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Nishikori scheitert in der Qualifikation: US Open ohne ihn

Kei Nishikori verpasst das US-Open-Hauptfeld 2026: Der Japaner verlor die dritte Qualifikationsrunde gegen Rei Sakamoto 4:6, 6:7 und beendet damit seine letzte Grand-Slam-Kampagne vorzeitig.

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Tennis Post Redaktion

3 min read · 29. August 2026

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Das Ende einer letzten großen Kampagne

Kei Nishikori wird beim US Open 2026 nicht im Hauptfeld stehen. Der japanische Veteran verlor am Freitag in der dritten und entscheidenden Qualifikationsrunde gegen Landsmann Rei Sakamoto mit 4:6, 6:7 und verpasst damit das Hauptfeld in Flushing Meadows — in einer Saison, die er als seine letzte als Profi angekündigt hat. Sakamoto, gerade 20 Jahre alt, servierte 19 Asse und beendete das Match mit dem letzten davon — nachdem Nishikori zuvor zweimal Matchball abgewehrt hatte.

Es war ein Spiel, das unter die Haut ging. Im zweiten Satz kämpfte Nishikori bis in den Tiebreak, wehrte zwei Matchbälle ab, verlor den Tiebreak aber deutlich mit 3:7 gegen Sakamoto. Das Publikum am USTA Billie Jean King National Tennis Center skandierte Nishikoris Namen im zweiten Satz — ein ungewöhnliches Zeichen der Zuneigung für einen Spieler in der Qualifikation.

Zwei Siege, ein letzter Schritt zu weit

Dabei hatte die Qualifikation Hoffnung geweckt. In der ersten Runde bezwang Nishikori den Österreicher Sebastian Ofner mit 6:1, 2:6, 6:2 — eine Vorstellung, die kurz an seine besten Jahre erinnerte. In der zweiten Runde bestätigte er die Form mit einem souveränen 6:4, 6:4 gegen den 16-jährigen US-Amerikaner Michael Antonius. Drei Siege wären nötig gewesen für das Hauptfeld. Den dritten schaffte er nicht mehr. Der 36-Jährige war von der USTA mit einer Wildcard in die Qualifikation eingeladen worden — ein Zeichen der Wertschätzung für einen Mann, dem New York so viel verdankt.

Was Flushing Meadows für Nishikori bedeutete

Kein Grand-Slam-Turnier ist enger mit der Karriere von Kei Nishikori verknüpft als die US Open. Im Jahr 2014 stand er dort im Finale — als erster asiatischer Mann überhaupt in der Open Era, der ein Grand-Slam-Finale im Herreneinzel erreichte. Er verlor gegen Marin Čilić, aber die historische Bedeutung jenes Moments bleibt unvermindert. 2016 und 2018 folgte jeweils das Halbfinale in Flushing Meadows. Elfmal stand er insgesamt im Hauptfeld — eine außergewöhnliche Bilanz.

Nach dem Spiel präsentierten US-Open-Offizielle Nishikori ein gerahmtes Porträt von sich in Aktion. Sakamoto stand dabei und hielt den Rahmen mit hoch — ein stilles, bewegendes Bild des Generationenwechsels. „Nicht glücklich über die Niederlage heute, aber ich freue mich für Rei", sagte Nishikori. Sakamoto wiederum hatte nach dem Match Tränen der Ehrfurcht in der Stimme: „Ich bin ehrlich gesagt mit ihm als Vorbild aufgewachsen. Er war mein Idol mein ganzes Leben lang."

Eine Karriere, die Tennis in Asien veränderte

Es wäre ungerecht, Nishikoris letzten Auftritt bei den US Open nur durch das Prisma des Scheiterns zu betrachten. Sein Weg von Shimane in die Weltspitze hat eine ganze Generation von Tennistalenten in Japan und darüber hinaus inspiriert. Die Zahlen sprechen für sich: elfmalige Hauptfeld-Teilnahme in Flushing Meadows, vier Grand-Slam-Halbfinalteilnahmen und jenes Finale 2014 gegen Čilić, das Millionen Menschen in Asien vor den Fernseher gezogen hatte.

Sakamoto schreibt seine eigene Geschichte

Für Rei Sakamoto bedeutet der Sieg einen Neuanfang. Der Japaner hat sich durch drei Qualifikationsrunden ins Hauptfeld der US Open 2026 gespielt und dabei ausgerechnet jenen Mann besiegt, dem er als Kind nachgeeifert hat. „Er hat so viel für den japanischen Tennis getan — er ist ein Superstar", sagte Sakamoto. Es ist ein symbolischer Generationenwechsel: Die Ära Nishikori weicht der nächsten Welle aus Japan.

Nishikori hat angekündigt, seine Profikarriere zum Ende der Saison 2026 zu beenden. Das Hauptfeld der US Open beginnt am Sonntag in New York — ohne ihn.

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