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ATP

Zverev scheitert in Wien an De Minaur – Party zur Nummer eins vertagt

Alexander Zverev verliert das Wien-Halbfinale gegen Alex de Minaur 4:6, 6:1, 6:7. Am Montag wird er trotzdem Nummer eins – das Finale bestreitet der Australier gegen Alcaraz.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Partynia / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Die Krönungswoche von Alexander Zverev endet ohne Pokal. Zwei Tage bevor der Hamburger offiziell an die Spitze der Weltrangliste rückt, verlor er das Halbfinale der Erste Bank Open in Wien gegen Alex de Minaur mit 4:6, 6:1, 6:7 (4:7). Statt des erhofften Finales gegen Carlos Alcaraz heißt es am Sonntag: Alcaraz gegen De Minaur.

Rund zweieinhalb Stunden dauerte das Duell in der Wiener Stadthalle, entschieden wurde es mit dem dritten Matchball des Australiers. Für De Minaur war es der erste Sieg gegen Zverev außerhalb von Teamwettbewerben, im direkten Vergleich steht es nun 9:5 für den Deutschen.

Starker zweiter Satz, Ärger im Finish

Im ersten Satz zog De Minaur Zverev in lange Ballwechsel und war dort klar überlegen: Laut ATP gewann er 64 Prozent der Rallyes mit mehr als neun Schlägen. Das 6:4 ging verdient an den Australier.

Zverev reagierte prompt und stark. Den zweiten Durchgang holte sich der Topgesetzte mit 6:1, im Entscheidungssatz brachten dann beide ihre Aufschlagspiele souverän durch – Breakbälle gab es keinen einzigen. Bei 5:6 und Einstand im eigenen Aufschlagspiel, zwei Punkte von der Niederlage entfernt, geriet Zverev laut Tennis Majors mit dem Stuhlschiedsrichter wegen einer Zeitverletzung aneinander. Er rettete sich zwar noch in den Tiebreak, doch dort gingen seine Serve-and-Volley-Versuche schief, und De Minaur zog auf 7:4 davon.

„Ich bin sehr stolz, wie ich mit der Situation umgegangen bin. Ich habe einen sehr aggressiven Tiebreak gespielt, zu meinen Bedingungen“, sagte De Minaur laut ATP nach dem Match.

Nummer eins trotzdem fix

An Zverevs historischem Sprung ändert die Niederlage nichts. Mit seinem Sieg gegen Tallon Griekspoor am Donnerstag hatte er sich die Führung im Ranking bereits gesichert, ab Montag wird er offiziell als Nummer eins der Welt geführt – als erster Deutscher seit Boris Becker. Einen Schönheitsfehler hat die Saison dennoch: Gegen Top-10-Spieler steht Zverev 2026 nach Wien nur bei 3:9 Siegen.

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Viel Zeit zum Durchatmen bleibt ohnehin nicht. Am Montag beginnt das Masters in Paris, danach folgen vom 15. bis 22. November die ATP Finals in Turin, für die Zverev längst qualifiziert ist.

De Minaur greift nach Turin

Für De Minaur dagegen geht es um alles. Durch den Finaleinzug kletterte er im Live-Race auf Rang neun, einen Punkt vor dem Spanier Rafael Jódar – und damit auf den letzten Qualifikationsplatz für Turin, wo er zum dritten Mal in Folge dabei sein will. Der 27-Jährige ist in dieser Saison in der Halle noch ungeschlagen (10:0), steht in seinem 23. Karrierefinale und ist der erste Australier überhaupt in einem Wiener Endspiel.

Im Finale wartet allerdings die schwierigste Aufgabe. Alcaraz setzte sich im ersten Halbfinale gegen Daniil Medvedev mit 6:4, 7:6 (7:2) durch und hat laut Sky Sports nun 25 Matches in Folge auf ATP-500-Ebene gewonnen. Gegen den Spanier hat De Minaur alle sechs bisherigen Duelle verloren.

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