Zverev verliert Peking-Krimi gegen Djokovic – 32:0 und Rekord
Alexander Zverev gewinnt in Peking den ersten Satz, doch Novak Djokovic siegt 4:6, 6:4, 6:4. Der Serbe steht nun bei 32:0 in Peking und hat Nadals Rekord übertroffen.

Lange sah es nach dem großen Coup aus, am Ende stand doch wieder Novak Djokovic als Sieger da. Alexander Zverev hat das Viertelfinale der China Open in Peking am Sonntag verloren: Novak Djokovic gewann mit 4:6, 6:4, 6:4. Der an Nummer eins gesetzte Hamburger holte den ersten Satz und schlug 19 Asse, doch nach 2:35 Stunden jubelte der 39-jährige Serbe.
Mit dem Sieg baut Djokovic eine Serie aus, die im Profitennis kaum zu glauben ist: 32 Matches hat er in Peking gespielt, 32 hat er gewonnen.
Zverev mit Rückenwind – und dann kippt das Match
Zverev war mit viel Selbstvertrauen in das lange erwartete Duell gegangen. Im Achtelfinale hatte er Shang Juncheng klar geschlagen, und auch gegen Djokovic legte er stark los. Der Weltranglistenzweite servierte druckvoll, sein Gegner fand zunächst nicht ins Spiel. „Ich hatte einen schrecklichen Start. Zwei Doppelfehler zu Beginn“, sagte Djokovic laut ATP. Schon ab der Mitte des ersten Satzes habe er aber gespürt, dass er einen guten Rhythmus finde.
Dieser Rhythmus zeigte sich vor allem beim eigenen Aufschlag. Djokovic gewann 82 Prozent der Punkte nach dem ersten Aufschlag (53 von 65) und setzte Zverev damit in den Sätzen zwei und drei dauerhaft unter Druck. Am Ende brachte ein Break gegen den Deutschen die Entscheidung. Im direkten Vergleich führt Djokovic nun mit 10:5 Siegen.
Nadals Rekord ist Geschichte
Vor dem Match lag Djokovic mit 31 Siegen in Serie bei einem Turnier gleichauf mit Rafael Nadal, der diese Bestmarke in Roland Garros aufgestellt hatte. Mit dem 32. Sieg ist der Serbe allein vorn: Kein Mann der Open Era hat bei einem Turnier auf der Tour so viele Matches in Folge gewonnen, ohne je zu verlieren.
Dazu kommt ein weiterer Eintrag in den Geschichtsbüchern. Seit Einführung der Weltrangliste 1973 haben nur drei Männer nach ihrem 39. Geburtstag einen Top-3-Spieler geschlagen: Ken Rosewall, Jimmy Connors und jetzt Djokovic.
Dabei war die Woche für ihn nicht ohne Risiko. In der Runde zuvor musste er gegen Bu Yunchaokete einen Rückstand drehen, ehe die Serie gegen Zverev weiterging.
Medvedev wartet, Zverev richtet den Blick nach Shanghai
Im Halbfinale am Montag trifft Djokovic auf Daniil Medvedev. Der Russe, der zuletzt das Turnier in Hangzhou gewonnen hat, schlug am Sonntag Francisco Cerundolo mit 7:6 (4), 6:3. In der anderen Hälfte des Tableaus stehen sich Alex de Minaur und Hubert Hurkacz gegenüber. De Minaur gab gegen Andrey Rublev den ersten Satz mit 1:6 ab und gewann trotzdem noch mit 1:6, 6:2, 6:3. Hurkacz setzte sich gegen Karen Khachanov mit 7:6 (2), 6:2 durch.
Für Zverev ist die Niederlage bitter, denn der Sieg war bis in den dritten Satz greifbar. Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht: Am 7. Oktober beginnt das Masters in Shanghai. Djokovic dagegen kann in Peking mit zwei weiteren Siegen auf 34:0 stellen – das Halbfinale gegen Medvedev ist der nächste Schritt dorthin.
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