Struff in Brüssel, Altmaier in Lyon: Deutsches Duo im Viertelfinale
Jan-Lennard Struff schlägt Onclin in Brüssel 6:4, 6:2, Daniel Altmaier setzt sich in Lyon 6:3, 6:4 gegen Gojo durch. Beide stehen im Viertelfinale.

Zwei deutsche Tennisprofis, zwei Turniere, ein gemeinsames Ziel erreicht: Jan-Lennard Struff und Daniel Altmaier stehen bei den ATP-250-Turnieren in Brüssel und Lyon im Viertelfinale. Während Struff in Belgien bereits am Mittwoch souverän weiterkam, zog Altmaier am Donnerstag in Frankreich nach.
Struff lässt Onclin keine Chance
Beim European Open in Brüssel setzte sich der 36-jährige Struff im Achtelfinale mit 6:4, 6:2 gegen den Belgier Gauthier Onclin durch, die Nummer 178 der Weltrangliste. Der Warsteiner nahm seinem Gegner im ersten Satz direkt den Aufschlag ab und schaffte im zweiten Durchgang zwei Breaks. Onclin kam zwar zu einigen Gelegenheiten, doch „in den entscheidenden Momenten blieb Struff aber nervenstark“, wie Flashscore schrieb.
Für Struff ist es das zweite Viertelfinale auf der ATP-Tour in dieser Saison und das 41. seiner Karriere. Sein bislang letztes hatte er in Wimbledon erreicht, wo ihn der spätere Turniersieger Jannik Sinner stoppte. Dass der Routinier nun im Herbst der Saison noch einmal unter die letzten acht kommt, ist ein starkes Signal.
Im Viertelfinale wartet auf Struff der Sieger des Duells zwischen dem an Position sechs gesetzten Lokalmatador Zizou Bergs und dem Bosnier Damir Džumhur. Gegen Bergs käme auf Struff die nächste Partie gegen einen Belgier vor heimischem Publikum zu – diesmal allerdings gegen einen deutlich höher eingestuften Gegner als Onclin.
Altmaier zurück unter den letzten acht
In Lyon brauchte Daniel Altmaier nur 82 Minuten, um den Kroaten Borna Gojo mit 6:3, 6:4 zu besiegen. Der 28-Jährige aus Kempen, aktuell die Nummer 65 der Welt, hatte zum Auftakt bereits den Franzosen Titouan Droguet in einem umkämpften Dreisatzmatch ausgeschaltet.
Es ist Altmaiers erstes Viertelfinale auf ATP-Ebene seit Juni. Damals hatte er beim Rasenturnier in Halle sogar das Halbfinale erreicht – ein Ergebnis, an das er nun anknüpfen will. In Lyon ist er nun der letzte verbliebene Deutsche im Feld.
Die Aufgabe in der Runde der letzten acht wird allerdings deutlich größer: Altmaier trifft entweder auf den an Nummer zwei gesetzten US-Amerikaner Taylor Fritz oder auf den Franzosen Pierre-Hugues Herbert.
Wichtige Punkte zum Saisonende
Für beide Spieler kommen die Erfolge zu einem guten Zeitpunkt. Die letzten Turnierwochen im Oktober sind die letzte Gelegenheit, vor dem Jahreswechsel noch Ranglistenpunkte zu sammeln und sich eine gute Ausgangsposition für die Setzlisten der Australian Open im Januar zu verschaffen. Ein Viertelfinale bei einem ATP-250-Turnier bringt dabei wertvolle Zähler, ein Halbfinaleinzug würde die Ausbeute weiter erhöhen.
Struff zeigt in Brüssel, dass mit ihm auch mit 36 Jahren noch zu rechnen ist: Gegen Onclin war er im Ballwechsel wie beim Aufschlag der klar bessere Spieler, ohne einen Satz abzugeben. Altmaier wiederum hat in Lyon nach dem harten Auftakt gegen Droguet eine deutlich kürzere Partie gebraucht und damit Kräfte für die kommende Aufgabe gespart.
Ein gemeinsamer Halbfinaleinzug der beiden wäre für das deutsche Herrentennis ein bemerkenswerter Abschluss dieser Turnierwoche – zumal Struff mit einem Sieg im Viertelfinale sein erstes ATP-Halbfinale der Saison erreichen würde.
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