Peking-Auslosung: Rybakinas Nummer 1 steht auf dem Spiel
Nur 1.007 Punkte trennen Elena Rybakina von Aryna Sabalenka vor dem China Open. Swiatek und Gauff lauern in Rybakinas Tableauhälfte.

Nur 1.007 Punkte Unterschied
Die Auslosung für das WTA-1000-Turnier China Open in Peking macht die letzten Wochen der Saison zu einem echten Kampf um Platz eins. Elena Rybakina, die nach ihrem US-Open-Titel an die Spitze der Weltrangliste gerückt war, geht als Topgesetzte ins Turnier - nur 1.007 Punkte trennen sie von der Zweitgesetzten Aryna Sabalenka. Das Hauptfeld startet am Mittwoch, das Turnier läuft bis zum 11. Oktober.
Damit Sabalenka realistische Chancen auf die Rückeroberung von Platz eins hat, muss sie den Titel in Peking wohl komplett holen und damit die vollen 1.000 Punkte einsammeln - und selbst dann könnte sie zusätzlich auf Schützenhilfe aus anderen Teilen des Tableaus angewiesen sein. Ihr erklärtes Ziel bleibt, die Saison als Nummer eins zu beenden, wofür auch ein starker Auftritt bei den WTA Finals nötig wäre.
Rybakina mit dem schwierigeren Tableau
Die Auslosung meint es nicht gut mit der Topgesetzten: Coco Gauff, Peking-Siegerin von 2024 und an vier gesetzt, landet in derselben Tableauhälfte wie Rybakina. Auch die Championin von 2023, Iga Swiatek, ist in diesem Teil des Feldes platziert - ein mögliches Viertelfinale gegen Gauff wäre die Folge. Swiatek führt die direkte Bilanz gegen Gauff mit 11:5, wobei Gauff das einzige Duell der beiden in dieser Saison beim United Cup klar für sich entschied. Sabalenka dagegen bekommt in den frühen Runden auf der anderen Tableauseite einen deutlich angenehmeren Weg.
Die Brisanz der Auslosung reicht über das Duell an der Spitze hinaus: Auch Mirra Andreeva kämpft in Peking um Punkte für die WTA Finals in Riad, sodass ein tiefer Lauf durch das Turnier nicht nur für Rybakina und Sabalenka, sondern für das gesamte obere Tableau von Bedeutung ist.
Ein Feld voller früherer Champions - ohne die Lokalmatadorin
Neben Gauff und Swiatek sorgt auch die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka, Peking-Championin von 2019, für zusätzliche Brisanz im Teilnehmerfeld. Mit Mirra Andreeva als fünfter Gesetzter rundet sich ein Teilnehmerfeld, in dem gleichzeitig die Weltranglistenspitze, ein prestigeträchtiger China-Open-Titel und die Form vor den WTA Finals auf dem Spiel stehen.
Ausgerechnet die größte chinesische Hoffnung fehlt: Zheng Qinwen, chinesische Nummer eins und erst vor wenigen Wochen Viertelfinalistin bei den US Open, hat ihr Heimturnier verletzungsbedingt abgesagt. Damit fehlt dem Gastgeberland sein prominentester Name ausgerechnet in der Woche, in der die lokale Berichterstattung sonst auf sie zugeschnitten gewesen wäre.
Ein Rennen bis zum 11. Oktober
Wer sich durch die vollgepackte obere Tableauhälfte kämpft, nimmt entscheidenden Schwung mit in die Debatte um die Saisonfinals. Für Rybakina wird die Verteidigung ihrer Weltranglistenposition in den kommenden zwei Wochen in Peking damit fast so wichtig wie der Pokal selbst - bei einem Punktevorsprung von nur 1.007 Zählern könnte schon ein frühes Ausscheiden einer der beiden Spielerinnen die Tabellenspitze noch vor der Saisonabschlussphase neu sortieren.
Top-Stories der Redaktion
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Historisch: Zverev beendet 2026 als Nummer eins der Welt
Durch Alcaraz' Aus in Shanghai ist es amtlich: Alexander Zverev beendet das Jahr als erster Deutscher an der Spitze der Weltrangliste. Am Dienstag wartet Bublik.
Jetzt ist es amtlich: Alexander Zverev beendet das Tennisjahr 2026 als Nummer eins der Weltrangliste. Der Hamburger musste dafür am Montag nicht einmal selbst auf den Platz. Entschieden wurde es durch die Niederlage von Carlos Alcaraz, der in der dritten Runde des Masters von Shanghai dem Belgier Zizou Bergs mit 5:7,…