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ATP

Schreckmoment am Knöchel: Zverev zittert sich in Shanghai an Wu vorbei

Alexander Zverev knickt gegen Wu Yibing mit dem linken Knöchel um, gewinnt aber 6:4, 7:6 und bleibt im Rennen um Platz eins. Nächster Gegner: Quentin Halys.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Partynia / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Für einen Moment stockte deutschen Tennisfans der Atem. Alexander Zverev lag beim Stand von 5:5 im zweiten Satz an der Grundlinie und hielt sich den linken Knöchel. Am Ende stand trotzdem ein 6:4, 7:6 (7:4) gegen den chinesischen Wildcard-Spieler Wu Yibing – und der Topgesetzte ist beim Masters in Shanghai weiter im Rennen.

Sturz an der Grundlinie

Lange lief das Auftaktmatch des Weltranglistenzweiten nach Plan. Den ersten Satz gegen den Weltranglisten-113. holte Zverev mit 6:4, auch im zweiten Durchgang hatte er die Partie weitgehend im Griff. Dann der Schreckmoment: Bei einem Hechtsprung nach einem Ball rutschte der Hamburger weg, stürzte und griff sich an den linken Knöchel. Wu nutzte die Situation und ging mit 6:5 in Führung, das Publikum witterte plötzlich die Überraschung.

Nach einer kurzen Unterbrechung bewegte sich Zverev wieder vergleichsweise frei. Er brachte sein Aufschlagspiel durch, erzwang den Tiebreak und profitierte dort von mehreren Fehlern des Lokalmatadors. Den zweiten Matchball verwandelte er, als Wu einen Ball ins Aus schlug.

Die Bilder weckten unweigerlich Erinnerungen an das Halbfinale der French Open 2022 gegen Rafael Nadal, als Zverev sich schwer am Knöchel verletzte und im Rollstuhl vom Platz gebracht wurde. Diesmal blieb es nach allem, was die Schlussphase zeigte, beim Schrecken.

Platz eins zum Jahresende in Reichweite

Für Zverev steht in Shanghai viel auf dem Spiel. Weil Jannik Sinner seine Saison wegen Kniebeschwerden vorzeitig beendet hat, kann der Italiener die Punkte seiner Vorjahrestitel in Wien, Paris und bei den ATP Finals nicht verteidigen. Damit hat Zverev die große Chance, erstmals in seiner Karriere als Nummer eins ein Jahr abzuschließen.

Nach Berechnungen von beIN Sports könnte der Deutsche die Spitzenposition zum Jahresende bereits mit dem Einzug ins Halbfinale von Shanghai sicherstellen – oder wenn sowohl Carlos Alcaraz als auch Ben Shelton früh ausscheiden. Alcaraz, der zuletzt seinen Titel in Tokio verteidigt hat, steigt am Samstag gegen Juan Manuel Cerúndolo ins Turnier ein.

Shelton hat seine Aufgabe am Freitag bereits erledigt: An seinem 24. Geburtstag schlug der US-Amerikaner Daniel Altmaier mit 6:3, 7:6 (8:6). Für den Kemptener war damit in der zweiten Runde Schluss. Shelton trifft nun auf den Franzosen Arthur Géa, der seinen Landsmann Ugo Humbert mit 6:4, 3:6, 6:1 bezwang.

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Halys als nächste Hürde

In der dritten Runde wartet auf Zverev Quentin Halys. Der Franzose überstand gegen Alexander Blockx ein echtes Drama: Im Tiebreak des zweiten Satzes wehrte er zwei Matchbälle ab, gewann ihn mit 11:9 und setzte sich schließlich mit 4:6, 7:6, 6:4 durch.

Weniger Glück hatte am Freitag Yannick Hanfmann, der gegen den an sieben gesetzten Frances Tiafoe mit 4:6, 4:6 verlor. Für eine der größten Überraschungen des Tages sorgte der japanische Qualifikant Rei Sakamoto, Nummer 137 der Welt, der Andrey Rublev mit 6:4, 6:4 aus dem Turnier warf. Zuvor war bereits Novak Djoković an Hubert Hurkacz gescheitert, was Zverevs Tableauhälfte weiter ausdünnt.

Entscheidend wird nun sein, wie der Knöchel die Nacht übersteht. Hält er, könnte Zverev mit einem Halbfinaleinzug in Shanghai das Rennen um Platz eins schon vor den ATP Finals in Turin entscheiden. Das Duell mit Halys ist für Sonntag vorgesehen.

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