Anisimova beendet Saison 2026 wegen Handgelenksverletzung
Die Weltranglisten-Elfte Amanda Anisimova spielt 2026 nicht mehr. Eine wiederkehrende Handgelenksverletzung kostet sie den Titel in Peking und die Finals-Chance.

Titelverteidigerin verzichtet auf den Rest der Saison
Amanda Anisimova beendet ihre Saison 2026 vorzeitig. Die US-Amerikanerin gab am Montag bekannt, dass eine wiederkehrende Verletzung am linken Handgelenk sie für den Rest des Jahres außer Gefecht setzt. Eine Rückkehr ist erst 2027 geplant. "Ich habe mir erneut eine Handgelenksverletzung zugezogen, um die ich mich kümmern muss", sagte Anisimova. "Zeit, gesund zu werden, neu zu starten und euch 2027 wiederzusehen."
Damit verzichtet Anisimova auf die Titelverteidigung beim China Open in Peking, wo sie 2025 triumphiert hatte. Bereits in der Vorwoche hatte sie wegen desselben Problems beim WTA-500-Turnier in Singapur abgesagt. Ihr letztes Match liegt bereits Wochen zurück: eine Drittrunden-Niederlage gegen Anastasia Potapova bei den US Open. Auch beim bevorstehenden Turnier in Wuhan wird sie fehlen.
Vom Karrierehoch zum abrupten Saisonende
Anisimova war mit Rang drei, ihrer bis dahin besten Weltranglistenposition, in die Saison 2026 gestartet – nach einem starken 2025 mit zwei WTA-1000-Titeln und zwei aufeinanderfolgenden Grand-Slam-Finals. In Wimbledon unterlag sie im Endspiel Iga Swiatek deutlich mit 0:6, 0:6, ehe sie diese Niederlage Wochen später bei den US Open im Viertelfinale gegen dieselbe Swiatek revanchierte und erst im Finale gegen Aryna Sabalenka in drei Sätzen scheiterte. Diese Serie machte sie zu einer der größten Bedrohungen im Feld für die Saison 2026. Zum Vergleich: In den Jahren zuvor hatte Anisimova nie über das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers hinausgeschafft, sodass der Sprung in gleich zwei Endspiele als eine der größten Comeback-Geschichten der Tour 2025 galt.
Die Handgelenksprobleme haben diesen Schwung nun gebremst. Da die 1.000 Punkte aus ihrem Peking-Titel 2025 ohne Ersatz aus der Wertung fallen, dürfte sie auf etwa Rang 16 zurückfallen und damit erstmals seit über einem Jahr die Top 15 verlassen. Ihre Saisonbilanz 2026 steht bei 22:12 – ein deutlicher Rückschritt gegenüber der Konstanz ihrer Vorsaison.
WTA-Finals-Chance praktisch dahin
Der vorzeitige Rückzug beendet zudem realistisch ihre Chancen auf die WTA Finals in Riad, bei denen sie 2025 debütiert hatte – ohne weitere Turniere kann sie den Rückstand auf die Konkurrentinnen um die acht Qualifikationsplätze nicht mehr aufholen. Anisimova ist nicht die einzige prominente Absage in der chinesischen Hauptstadt: Auch Jessica Pegula, Marta Kostyuk und Sorana Cirstea haben sich vom WTA-1000-Turnier zurückgezogen, dessen Feld weiterhin von Elena Rybakina und Aryna Sabalenka im Kampf um Platz eins der Jahresendwertung angeführt wird.
Für Anisimova steht nun die Genesung im Mittelpunkt. Als Zielpunkt für ihr Comeback nennt sie die Australian Open im Januar – rund drei Monate Zeit, um ein Handgelenk auszukurieren, das sie zuletzt drei Turniere in Folge gekostet und einen Teil ihres bislang besten Karrierejahres überschattet hat. Wie belastbar das Gelenk bis dahin wird, dürfte maßgeblich darüber entscheiden, ob sie an die Form ihres Ausnahmesommers 2025 anknüpfen kann.
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