Tsitsipas beendet Durststrecke mit Titel in Gstaad
Stefanos Tsitsipas gewann das Swiss Open Gstaad mit 6:4, 6:7(3), 6:3 gegen den belgischen Qualifikanten Raphaël Collignon – sein erster ATP-Titel seit 16 Monaten.

Stefanos Tsitsipas hat beim EFG Swiss Open Gstaad seinen ersten ATP-Titel seit rund 16 Monaten gefeiert. Der griechische Tennisstar besiegte im Finale den belgischen Qualifikanten Raphaël Collignon mit 6:4, 6:7(3), 6:3 und beendete damit eine für seine Verhältnisse ungewöhnlich lange Titellosigkeit. Beim Swiss Open Gstaad 2026 spielte er von Beginn an konzentriert auf und ließ sich auch von einem Rückschlag im zweiten Satz nicht aus dem Konzept bringen.
Ein Finale mit Wendepunkt im Tiebreak
Tsitsipas startete stark und gewann den Auftaktsatz klar mit 6:4. Im zweiten Durchgang lieferte sein Kontrahent jedoch Spitzentennis: Collignon erzwang den Tiebreak und entschied diesen mit 7:3 für sich. Zum ersten Mal in dieser Finalnacht drohte die Partie zu kippen. Doch Tsitsipas schüttelte den Rückschlag ab, presste im entscheidenden Satz von Beginn an aggressiv nach vorne und sicherte sich mit 6:3 den Titel. Seine Aufschlagquote und die Konstanz von der Grundlinie im dritten Durchgang waren auffällig stark.
Bereits am Vortag hatte Tsitsipas im Halbfinale Aleksandr Shevchenko in drei Sätzen 6:4, 3:6, 6:3 bezwungen. Auch diese Partie war kein Selbstläufer, doch der Grieche blieb in den entscheidenden Momenten konzentriert und nutzte die Chancen, die sich ihm boten.
Collignons märchenhafter Weg bis ins Finale
Raphaël Collignon war vor dem Turnier kaum über die Grenzen Belgiens hinaus ein Begriff. Der 25-Jährige aus Lüttich hatte die Qualifikation überstehen müssen und arbeitete sich dann Runde für Runde nach vorne. Im Halbfinale schaltete er den an Nummer drei gesetzten Argentinier Juan Manuel Cerundolo in einem packenden Dreisatz-Match aus, das er nach einem verlorenen ersten Satz mit 1:6, 7:6(5), 7:5 für sich entschied. Collignon hat in dieser Woche eindrucksvoll gezeigt, dass er auf Sand mit den Besten der Tour mithalten kann – ein Ausrufezeichen für das belgische Tennis, das zuletzt mit mehreren jungen Talenten auf sich aufmerksam gemacht hat.
Ranking-Boost und Blick nach vorne
Der Gstaad-Triumph dürfte Tsitsipas in der PIF-ATP-Weltrangliste auf rund Platz 51 zurückbringen. Das ist noch weit entfernt von seinem Karrierehoch auf Platz 3, aber ein konkreter Schritt nach vorne. Zu Beginn des Jahres war der Grieche zeitweise aus den Top 60 gefallen und suchte nach seiner Form. Der Sieg in den Schweizer Alpen sendet ein klares Signal: Auf Sand ist er weiterhin ein gefährlicher Gegner für jeden Spieler auf der Tour.
Die Sandplatzsaison in Europa geht in dieser Woche weiter. Das ATP-250-Turnier in Kitzbühel läuft bereits in den zweiten Runden – für ambitionierte Spieler bieten sich noch Möglichkeiten, vor dem Hartplatzschwung weitere Punkte und Selbstvertrauen zu sammeln. Das Gstaad-Trophäe jedenfalls trägt wieder einen griechischen Namen, und Tsitsipas wird die kommenden Wochen mit spürbar mehr Rückenwind angehen.
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