Djoković holt siebten Peking-Titel – De Minaur gibt verletzt auf
Novak Djoković gewinnt die China Open zum siebten Mal: Alex de Minaur muss im Finale mit einer Leistenverletzung aufgeben. Titel Nummer 102, Bilanz in Peking 34:0.

In Peking verliert Novak Djoković einfach nicht. Der 39-Jährige gewann am Dienstag zum siebten Mal die China Open. Im Finale gab Alex de Minaur früh im zweiten Satz mit einer Leistenverletzung auf. Djoković hatte den umkämpften ersten Satz mit 7:6 (3) gewonnen. Offiziell lautet das Ergebnis 7:6 (3), 0:1, Aufgabe. Der Australier hatte das erste Spiel des zweiten Durchgangs also noch für sich entschieden.
Es ist der 102. Turniersieg in Djokovićs Karriere. Damit fehlt ihm nur noch ein Titel zu Roger Federers 103. Bei den China Open steht er jetzt bei 34 Siegen und keiner einzigen Niederlage.
Ein Finale ohne echtes Ende
Der erste Satz war eine harte Abnutzungsschlacht und ging in den Tiebreak, den Djoković mit 7:3 gewann. Danach ließen sich beide Spieler medizinisch behandeln. De Minaur verließ dafür den Platz. Er kam zurück und brachte seinen ersten Aufschlag im zweiten Satz durch, doch weiterspielen konnte er nicht.
Bei der Siegerehrung entschuldigte sich der Australier beim Publikum. „Ich möchte mich bei all den großartigen Fans entschuldigen, die gekommen sind, um dieses Match zu sehen. So wollte ich nicht aufhören“, sagte er laut Tennis365. Seinem Gegner gratulierte er ausdrücklich. Als Tennisfan sei es „ziemlich beeindruckend“ gewesen, Djokovićs Tennis in dieser Woche zu verfolgen. Zu seinem Zustand sagte er nur: „Ich fühle mich nicht gut.“
Der 27-Jährige wollte als erster Australier das Turnier gewinnen. Für ihn war es das dritte Finale 2026 und das zehnte auf ATP-500-Ebene. Auf dem Weg dorthin besiegte er Andrey Rublev und drehte das Match gegen Quentin Halys. Im Halbfinale gab Hubert Hurkacz im zweiten Satz verletzt auf.
Rekorde im Wochentakt
Für Djoković war es eine historische Woche. Zum ersten Mal seit drei Jahren schlug er bei einem Turnier drei Top-10-Spieler. Im Viertelfinale war darunter auch der Weltranglistenzweite Alexander Zverev, den Djoković 4:6, 6:4, 6:4 bezwang. Das Halbfinale gegen Daniil Medwedew endete mit der Disqualifikation des Russen, nachdem dieser einen Zuschauer getroffen hatte.
Laut Tennis Majors hat Djoković nun 21 Saisons in Folge mindestens einen Titel gewonnen. Das ist Rekord in der Open Era. Seit Ken Rosewall 1977 hat außerdem kein Mann nach seinem 39. Geburtstag ein Tour-Turnier gewonnen. Und seit Einführung der Kategorie im Jahr 2009 war kein ATP-500-Champion älter.
„Ich habe einfach versucht, ein gutes Gefühl auf dem Platz zu finden“, sagte Djoković nach Angaben von TSN. Seine Saison bezeichnete er wegen körperlicher Probleme als „ziemlich herausfordernd“.
Turin wieder in Reichweite
Der Sieg in Peking verändert Djokovićs Saisonfinale. Laut Tennis Majors klettert er in der Weltrangliste am kommenden Montag voraussichtlich von Platz elf auf Platz acht. Im Rennen um die ATP Finals liegt er jetzt auf Rang neun, damit ist Turin wieder ein realistisches Ziel. Direkt hinter ihm steht De Minaur auf Rang zehn. Für ihn kommt die Leistenverletzung deshalb zur denkbar schlechtesten Zeit.
Beide sind für das Masters in Shanghai gemeldet, das am Mittwoch beginnt. Djoković steht dort in der Hälfte des topgesetzten Zverev. Ob De Minaur antreten kann, hängt davon ab, wie schnell sich seine Leiste in den nächsten Tagen erholt.
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