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WTA

Oberschenkel streikt: Świątek sagt Ningbo ab und verpasst die WTA Finals

Iga Świątek zieht in Ningbo wegen einer Oberschenkelverletzung zurück und kann sich nicht mehr direkt für die WTA Finals qualifizieren. Profiteurin ist Karolína Muchová.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: si.robi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Die Saison von Iga Świątek nimmt die nächste bittere Wendung: Die Polin hat ihre Teilnahme am WTA-Turnier in Ningbo wegen Beschwerden im linken Oberschenkel abgesagt. Damit ist klar, dass sich die sechsfache Grand-Slam-Siegerin nicht mehr direkt für die WTA Finals qualifizieren kann. Ihre Auftaktgegnerin Marie Bouzková steht kampflos im Viertelfinale.

„Nach reiflicher Überlegung habe ich entschieden, mich vom Turnier zurückzuziehen“, erklärte Świątek. Sie habe in den vergangenen Wochen anhaltende Probleme mit dem linken Oberschenkel gehabt, und es sei die richtige Entscheidung, sich Zeit für Ruhe und Erholung zu geben.

Die Verletzung aus Wuhan

Erstmals sichtbar wurde das Problem im Halbfinale von Wuhan, das Świątek gegen ihre Landsfrau Maja Chwalińska verlor. Die Polin nahm eine medizinische Auszeit, spielte mit bandagiertem Oberschenkel weiter und war in ihren Laufwegen sichtlich eingeschränkt, gab aber nicht auf. Chwalińska holte tags darauf den Titel.

Das spanische Portal Punto de Break spricht von einer Muskelverletzung im linken Quadrizeps und berichtet, Świąteks Saison sei damit beendet – mit einer Bilanz von 39 Siegen und 15 Niederlagen sowie nur einem Turniersieg, in Kanada. Świątek selbst schloss weitere Einsätze in ihrer Mitteilung nicht ausdrücklich aus.

Die Rechnung im Race

Vor dieser Woche ging es nur noch um den achten und letzten Startplatz für das Saisonfinale. Laut Punto de Break lag Karolína Muchová mit 4.735 Punkten vorn, dahinter Świątek mit 4.189 und Marta Kostyuk mit 3.920 Zählern. Muchová spielt weder in Ningbo noch ist sie für Tokio gemeldet – ihr Konto bleibt also unverändert.

Świątek hätte einen Turniersieg und zusätzlich ein tiefes Abschneiden beim zweiten verbleibenden Event gebraucht. Ohne Punkte aus Ningbo sind die 546 Zähler Rückstand nicht mehr aufzuholen, selbst mit einem Titel in Tokio nicht. Ningbo war damit faktisch ihre letzte Gelegenheit, im Kampf um das Ticket für Indian Wells noch einmal entscheidend Punkte zu sammeln – eine Woche, in der die Konkurrentin Muchová selbst gar nicht antritt.

Gefährlich werden kann der Tschechin nur noch Kostyuk, die in Ningbo im Feld steht. Die Ukrainerin liegt 815 Punkte zurück und müsste eines der beiden Turniere gewinnen und beim anderen mindestens das Finale erreichen.

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Ende einer Serie

Für Świątek reißt damit eine eindrucksvolle Serie. Seit 2021 war sie bei jeder Auflage der WTA Finals dabei, 2022 und 2023 holte sie den Titel. Laut Reuters fehlt sie erstmals seit 2020 im Feld. Eine Hintertür bleibt: Als eine von zwei Ersatzspielerinnen könnte die 25-Jährige dennoch anreisen.

Das Saisonfinale steigt vom 8. bis 15. November in Indian Wells. Für Świątek endet damit ein schwieriges Jahr, in dem sie nicht an ihre dominanten Spielzeiten anknüpfen konnte. Die Zusammenarbeit mit Trainer Francis Roig zeigte beim Titellauf in Kanada vielversprechende Ansätze, doch in Polen wird laut Punto de Break bereits diskutiert, wie schnell die neue Spielweise greift.

Für Kostyuk wird Ningbo nun zum Alles-oder-nichts-Turnier: Ohne den Titel dort darf Muchová ihren Startplatz in Indian Wells praktisch als gesichert betrachten.

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