Bartůňková fegt Muchová vom Platz – Halbfinale gegen Andreeva
Die 20-jährige Nikola Bartůňková schlägt Karolína Muchová in 67 Minuten 6:3, 6:0 und trifft im Peking-Halbfinale auf French-Open-Siegerin Mirra Andreeva.

Die Erfolgsgeschichte von Nikola Bartůňková in Peking geht weiter. Wenige Tage nach ihrem Sieg über Aryna Sabalenka hat die 20-jährige Tschechin am Donnerstag auch ihre an Nummer sieben gesetzte Landsfrau Karolína Muchová klar geschlagen. Nach dem 6:3, 6:0 steht sie zum ersten Mal im Halbfinale eines WTA-1000-Turniers. Dort trifft sie auf Mirra Andreeva, die sich in zwei Tiebreaks gegen Jekaterina Alexandrowa durchsetzte.
Sieben Spiele in Folge zum Schluss
Das tschechische Duell bei den China Open dauerte nur 67 Minuten. Bartůňková holte die ersten fünf und die letzten sieben Spiele. Nur in der Mitte des ersten Satzes konnte Muchová kurz mithalten. Danach war die 30-Jährige, die im Achtelfinale noch neun Matchbälle gegen Naomi Osaka gebraucht hatte, kaum noch im Spiel.
Die Statistik zeigt das deutlich. Laut WTA schlug Bartůňková 19 Winner. Muchová kam auf 12 Winner und 37 unerzwungene Fehler. Beide trainieren im Prager Klub Štvanice und kennen sich gut. Auf der Tour hatten sie aber noch nie gegeneinander gespielt.
Für Muchová endet damit eine Woche, in der sie vor allem kämpfen musste. Gegen Bartůňková war davon nichts mehr zu sehen: Die 30-Jährige fand weder mit dem Aufschlag noch von der Grundlinie ihren Rhythmus.
„Vor diesem Turnier habe ich das sicher nicht erwartet“, sagte Bartůňková. Sie habe viel mit Topspielerinnen trainiert, „vielleicht hilft das ein bisschen“.
Von Platz 130 in die Top 30
Bartůňkovás Aufstieg in dieser Saison ist beachtlich. Ende 2025 stand sie auf Platz 130 der Weltrangliste, nach Peking kam sie als Nummer 34. Mit dem Halbfinale zieht sie erstmals in die Top 30 ein. Vorher hatte sie auf der Tour nur zweimal ein Halbfinale erreicht, 2025 in Guadalajara und in diesem Jahr in Monterrey.
Gegen Muchová gelang ihr der dritte Sieg ihrer Karriere gegen eine Top-10-Spielerin. Zuvor hatte sie Belinda Bencic bei den Australian Open geschlagen und in der dritten Runde von Peking Sabalenka.
Andreeva gewinnt zwei Tiebreaks und stellt einen Rekord auf
Im zweiten Viertelfinale der oberen Hälfte setzte sich die Favoritin durch, musste dafür aber kämpfen. Die an Nummer vier gesetzte French-Open-Siegerin Andreeva gewann 7:6 (4), 7:6 (3) gegen Jekaterina Alexandrowa. Beide Sätze gingen in den Tiebreak, und Andreeva musste ein Comeback ihrer Gegnerin abwehren. Es war ihr erster Sieg gegen die Landsfrau.
„Sie hat heute unglaublich gespielt, und ich bin sehr froh über meinen allerersten Sieg gegen sie“, sagte Andreeva.
Mit 19 Jahren und 154 Tagen ist sie die jüngste Spielerin, die vier WTA-1000-Halbfinals erreicht hat. Den Rekord hielt bisher Coco Gauff. In Peking spielt Andreeva um ihren vierten Titel der Saison.
So geht es weiter
Im Halbfinale trifft Andreeva, längst eine etablierte Spielerin, auf Bartůňková, die gerade erst nach oben kommt. Dass sie mit großen Bühnen umgehen kann, hat die Tschechin in dieser Woche schon zweimal bewiesen.
Die untere Hälfte spielt ihre Viertelfinals am Freitag. Iga Świątek trifft auf Elise Mertens, die im Achtelfinale Coco Gauff geschlagen hat, und Lokalmatadorin Zheng Qinwen spielt gegen Elina Svitolina. Das Finale ist für Sonntag, den 11. Oktober, angesetzt.
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