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ATP

„Ich bin kein Roboter“: Zverev scheitert in Shanghai an Davidovich

Alexander Zverev verliert das Halbfinale von Shanghai gegen Alejandro Davidovich Fokina nach Satzführung mit 7:5, 4:6, 3:6. Im Finale trifft der Spanier auf seinen Landsmann Rafael Jódar.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Rick Munroe / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Für Alexander Zverev ist das Masters in Shanghai im Halbfinale vorbei. Der topgesetzte Hamburger verlor am Samstag gegen Alejandro Davidovich Fokina, obwohl er den ersten Satz gewonnen hatte. Der Spanier siegte 5:7, 6:4, 6:3 und steht damit in seinem zweiten Masters-1000-Finale.

Dort trifft er am Sonntag auf seinen Landsmann Rafael Jódar. Der 20-Jährige ließ Daniil Medvedev beim 6:3, 6:4 keine Chance.

Erster Doppelfehler bringt die Wende

Zverev holte sich den ersten Satz, wirkte danach aber zunehmend schwerfällig. Davidovich Fokina, die Nummer 26 der Welt, schaffte im zweiten Durchgang das entscheidende Break zum Satzausgleich. Im dritten Satz ging es dann schnell. Nach rund 100 Minuten Spielzeit unterlief Zverev sein erster Doppelfehler der Partie, der Spanier nutzte das frühe Break und zog auf 3:0 davon. Nach zwei Stunden und zwei Minuten verwandelte Davidovich Fokina seinen dritten Matchball, als Zverev einen Ball ins Netz schlug.

„Ich wusste, wenn ich das ganze Match dranbleibe, bekomme ich zumindest eine Chance. Die habe ich im zweiten Satz genutzt“, sagte der Sieger laut AFP. Arab News zufolge schlug er 36 Winner. Für den Spanier war es erst der zweite Sieg im achten Duell mit Zverev. Den ersten hatte er 2023 in Toronto gefeiert.

Zverev: „Ich bin kein Roboter“

Zverev nannte nach der Partie Müdigkeit als Grund. „Heute war ich platt. Selbst im ersten Satz, obwohl ich ihn gewonnen habe, habe ich nicht gut reagiert. Ich habe ziemlich schlecht returniert“, sagte er. Laut Tennis Now fügte er hinzu: „Ich bin kein Roboter, ich bin ein Mensch. Ich werde müde.“ Schon seit dem Achtelfinale gegen Alexander Bublik habe er sich ziemlich leer gefühlt.

Zverev verliert Peking-Krimi gegen Djokovic – 32:0 und Rekord

In diesem Achtelfinale hatte Zverev zudem mit Knöchelproblemen gekämpft, im Viertelfinale gegen Alex de Minaur wirkte er dagegen souverän. Den ganz großen Rückschlag bedeutet das Aus nicht. Nach AFP-Angaben steht Zverev nach der Verletzung von Jannik Sinner bereits als Nummer eins zum Jahresende fest.

Jódar schreibt Rekorde, Spanien hat seinen Champion sicher

Im zweiten Halbfinale brachte Jódar die Partie gegen Medvedev in einer Stunde und 44 Minuten nach Hause. Der Russe wehrte bei 3:5 im zweiten Satz drei Matchbälle bei eigenem Aufschlag ab, danach servierte Jódar zu null aus. Laut ATP ist er der jüngste Finalist der Turniergeschichte und der erste Spieler des Jahrgangs 2006 oder jünger in einem Masters-1000-Finale. Zu Saisonbeginn stand er noch auf Rang 168. Tennis Majors zufolge wird er am Montag mindestens auf Platz elf der Weltrangliste klettern, so hoch wie noch nie in seiner Karriere.

Laut Tennis Majors ist es das erste rein spanische Masters-1000-Finale auf Hartplatz seit Einführung der Serie 1990. Davidovich Fokina stand bislang nur einmal in einem Endspiel dieser Kategorie, 2022 in Monte-Carlo, das er verlor. Jódar spielt am Sonntag um seinen zweiten Titel auf der Tour, Davidovich Fokina um den dritten. Zverev ist als Nächstes für Wien gemeldet, wo auch Carlos Alcaraz per Wildcard antritt.

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