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ATP

Medvedev schlägt Rublev in Hangzhou – 23 Asse und Titel Nummer 24

Daniil Medvedev gab im Finale von Hangzhou kein Aufschlagspiel ab und besiegte Freund Andrey Rublev 7:5, 6:4. Dritter Saisontitel – und Rückenwind für Turin.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Hameltion / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Freundschaft hin oder her: Im Finale der Hangzhou Open hat Daniil Medvedev seinem Landsmann und engen Freund Andrey Rublev am Dienstag keine Chance gelassen. Der topgesetzte Russe gewann 7:5, 6:4. Nach Brisbane im Januar und Dubai im Februar ist es sein dritter Titel 2026 und der 24. seiner Karriere.

Aufschlag als Fundament

Medvedevs Aufschlag entschied das Spiel. Er schlug 23 Asse und nur zwei Doppelfehler, traf 70 Prozent seiner ersten Aufschläge und gewann damit 40 von 47 Punkten. Die zwei Breakbälle gegen sich wehrte er ab, ein Aufschlagspiel gab er nicht ab.

Rublev, an Nummer zwei gesetzt, hielt im ersten Satz lange mit. Bis zum 5:5 brachten beide ihre Aufschlagspiele durch, dann kassierte Rublev das Break, und Medvedev servierte den Satz aus. Gleich im ersten Spiel des zweiten Durchgangs verlor der Weltranglisten-24. erneut seinen Aufschlag und lief danach nur noch hinterher. Rublev wehrte fünf von sieben Breakbällen ab. Medvedev nutzte seine beiden Chancen.

„Es steht immer ein kleines bisschen mehr auf dem Spiel“, sagte Medvedev über das Duell mit seinem Freund. Er habe das gut gelöst und „in den wichtigen Momenten gut gespielt“.

Bei der Siegerehrung ging es locker zu. Medvedev erinnerte daran, dass die beiden schon ein 500er- und ein 250er-Finale gegeneinander gespielt haben. Als Nächstes sei ein Masters-1000-Finale dran, „und dann, in fünf Jahren, ein Grand Slam“. Mit einem Augenzwinkern entschuldigte er sich außerdem dafür, „heute gut aufgeschlagen“ zu haben.

Gleichauf mit Zverev

Der direkte Vergleich wird immer deutlicher. Medvedev führt nun 8:2 gegen Rublev und hat die letzten vier Duelle seit 2023 gewonnen. Ihr bisher letztes Finale, 2023 in Dubai, endete 6:2, 6:2.

Aus deutscher Sicht ist eine Zahl besonders interessant. Laut Tennis Now hat Medvedev in dieser Saison 27 Matches auf Hartplatz gewonnen. Das ist gemeinsam mit Alexander Zverev der Bestwert auf der Tour. Seine Saisonbilanz steht bei 38:16. Laut Tennis Majors hat Medvedev 22 seiner 24 Titel auf Hartplatz gewonnen und liegt mit seiner Titelzahl jetzt gleichauf mit Michael Chang, Stefan Edberg und John McEnroe. Mit 30 Jahren und sieben Monaten ist er zudem der älteste ATP-Turniersieger der Saison 2026.

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Leicht war die Woche trotzdem nicht. Zum Auftakt brauchte Medvedev gegen Coleman Wong drei Sätze. Danach setzte er sich gegen Valentin Royer (7:6, 6:3) und Roman Safiullin (7:5, 6:4) durch. Rublev schlug auf dem Weg ins Finale Jacquet, Rinky Hijikata und im Halbfinale Hugo Gaston mit 6:7, 7:6, 6:1. Laut Tennis Now war das der 400. Sieg seiner Karriere.

Weiter nach Peking

Die 250 Punkte halten Medvedev auf Platz sechs der Weltrangliste. Laut Tennis365 liegt er im Race to Turin auf Rang acht und hat rund 500 Punkte Vorsprung auf Platz neun. Das ist eine gute Ausgangslage für die ATP Finals. Rublev klettert auf Rang 24, ist im Race mit 1.975 Punkten aber nur 20. und damit bestenfalls Außenseiter.

Pause gibt es für beide nicht. Sie reisen direkt zum ATP-500-Turnier in Peking weiter, wo Weltranglistenerster Jannik Sinner wegen einer Knieverletzung abgesagt hat.

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