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ATP

Rune wehrt Matchball ab und stoppt Hurkacz – Viertelfinale in Basel

Holger Rune dreht in Basel einen Satzrückstand gegen Hubert Hurkacz, wehrt im Tiebreak einen Matchball ab und steht erstmals seit seinem Achillessehnen-Riss im Viertelfinale.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Hameltion / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Holger Rune ist zurück – und zwar nicht nur auf dem Platz, sondern auch in den engen Momenten. Der 23-jährige Däne besiegte am Mittwochabend in der St. Jakobshalle Hubert Hurkacz mit 3:6, 6:3, 7:6 und zog damit ins Viertelfinale der Swiss Indoors ein. Im entscheidenden Tiebreak wehrte Rune einen Matchball ab. Es ist sein erstes Viertelfinale auf der ATP-Tour seit dem Riss der Achillessehne, der ihn fast ein Jahr lang ausser Gefecht gesetzt hatte.

Kein Break im dritten Satz, alles im Tiebreak

Der Start gehörte Hurkacz. Der Pole nahm Rune einmal den Aufschlag ab und holte sich den ersten Satz mit 6:3. Rune antwortete mit dem identischen Ergebnis im zweiten Durchgang und steigerte sich vor allem beim Return deutlich. Im dritten Satz gab es kein einziges Break, die Entscheidung fiel im Tiebreak – und der hatte es in sich.

Laut Flashscore vergab Rune beim Stand von 6:5 seinen ersten Matchball, als ein Ball hinter der Grundlinie landete. Dann hatte Hurkacz selbst Matchball, doch Rune wehrte ihn mit stabilem Spiel von der Grundlinie ab und nutzte schliesslich seine zweite Chance. Die ATP weist den Tiebreak mit 8:6 für den Dänen aus. Die Partie dauerte rund zwei Stunden.

Schon in Runde eins hatte Rune einen Entscheidungssatz-Tiebreak gebraucht: Gegen Quentin Halys gewann er 6:4, 6:7 (2), 7:6 (5), obwohl er im letzten Tiebreak bereits 5:1 geführt hatte und der Franzose noch auf 5:5 herankam.

373 Tage ohne Sieg auf der Tour

Mit dem Erfolg gegen Halys endete für Rune eine Durststrecke von 373 Tagen. Im Oktober 2025 hatte er sich beim Turnier in Stockholm an der Achillessehne verletzt, rund elf Monate fehlte er. Das Comeback gab er im September im Davis Cup für Dänemark, in Tokio und Shanghai folgten frühe Niederlagen. Erst in Basel platzte der Knoten.

Der Sieg über Hurkacz hat zusätzliches Gewicht. Der aktuell 28. der Weltrangliste zählt in der Halle zu den gefährlichsten Aufschlägern der Tour und stand 2023 selbst im Basler Final. Das bislang einzige Duell der beiden hatte Rune im November 2022 beim Masters in Paris in zwei Sätzen gewonnen – in jener Saison, in der er auch in Basel das Endspiel erreichte.

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Jodar oder Vacherot – und am Abend Djokovic gegen Struff

Im Viertelfinale wartet auf Rune der Sieger der Partie zwischen Rafael Jodar und Valentin Vacherot. Für den Spanier Jodar, die Nummer 11 der Welt, geht es in Basel um mehr: Er belegt im Race to Turin derzeit Rang neun – und weil Jannik Sinner für den Rest der Saison ausfällt, ist das der letzte Platz, der zur Teilnahme an den ATP Finals reicht. Der Monegasse Vacherot ist die Nummer 31.

Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick am Donnerstag auf den Center Court: Jan-Lennard Struff, der zum Auftakt Yannick Hanfmann 6:4, 6:3 geschlagen hatte, trifft in der ersten Partie der Abendsession, nicht vor 18 Uhr, auf Novak Djokovic. Der Serbe hatte sein Startmatch gegen Ugo Humbert mit 4:6, 6:3, 6:4 gewonnen und führt im direkten Vergleich mit Struff 8:0. Struff nahm es vor dem Duell gegenüber der ATP mit Humor: Seine Bilanz gegen Djokovic sei nicht berauschend – „aber wessen ist das schon?“

Rune bestreitet sein Viertelfinale am Freitag. Nach zwei Tiebreak-Krimis in drei Tagen weiss er nun, dass seine Nerven wieder halten.

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