Rybakina sichert sich in Tokio Platz eins zum Jahresende
Mit einem 6:2, 6:3 gegen Julia Putinzewa steht Elena Rybakina als Weltranglistenerste des Jahres 2026 fest. Naomi Osaka scheitert an der 18-jährigen Mia Pohánková.

Die letzte große Frage der Damensaison ist beantwortet. Elena Rybakina gewann am Donnerstag beim WTA-500-Turnier in Tokio 6:2, 6:3 gegen ihre kasachische Landsfrau Julia Putinzewa und steht im Viertelfinale. Damit ist ihr Platz eins in der Jahresendwertung 2026 sicher. Für die 27-Jährige ist es eine Premiere: Sie ist erst die 17. Spielerin seit Einführung der WTA-Rangliste 1975, die eine Saison als Nummer eins beendet.
Ohne Breakchance für die Gegnerin
Rybakina gab in 70 Minuten kein einziges Aufschlagspiel ab. Sie brachte 63 Prozent ihrer ersten Aufschläge ins Feld und verwandelte den Matchball mit ihrem sechsten Ass. „Ich war auf längere Ballwechsel eingestellt“, sagte sie. „Sie spielt viele Stopps und wechselt den Rhythmus, deshalb bin ich froh, dass ich fokussiert und aggressiv geblieben bin.“
Einfache Duelle waren es zwischen den beiden lange nicht. Rybakina verlor die ersten zwei Vergleiche gegen Putinzewa und führt nun 3:2. Das letzte Duell vor Donnerstag war das Viertelfinale in Madrid 2024: Damals wehrte sie zwei Matchbälle ab und gewann 4:6, 7:6 (4), 7:5.
Sabalenka kann nicht mehr vorbeiziehen
Rybakina kam mit 1.451 Punkten Vorsprung auf Aryna Sabalenka nach Japan. Laut Tennis365 sind es nach dem Sieg 1.511 Punkte. Das ist mehr, als eine ungeschlagene Siegerin bei den WTA Finals holen kann (1.500), damit ist der Kampf um Platz eins entschieden. „Ich bin wirklich stolz auf das, was ich in dieser Saison erreicht habe, und auf die Konstanz, die ich das ganze Jahr über gezeigt habe“, sagte Rybakina. Sie sprach von „einem unglaublich besonderen Moment“.
Die Bilanz des Jahres ist eindrucksvoll. Rybakina gewann im Januar die Australian Open und anschließend in Stuttgart. Im September folgte der Titel bei den US Open, ihr dritter Grand-Slam-Erfolg nach Wimbledon 2022. Am 14. September übernahm sie erstmals die Spitze der Weltrangliste und löste dort Sabalenka ab.
Danach wurde es schwieriger. In Peking schied Rybakina früh aus. Vor dem Turnier in Tokio gab sie zu, nach New York „körperlich und mental wirklich müde“ gewesen zu sein, außerdem macht ihr ein Fuß zu schaffen. In der Vorwoche gewann sie trotzdem in Ningbo, ihr vierter Titel 2026 und Bestwert auf der Tour. Für die WTA Finals war sie schon vorher qualifiziert, dort bekommt sie die Trophäe für die Jahresnummer eins. Für den Karriere-Grand-Slam fehlt ihr nur noch ein Titel in Roland Garros.
Bittere Heimniederlage für Osaka
Für die Gastgeberin endete der Tag enttäuschend. Naomi Osaka verlor gegen die slowakische Wildcard-Spielerin Mia Pohánková 3:6, 5:7. Die Juniorensiegerin von Wimbledon 2025 ist gerade 18 geworden und steht auf Platz 144 der Weltrangliste. Osaka führte im ersten Satz 2:0, doch Pohánková holte den Satz. Im zweiten Durchgang wehrte sie in zwei Aufschlagspielen Breakbälle ab und nahm Osaka im zwölften Spiel den Aufschlag ab. Nach 1:35 Stunden stand der größte Sieg ihrer Karriere fest.
„Ich glaube die ganze Zeit an mich“, sagte die Slowakin. Vor einem Jahr stand sie noch auf Rang 659, jetzt steht sie erstmals im Viertelfinale eines WTA-500-Turniers. Für Osaka ist es das dritte Turnier in Folge ohne Viertelfinale.
So geht es weiter
Rybakina trifft im Viertelfinale auf Leylah Fernandez, die sich 6:2, 7:6 (8) gegen Elise Mertens durchsetzte. Es ist die Neuauflage des Endspiels von Ningbo, das Rybakina 6:2, 6:2 gewann. Im direkten Vergleich führt sie 4:2. Pohánková spielt gegen die US-Amerikanerin Alycia Parks um ihr erstes Halbfinale auf der Tour.
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