Sabalenka eröffnet Jagd auf dritten US-Open-Titel mit Kantersieg
Weltranglistenerste Aryna Sabalenka besiegt Camila Osorio 6:2, 6:4 und startet damit ihre Jagd auf den dritten US-Open-Titel in Folge.

Klarer Auftaktsieg für die Titelverteidigerin
Weltranglistenerste Aryna Sabalenka hat ihre Mission zum dritten US-Open-Titel in Folge mit einem eindrucksvollen 6:2, 6:4-Sieg über die Kolumbianerin Camila Osorio eröffnet. Die Partie am Montag in Flushing Meadows dauerte lediglich eine Stunde und 27 Minuten — ein unmissverständliches Signal an die gesamte Konkurrenz.
Die 28-jährige Belarussin trat als überragende Favoritin an, und die Leistung im ersten Durchgang ließ keinen Zweifel daran, warum. Ihr Aufschlag war kaum zu breaken, die Grundlinienschläge zu wuchtig für Osorio. Sabalenka verlor lediglich drei Games über beide Sätze hinweg. Im ersten Abschnitt eröffnete sie mit einem frühen Break, ließ nie locker und spielte schlicht auf einem anderen Niveau als ihre Gegnerin.
Beeindruckende Statistiken in New York
Die Zahlen unterstreichen Sabalenkas Dominanz auf dieser Bühne eindrucksvoll. Der Sieg am Montag war ihr 14. in Serie bei den US Open — und zugleich der 24. aufeinanderfolgende Erstrundensieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Keine andere aktive Spielerin im Damentennis kommt auch nur annähernd an diese Konstanz heran. Dieses Maß an Verlässlichkeit auf dem größten Tennisschauplatz der Welt ist außergewöhnlich und unterstreicht Sabalenkas besonderen Status.
Im ersten Satz dominierte sie nach Belieben und ließ Osorio kaum Luft zum Atmen. Der zweite Durchgang verlief etwas ausgeglichener; die Kolumbianerin fand zwischenzeitlich einen Rhythmus und konnte einige längere Ballwechsel erzwingen. Doch Sabalenka fand stets eine Antwort, brachte ihr Aufschlagspiel sicher durch und schloss den zweiten Satz souverän ab.
Auf den Spuren von Graf und Williams
Drei US-Open-Titel in Folge: Im Open-Zeitalter gelang das bei den Damen bisher nur Steffi Graf (1995–1997) und Serena Williams (2012–2014). Sabalenka steht nun an der Schwelle, ihren Namen in diese exklusive Liste einzutragen. Mit ihrer Stärke auf Hartplatz, ihrer Vorliebe für die New Yorker Verhältnisse und der mentalen Reife der letzten Jahre ist ihr dieses Kunststück absolut zuzutrauen.
„Ich fühle mich hier sehr wohl, New York gibt mir Energie", sagte Sabalenka nach dem Match. „Ich versuche, jeden Punkt zu genießen und bis ans Ende zu kämpfen."
Die Belarussin präsentierte sich in den vergangenen Wochen in starker Verfassung auf Hartplatz und kommt mit breiter Brust nach Flushing Meadows. Ihr Weg durch die Tableauhälfte erscheint zunächst machbar, doch die eigentlichen Prüfungen werden im Viertel- und Halbfinale beginnen, wenn die Konkurrenz der Extraklasse wartet.
Top-Konkurrentinnen ebenfalls im Rennen
Auch die anderen Topfavoritinnen haben sauber eröffnet. Iga Swiatek, an Nummer acht gesetzt und frühere Weltranglistenerste, gewann ihre Erstrundenpartie souverän mit 6:2, 6:3 über Wang Xiyu, während Elena Rybakina als Nummer zwei ebenfalls problemlos weiterkam. Das obere Ende des Tableaus ist damit weitgehend intakt — und der Wettbewerb unter den Topfrauen verspricht, ab der zweiten Woche hochklassig zu werden.
Für Sabalenka zählt indes nur ein Ziel: den dritten Titel in Folge holen und damit Tennisgeschichte schreiben. Ihre Konstanz in New York ist bemerkenswert — kein aktiver Spieler im Damenbereich hat derzeit eine vergleichbare Siegesserie bei einem einzelnen Grand-Slam-Turnier. Der Auftakt ist geglückt. 13 weitere Siege fehlen noch auf dem Weg in die Geschichtsbücher — und sie sieht bereits danach aus, als wolle sie sie alle gewinnen.
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