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ATP

Zverev ist am Ziel: Sieg gegen Griekspoor macht ihn zur Nummer eins

Mit einem 6:4, 7:5 gegen Tallon Griekspoor in Wien sichert sich Alexander Zverev erstmals Platz eins – als erster deutscher Mann seit Boris Becker 1991.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Partynia / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

35 Jahre nach Boris Becker hat das deutsche Herrentennis wieder eine Nummer eins. Alexander Zverev gewann am Donnerstag in der Wiener Stadthalle sein Achtelfinale gegen den Niederländer Tallon Griekspoor mit 6:4, 7:5 und steht damit beim ATP-500-Turnier in Wien im Viertelfinale. Genau dieser Schritt hatte noch gefehlt: Wenn am Montag, 2. November, die neue Weltrangliste erscheint, steht der Hamburger erstmals in seiner Karriere ganz oben.

Der topgesetzte 29-Jährige ließ gegen den Brüssel-Champion nichts anbrennen. Zverev musste keinen einzigen Breakball abwehren und nahm Griekspoor in jedem Satz einmal den Aufschlag ab. Es ist bereits sein 13. Viertelfinale in dieser Saison – Bestwert auf der Tour.

Der 30. Spitzenreiter der Geschichte

Zverev löst Jannik Sinner ab und wird der 30. Spieler, der seit Einführung der Computer-Rangliste 1973 die Spitzenposition erreicht. Unter den deutschen Männern gelang das bislang nur Becker, der 1991 an der Spitze stand. Laut ATP ist Zverev zudem der erste Neuzugang im Klub der Nummer-eins-Spieler seit Sinner im Juni 2024.

„Das Gefühl zu haben, an der Spitze der Welt zu stehen, ist unglaublich“, sagte Zverev nach dem Matchball sinngemäß gegenüber internationalen Medien. „Ich musste warten, aber manchmal muss man auf die besten Dinge im Leben eben warten.“

Gewartet hat er tatsächlich lange. 2022 war Zverev schon einmal in Schlagdistanz, ehe ihn die schwere Knöchelverletzung im Halbfinale der French Open für Monate stoppte. Vier Jahre später krönt er nun seine bislang beste Saison: Titel bei den French Open in Paris und bei den US Open, dazu das Finale in Wimbledon. Schon vor dem Turnier in Wien stand laut ATP fest, dass er das Jahr 2026 als Nummer eins beenden wird – offen war nur noch, wann er Sinner überholt.

Sinner und Alcaraz fehlten oft

Zur Einordnung gehört auch die Ausgangslage. Sinner und Carlos Alcaraz hatten 2024 und 2025 alle acht Grand-Slam-Titel unter sich aufgeteilt, wurden in diesem Jahr aber immer wieder von Verletzungen gebremst. Sinner beendete seine Saison Anfang Oktober wegen Knieproblemen vorzeitig. Zverev gewann seine beiden Majors, ohne auf einen der beiden zu treffen – und räumte laut BBC selbst ein, dass er womöglich nicht der beste Spieler der Welt wäre, wenn Sinner und Alcaraz gesund und in Topform seien.

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Die Weltrangliste belohnt allerdings Konstanz über zwölf Monate, und die hat in diesem Jahr niemand so geliefert wie der Deutsche. Nach BBC-Angaben stand er vor Wien bei 64 Siegen aus 80 Matches.

Revanche gegen Fery im Viertelfinale

Abhaken kann Zverev Wien deshalb noch lange nicht. Im Viertelfinale wartet der Brite Arthur Fery, der Lorenzo Musetti mit 6:4, 5:7, 6:4 ausschaltete – eine Neuauflage des Wimbledon-Halbfinals. Auch Alcaraz ist noch im Turnier, er wehrte beim 6:1, 7:6 (11) gegen Nikoloz Basilashvili im Tiebreak vier Satzbälle ab.

Am selben Montag, an dem Zverev offiziell die Spitze übernimmt, beginnt das Masters in Paris. Danach schließen die ATP Finals in Turin die Saison ab – ein Turnier, das Zverev bereits zweimal gewonnen hat.

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