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ATP

Bann gebrochen: Struff schlägt Djokovic im neunten Anlauf

Mit 27 Assen bezwingt Jan-Lennard Struff Novak Djokovic in Basel 6:7 (4), 7:5, 7:6 (5) – nach acht Niederlagen der erste Sieg gegen den Serben.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: François GOGLINS; crop by PetarM / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Acht Duelle, acht Niederlagen, ein einziger Satzgewinn – so lautete die Bilanz von Jan-Lennard Struff gegen Novak Djokovic vor diesem Donnerstag. Im neunten Anlauf hat es endlich geklappt: Der 36-Jährige aus Warstein besiegte den an Nummer vier gesetzten Serben bei den Swiss Indoors in Basel mit 6:7 (4:7), 7:5, 7:6 (7:5) und steht im Viertelfinale.

Nach 2:36 Stunden verwandelte Struff seinen dritten Matchball – standesgemäß mit einem Ass durch die Mitte, seinem 27. an diesem Tag. Mindestens ebenso bemerkenswert: Gegen einen der besten Returnspieler der Geschichte gab der Sauerländer kein einziges Aufschlagspiel ab und wehrte alle sechs Breakbälle ab.

Der Durchbruch kam beim 6:5

Lange sah es nach dem bekannten Drehbuch aus. Im ersten Satz gab es keine Breaks, im Tiebreak behielt Djokovic mit 7:4 die Oberhand. Struff blieb jedoch bei seiner offensiven Linie und wurde im zweiten Durchgang belohnt: Beim Stand von 6:5 gelang ihm das entscheidende Break zum Satzausgleich – erst sein zweiter Satzgewinn überhaupt gegen den Serben in nunmehr neun Begegnungen.

Im dritten Satz wirkte Djokovic zunehmend genervt und diskutierte immer wieder mit seinem Trainer Viktor Troicki. Struff dagegen blieb ruhig, holte sich den Tiebreak mit 7:5 und machte mit dem nächsten Ass alles klar. Bemerkenswert: Zuvor hatte Struff laut Field Level Media selbst vier Breakchancen ungenutzt gelassen – aufgeben kam für ihn trotzdem nicht infrage.

„Ich wusste, dass ich mein bestes Tennis spielen muss, um eine Chance zu haben. Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit meiner Leistung heute“, sagte Struff laut tennisnet.com nach dem Match.

Starke Wochen für den Davis-Cup-Spieler

Der Sieg passt zur Form der vergangenen Tage. Vergangene Woche erreichte Struff das Finale in Brüssel, wo er Tallon Griekspoor unterlag. In Basel startete er mit einem 6:4, 6:3 gegen seinen Davis-Cup-Kollegen Yannick Hanfmann ins Turnier. Nun wartet im Viertelfinale der Portugiese Nuno Borges.

Für deutsche Fans war es ohnehin ein besonderer Donnerstag: Am selben Tag hatte sich Alexander Zverev in Wien mit dem Achtelfinalsieg gegen Griekspoor erstmals den Platz an der Spitze der Weltrangliste gesichert.

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Turin rückt für Djokovic in weite Ferne

Für Djokovic ist die Niederlage ein schwerer Rückschlag. Der 39-Jährige war mit einer Wildcard erstmals seit 2011 wieder nach Basel gekommen, um sich doch noch für die ATP Finals in Turin zu qualifizieren. Laut ATP liegt er nun 319 Punkte hinter dem Neuntplatzierten Rafael Jódar – und vor dem Saisonfinale bleibt nur noch das Masters in Paris.

Immerhin: Auch Jódar verlor am Donnerstag, er unterlag Valentin Vacherot mit 7:6 (4), 2:6, 7:6 (5). Dennoch bräuchte Djokovic in Paris einen tiefen Lauf, um den Rückstand noch aufzuholen.

In Basel selbst sind gleich zwei Topfavoriten weg: Neben Djokovic erwischte es in der Nacht auch den Topgesetzten Ben Shelton, den der Schweizer Wildcard-Spieler Jérôme Kym mit 6:3, 6:7 (4), 7:6 (1) bezwang. Weiter im Rennen sind dagegen Arthur Fils, Taylor Fritz und Jiří Lehečka. Für Struff ist das Halbfinale nur noch einen Sieg entfernt.

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Nach einem 1:6 im ersten Satz schlägt Nuno Borges Casper Ruud in Basel noch 1:6, 6:3, 6:4. Im Viertelfinale könnte nun Jan-Lennard Struff oder Novak Djokovic warten.

In der St. Jakobshalle verlor Nuno Borges den ersten Satz gegen Casper Ruud in weniger als einer halben Stunde mit 1:6. Danach drehte der Portugiese die Partie. Am Mittwoch schlug er den an Nummer neun gesetzten Norweger in der zweiten Runde der Swiss Indoors Basel mit 1:6, 6:3, 6:4 und steht damit zum fünften Mal in…

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