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ATP

Weltrangliste: Zverev rückt bis auf 880 Punkte an Sinner heran

Trotz des Halbfinal-Aus in Shanghai verkürzt Alexander Zverev den Rückstand auf Jannik Sinner. Davidovich Fokina springt auf Platz 13, Djokovic fällt auf Rang zwölf.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Partynia / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Die Nummer eins rückt für Alexander Zverev immer näher. In der am Montag veröffentlichten ATP-Weltrangliste steht der Hamburger mit 10.070 Punkten weiter auf Platz zwei. Der Rückstand auf Jannik Sinner (10.950) ist aber auf 880 Punkte geschrumpft. Weil der Italiener seine Saison wegen einer Knieverletzung beendet hat und 2026 keine Punkte mehr sammeln kann, ist Zverev laut Tennis Majors das Jahresende auf Platz eins bereits sicher.

Sinner hat seit seinem Wimbledon-Sieg im Juli, seinem fünften Grand-Slam-Titel, kein Match mehr bestritten. Den Italiener und seine Ärzte führte das zu einer konservativen Behandlung des Knies statt einer Operation. Damit fallen für ihn auch die Titelverteidigungen in Wien und bei den ATP Finals weg, die er 2024 und 2025 in Turin gewonnen hatte.

Zverev: „Im Moment bin ich noch die Nummer zwei“

Ganz ohne Kratzer verlief die Woche in Shanghai für den an Position eins gesetzten Deutschen trotzdem nicht. Im Halbfinale unterlag er dem späteren Turniersieger Alejandro Davidovich Fokina. Danach sprach er offen über Müdigkeit und kleinere Blessuren. Seine Reaktion auf den nahen Sprung an die Spitze fiel eher nüchtern aus: „Im Moment bin ich noch die Nummer zwei der Welt, lustigerweise.“ Die Emotionen, sagte er, kämen wohl erst, „wenn man die Nummer eins tatsächlich neben seinem Namen sieht“.

Wann genau es so weit ist, hängt von den nächsten Wochen ab. Nach Shanghai kündigte Zverev Berichten zufolge eine Pause von rund zehn Tagen an. Auf seinem Plan stehen danach noch Wien, das Masters in Paris und die ATP Finals in Turin vom 15. bis 22. November. Als Nummer eins wäre er nach Boris Becker erst der zweite Deutsche an der Spitze der Weltrangliste.

Davidovich Fokina springt, Djokovic stürzt

Der größte Gewinner der Woche ist Davidovich Fokina. Nach dem Sieg im spanischen Finale gegen Rafael Jódar (1:6, 7:6, 6:4) klettert der Spanier um 13 Plätze auf Rang 13, so hoch stand er noch nie. Jódar verbessert sich als Finalist um zwei Positionen auf Platz elf, ebenfalls Karrierebestwert.

Schreckmoment am Knöchel: Zverev zittert sich in Shanghai an Wu vorbei

Auf der anderen Seite steht Novak Djokovic. Der Serbe verlor in Shanghai sein Auftaktmatch gegen Hubert Hurkacz, büßt 390 Punkte ein und fällt von Rang acht auf zwölf zurück. Im Rennen um die acht Startplätze für Turin lag er zuletzt nur auf Platz elf. Deshalb hat er eine Wildcard für Basel angenommen, wo das Turnier am 26. Oktober beginnt.

Die Top Ten im Überblick

Hinter Sinner und Zverev folgen Carlos Alcaraz (5.610 Punkte) und Ben Shelton (4.720). Daniil Medvedev verbessert sich auf Rang fünf, Flavio Cobolli auf sechs. Félix Auger-Aliassime, der nach seiner Absage für Basel keine Chance mehr auf Turin hat, rutscht von fünf auf sieben ab. Alex de Minaur, Frances Tiafoe und Arthur Fils komplettieren die Top Ten.

Für Turin sind bislang nur Zverev und Alcaraz qualifiziert. Durch Sinners Ausfall sind damit noch sechs Plätze zu vergeben. Das Masters in Paris vom 2. bis 8. November ist die letzte große Gelegenheit, Punkte zu sammeln.

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