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WTA

Revanche geglückt: Lilli Tagger stürmt in Osaka ins Viertelfinale

Die 18-jährige Osttirolerin Lilli Tagger schlägt Tereza Valentová glatt in zwei Sätzen und steht in Osaka im Viertelfinale. Sinja Kraus ist dagegen ausgeschieden.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Karney Hatch / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Lilli Tagger ist beim WTA-250-Turnier in Osaka im Viertelfinale. Die 18-jährige Osttirolerin besiegte im Achtelfinale die Tschechin Tereza Valentová in zwei Sätzen und revanchierte sich damit für eine Niederlage aus dem Frühjahr. Für Tagger ist es laut „heute“ das vierte Viertelfinale auf der WTA-Tour.

Comeback im ersten Satz, Kontrolle im zweiten

Ein Selbstläufer war es nicht. Im ersten Satz kassierte Tagger früh ein Break und lag 1:2 zurück. Lange Zeit lief sie einem Rückstand hinterher, glich aber zum 3:3 aus. Bei 6:5 nutzte sie ihre Chance, nahm Valentová erneut den Aufschlag ab und holte sich den Satz.

Im zweiten Durchgang spielte die Österreicherin deutlich druckvoller. Sie zog auf 4:1 davon und brachte den Vorsprung sicher ins Ziel. Nach 1:47 Stunden war der Einzug ins Viertelfinale perfekt.

„Ich habe vorher gewusst, wie schwierig die Aufgabe ist. Gegen eine Spielerin aus dem gleichen Jahrgang, die auch schnell nach oben will, ist das schon etwas Besonderes“, sagte Tagger nach dem Match laut tennisnet.

Revanche für Saint-Malo

Das bisher einzige Duell der beiden hatte Valentová gewonnen: Im Frühjahr setzte sich die Tschechin beim WTA-125-Turnier in Saint-Malo auf Sand mit 7:5, 7:5 durch, nach 152 Minuten. Diesmal drehte Tagger, die Nummer 57 der Welt, das Ergebnis gegen die Weltranglisten-88. auf dem Hartplatz in Japan um.

Schon zum Auftakt hatte Tagger gezeigt, dass sie in Osaka in Form ist. In der ersten Runde schlug sie die an Nummer fünf gesetzte Liudmila Samsonova 6:3, 6:3 in 73 Minuten, ohne einen einzigen Breakball abzugeben. Laut laola1 beendete sie damit eine Serie von drei Niederlagen in Folge.

Gegen die Topgesetzte ums Halbfinale

Im Viertelfinale wartet am Donnerstag entweder die an Nummer eins gesetzte US-Amerikanerin Ann Li oder die Türkin Zeynep Sönmez.

Historisch: Zverev beendet 2026 als Nummer eins der Welt

Das Jahr 2026 ist für die Schülerin von Francesca Schiavone bislang das Jahr des Durchbruchs. Im April schaffte sie nach dem Viertelfinale in Linz den Sprung in die Top 100. Im Juli gewann sie in Prag ihren ersten WTA-Titel, im Finale schlug sie Daria Snigur 7:6, 6:2. Damit wurde sie die jüngste Österreicherin, die auf diesem Niveau einen Titel holte. Ende Juli erreichte sie mit Platz 45 ihr bisheriges Karrierehoch. Bekannt ist Tagger vor allem für ihre einhändige Rückhand, die auf der Damentour mittlerweile eine Seltenheit ist. 2025 hatte sie bereits das Juniorinnen-Turnier der French Open gewonnen.

Aus für Sinja Kraus

Für die zweite Österreicherin im Feld ist das Turnier dagegen vorbei. Die 24-jährige Wienerin Sinja Kraus verlor im Achtelfinale gegen die an Nummer vier gesetzte Australierin Talia Gibson 2:6, 1:6. In beiden Sätzen gab Kraus die ersten drei Spiele ab und fand gegen Gibsons wuchtige Grundschläge kein Mittel. Nach 72 Minuten verwandelte die 22-jährige Gibson ihren ersten Matchball.

Tagger dagegen kann am Donnerstag ins Halbfinale einziehen und wäre dann nur noch zwei Siege von ihrem zweiten WTA-Titel nach Prag entfernt.

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