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WTA

Drei Matchbälle abgewehrt: Tagger scheitert in Osaka knapp an Ann Li

Lilli Tagger wehrte im Viertelfinale von Osaka drei Matchbälle der topgesetzten Ann Li ab, verlor aber nach 2:16 Stunden mit 4:6, 6:3, 6:7 (0). Im Doppel ist sie noch dabei.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Karney Hatch / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

So knapp war es lange nicht: Lilli Tagger hat im Viertelfinale des WTA-250-Turniers in Osaka drei Matchbälle abgewehrt und die topgesetzte Ann Li in den Tiebreak des dritten Satzes gezwungen. Dort war für die 18-jährige Osttirolerin dann aber Schluss. Die US-Amerikanerin setzte sich nach 2:16 Stunden mit 6:4, 3:6, 7:6 (0) durch.

Für Tagger, die Nummer 57 der Welt, war es das erste Duell mit der Weltranglisten-25. Li ist beim Turnier in Osaka an Position eins gesetzt.

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Den ersten Satz holte sich Li mit starkem Aufschlag 6:4. Tagger fand danach besser ins Spiel, nahm der Amerikanerin den Aufschlag ab und glich mit 6:3 aus.

Im Entscheidungssatz ging es bis zum Ende eng zu. Beim Stand von 4:5 wehrte Tagger den ersten Matchball ab, bei 5:6 gleich zwei weitere. Im Tiebreak lief dann allerdings nichts mehr zusammen: Li gab keinen einzigen Punkt ab und zog mit 7:0 ins Halbfinale ein.

Dort trifft die Topgesetzte auf die Siegerin des anschließenden Viertelfinals auf dem Center Court zwischen der Australierin Talia Gibson (WTA 42) und der US-Amerikanerin Ashlyn Krueger (WTA 55).

Starke Woche trotz Niederlage

Unterm Strich nimmt Tagger aus Japan einiges mit. Zum Auftakt schlug sie die an Nummer fünf gesetzte Ljudmila Samsonowa mit 6:3, 6:3 – schon ihr zweiter Sieg in diesem Jahr gegen die Russin. In nur 72 Minuten verwandelte sie dabei alle drei Breakbälle, ließ selbst keinen einzigen zu und schlug 19 Winner bei neun unerzwungenen Fehlern.

In Runde zwei folgte ein 7:5, 6:3 gegen Tereza Valentová, mit dem sich Tagger für eine frühere Niederlage gegen die junge Tschechin revanchierte. Gegen Li gewann sie einen Satz gegen die Topgesetzte und war nur wenige Punkte vom ersten Halbfinale in Japan entfernt.

Ihre einhändige Rückhand ist längst zu ihrem Markenzeichen geworden, und auch in Osaka brachte sie damit deutlich besser platzierte Gegnerinnen in Bedrängnis. Am Freitag fehlte am Ende nur die Konstanz im entscheidenden Tiebreak, in dem Li die ruhigere Spielerin war.

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Gerade die Phase vor dem Tiebreak zeigte, wie viel Nervenstärke die Österreicherin inzwischen mitbringt. Dreimal stand sie mit dem Rücken zur Wand, dreimal blieb sie im Match – gegen eine Gegnerin, die in der Weltrangliste mehr als 30 Plätze vor ihr steht. Dass der Tiebreak dann so deutlich an Li ging, lag auch daran, dass die Amerikanerin ihre beste Phase genau im richtigen Moment fand.

Im Doppel geht es weiter

Ganz vorbei ist die Woche in Osaka für Tagger noch nicht. Im Doppel steht sie mit der Niederländerin Isabelle Haverlag im Halbfinale. Gegner dort ist das topgesetzte Duo Storm Hunter und Janice Tjen.

Li, die im Achtelfinale Zeynep Sönmez mit 6:3, 6:1 ausgeschaltet hatte, fehlen als Nummer eins der Setzliste nun noch zwei Siege zum Titel. Wer zwischen Gibson und Krueger weiterkommt, bekommt es mit einer Gegnerin zu tun, die sich gerade mit einem Tiebreak ohne Punktverlust im Turnier gehalten hat.

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