

Im anderen Teil des Toronto-Tableaus trifft Elina Svitolina auf Ekaterina Alexandrova, die am Samstag Aryna Sabalenka aus dem Turnier geworfen hatte. Mit Sabalenka und Pegula bereits draußen verspricht der Montag offenes, hochklassiges Viertelfinale-Tennis.

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