Sinner verteidigt Wimbledon-Titel – zehnter Sieg in Serie gegen Zverev
NewsAI + Redaktion

Sinner verteidigt Wimbledon-Titel – zehnter Sieg in Serie gegen Zverev

Jannik Sinner bezwingt Alexander Zverev im Wimbledon-Finale in vier Sätzen und feiert seinen fünften Grand-Slam-Titel – den zehnten Sieg in Serie gegen den Deutschen.

T

Tennis Post Redaktion

2 min read · 14. Juli 2026

Share

Foto: Foto: Wikimedia Commons

Jannik Sinner bleibt das Maß aller Dinge im Herrentennis. Der Weltranglistenerste aus Italien bezwang Alexander Zverev am Sonntag im Finale von Wimbledon mit 6:7 (7:9), 7:6 (7:2), 6:3, 6:4 und verteidigte damit seinen Titel beim wichtigsten Rasenturnier der Welt. Nach 3:46 Stunden stand fest: Es ist der fünfte Grand-Slam-Titel für Sinner, der zweite in Wimbledon.

Die Dimension des Erfolgs lässt sich auch historisch fassen: Sinner ist erst der zehnte Spieler der Open Era, dem in Wimbledon eine Titelverteidigung gelang. Für den Sieg kassierte er 3,6 Millionen Pfund – das Turnier schüttete in diesem Jahr insgesamt 64,2 Millionen Pfund aus, zehn Prozent mehr als 2025.

Ein Tiebreak kippt das Finale

Zverev, der als erster Deutscher seit Boris Becker 1995 in ein Wimbledon-Endspiel eingezogen war, erwischte den besseren Start und holte sich den ersten Satz im Tiebreak mit 9:7. Doch Sinner antwortete auf seine Weise: Den Tiebreak des zweiten Durchgangs dominierte er mit 7:2, anschließend zog er mit 6:3 und 6:4 davon. Der Deutsche hielt lange dagegen, fand aber gegen die Konstanz des Italieners kein Mittel mehr.

Für Zverev war es bereits die zehnte Niederlage in Serie gegen Sinner. Wie sehr ihn diese Bilanz beschäftigt, verpackte er bei der Siegerehrung in einen Scherz: „Zuallererst – Jannik, ich mag dich nicht mehr", sagte Zverev, und das Publikum lachte. Seine anschließenden Worte rührten Sinners Box zu Tränen.

Der Weg zum fünften Major

Ein Spaziergang war das Turnier für den Titelverteidiger nicht. Zum Auftakt benötigte Sinner gegen Miomir Kecmanovic vier Sätze, danach setzte er sich gegen Nuno Borges, Aleksandar Vukic und Jenson Brooksby durch. Im Viertelfinale beendete er mit 7:5, 7:6, 6:3 das Märchen von Jan-Lennard Struff, ehe er im Halbfinale Novak Djokovic mit 6:4, 6:4, 6:4 entzauberte.

Der 39 Jahre alte Serbe hatte zuvor noch Geschichte geschrieben: Mit seinem 107. Wimbledon-Matchsieg überholte Djokovic Roger Federer, im Viertelfinale gegen Felix Auger-Aliassime bestritt er mit 5:15 Stunden zudem das längste Wimbledon-Viertelfinale aller Zeiten. Gegen Sinner aber war auch für ihn Endstation.

„Tough after Paris"

Der Champion selbst wirkte nach dem Finale gelöst – und wurde grundsätzlich. „There's no better place honestly to play tennis – you never know how many times you can come back on Sunday", sagte Sinner: Es gebe ehrlicherweise keinen besseren Ort, um Tennis zu spielen, und man wisse nie, wie oft man an einem Finalsonntag zurückkehren dürfe.

Dann ließ er durchblicken, wie viel ihm gerade dieser Titel bedeutet: „This one means a lot, because it was tough after Paris." Die Wochen nach Paris seien hart gewesen – umso größer war die Erleichterung am Sonntagabend auf dem Rasen von London.

Die Spitze bleibt zementiert

In der am Montag veröffentlichten Weltrangliste thront Sinner mit 13.450 Punkten weiter unangefochten an der Spitze, Zverev folgt als neue Nummer zwei. Auch im Race zu den ATP Finals in Turin führt der Italiener mit 1.410 Punkten Vorsprung vor dem Deutschen – beide sind für das Saisonfinale bereits qualifiziert. Das nächste Kapitel ihrer Rivalität ist damit nur eine Frage der Zeit.

Share
TennisNews
T

Tennis Post Redaktion

The Tennis Post editorial team covers professional tennis worldwide — ATP, WTA, Grand Slams and beyond.