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WTA

Kalinskaya wirft Svitolina raus – kein Handschlag nach brisantem Duell

Anna Kalinskaya bezwang die an 9 gesetzte Elina Svitolina 6:3, 2:6, 6:3 und zog ins Achtelfinale ein. Der Handschlag fehlte – ein gewohntes Bild bei russisch-ukrainischen Duellen auf der Tour.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Hameltion / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kalinskaya übernimmt das Kommando – Svitolina findet kein Mittel

Anna Kalinskaya hat am Samstag eine der meistdiskutierten Partien der US Open 2026 gewonnen und die an Nummer neun gesetzte Elina Svitolina mit 6:3, 2:6, 6:3 in der dritten Runde aus dem Turnier geworfen. Die 21. Setzlistenfrau zog damit erstmals bei einem US Open ins Achtelfinale ein. Ihr Rezept über weite Strecken des Matches: flacher, aggressiver Grundlinien-Tennis, der der Ukrainerin wenig Zeit zur Verteidigung ließ.

Im ersten Satz setzte Kalinskaya gleich ein Statement. Mit einem frühen Break legte sie den Grundstein, verteidigte ihren Aufschlag konsequent und gewann den Durchgang klar mit 6:3. Svitolina – auf der Tour bekannt für ihre zermürbende Defensive – fand in dieser Phase keinen Rhythmus. Kalinskayas Schläge kamen flach, tief und mit hoher Konsequenz.

Svitolina kämpft sich zurück – aber nur kurz

Der zweite Satz gehörte der Ukrainerin. Svitolina verlangsamte das Tempo des Matches, verlängerte die Rallyes in ihre bevorzugte Länge und zwang Kalinskaya zu mehr Fehlern. Das Ergebnis war ein klares 6:2 für die Neuntsetzerin, die damit ausglich und Hoffnung auf eine Wende nährte. Die Qualitäten, die Svitolina über eine Jahrzehnte lange Karriere ausgezeichnet haben – Geduld, Mentalstärke, physische Belastbarkeit – wurden im zweiten Satz sichtbar.

Doch der entscheidende Satz verlief wieder nach dem Muster des ersten. Kalinskaya brach früh auf, ließ sich den Vorsprung nicht nehmen und gewann 6:3. Die Russin hatte das Niveau ihres Auftaktsatzes im Entscheidenden reproduziert – das war am Ende der Ausschlag gebende Unterschied. Die Partie dauerte etwas mehr als zwei Stunden.

Kein Handschlag: Das Bild, das bleibt

Mindestens genauso viel Aufmerksamkeit wie die Scorecard erfuhr der Moment unmittelbar nach dem letzten Punkt. Kalinskaya und Svitolina verzichteten auf den traditionellen Handschlag am Netz. Svitolina hat seit der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 bei Grand-Slam-Turnieren konsequent darauf verzichtet, russischen und belarussischen Spielerinnen die Hand zu geben. Diese Haltung hat sie mehrfach öffentlich begründet und auch in New York aufrechterhalten.

Das Thema beschäftigt die Tennisszene seit Jahren und wird sowohl von Unterstützern als auch von Kritikern regelmäßig neu bewertet. In New York blieb die Situation nach dem Schlusspunkt auf dem Platz sachlich — beide Spielerinnen verließen den Court ohne weitere Geste. Keine gab unmittelbar danach ein Statement ab.

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Das Tableau öffnet sich weiter

Für Kalinskaya selbst ist das Achtelfinale der US Open ein Karriereschritt. Die 21. Setzlistenfrau hatte in ihrer Laufbahn bereits in anderen Stadien des Großen Spiels Ausrufezeichen gesetzt, doch ein Achtelfinale beim US Open war ihr zuvor noch nicht gelungen. Mit einem Sieg über eine Top-10-Spielerin in dieser Runde wächst ihre Reputation auf der Tour erheblich.

Mit Svitolinas Ausscheiden verliert der obere Teil des WTA-Tableaus eine weitere gesetzte Spielerin. Ebenso am Samstag wurde Siebtsetzerin Karolína Muchová eliminiert – sie unterlag Emma Navarro mit 3:6, 5:7. Für Kalinskaya öffnet sich damit im Achtelfinale eine beträchtliche Chance auf einen weiteren Tiefenlauf.

Titelverteidigerin und Topgesetzte Aryna Sabalenka steht ebenfalls im Achtelfinale und bleibt die klare Favoritin auf den Turniersieg. Jessica Pegula gewann ihr Drittrundenmatch ebenfalls in drei Sätzen. Die US Open 2026 treten damit in die Runde der letzten 16 ein – mit mehreren Außenseiterinnen, die auf dem Papier reale Titelchancen besitzen.

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