Historisch: Zverev beendet 2026 als Nummer eins der Welt
Durch Alcaraz' Aus in Shanghai ist es amtlich: Alexander Zverev beendet das Jahr als erster Deutscher an der Spitze der Weltrangliste. Am Dienstag wartet Bublik.

Jetzt ist es amtlich: Alexander Zverev beendet das Tennisjahr 2026 als Nummer eins der Weltrangliste. Der Hamburger musste dafür am Montag nicht einmal selbst auf den Platz. Entschieden wurde es durch die Niederlage von Carlos Alcaraz, der in der dritten Runde des Masters von Shanghai dem Belgier Zizou Bergs mit 5:7, 6:7 (4) unterlag. Danach kann niemand mehr an Zverev vorbeiziehen.
Damit gelingt ihm etwas, das noch kein deutscher Spieler geschafft hat. Boris Becker führte die Weltrangliste 1991 zwar insgesamt zwölf Wochen lang an, ein Jahr als Nummer eins beendet hat er aber nie. Laut ATP ist Zverev mit 29 Jahren außerdem der älteste Spieler, der zum ersten Mal als Jahresbester abschließt.
„Ein wahr gewordener Traum“
„Es war eine fantastische Saison für mich, mit den Siegen in Paris und New York. Und zu wissen, dass ich das Jahr an der Spitze der Rangliste beenden werde, ist einfach ein wahr gewordener Traum“, sagte Zverev der ATP-Website. Er erinnerte dabei auch an sein Comeback nach der schweren Knöchelverletzung, die er sich im Halbfinale der French Open 2022 zugezogen hatte.
Die Saison spricht für sich. In Roland Garros und bei den US Open gewann Zverev seine ersten beiden Grand-Slam-Titel, nachdem er zuvor drei Major-Endspiele verloren hatte. Bei den Australian Open erreichte er das Halbfinale, in Wimbledon das Finale. Mit dem Dreisatzsieg gegen Quentin Halys am Sonntag steht er bei 60 Matchsiegen in diesem Jahr, so viele wie kein anderer Spieler auf der Tour.
Sinners Aus brachte die Wende
Entscheidend war die Nachricht aus der vergangenen Woche: Jannik Sinner, die aktuelle Nummer eins, beendete seine Saison wegen einer Entzündung im rechten Knie vorzeitig. Der Italiener hat seit dem Wimbledon-Finale im Juli gegen Zverev kein Match mehr bestritten. Vor Shanghai lag er im Live-Race nach Turin 810 Punkte hinter dem Deutschen und konnte nicht mehr punkten.
Danach kamen nur noch Alcaraz und Ben Shelton in Frage, die beide jeweils mehr als 4000 Punkte Rückstand hatten. Laut ATP-Rechnung brauchte Zverev entweder das Halbfinale in Shanghai, oder beide Verfolger mussten ausscheiden. Shelton verlor am Sonntag gegen den Franzosen Arthur Géa, Alcaraz einen Tag später gegen Bergs.
Einen Haken hat die Sache noch. Derzeit ist Zverev die Nummer zwei, und auch nach Shanghai wird er Sinner im Ranking noch nicht überholen. Den Sprung an die Spitze soll er laut AP aber noch vor dem Saisonende am 23. November schaffen.
Am Dienstag gegen Bublik
Abgeschlossen ist das Turnier in Shanghai für Zverev deshalb noch lange nicht. Der topgesetzte Deutsche hatte sich in der zweiten Runde trotz eines Schreckmoments am Knöchel gegen Wu durchgesetzt. Im Achtelfinale trifft er am Dienstag auf Alexander Bublik. Bergs, der Zverev mit seinem Sieg über Alcaraz indirekt die Krone aufgesetzt hat, kämpft gegen Tommy Paul um den Einzug ins Viertelfinale. Paul hatte zuvor Titelverteidiger Valentin Vacherot ausgeschaltet.
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