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WTA

Gauff gegen Pegula: Erstes US-Damenfinale in Cincinnati seit 56 Jahren

Coco Gauff bezwingt Bejlek 6:4, 6:1 und Jessica Pegula dreht ein 1:3 gegen Swiatek im dritten Satz — am Sonntag steht das erste rein-amerikanische WTA-Finale in Cincinnati seit 1970.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Rick Munroe / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Ein Stück Tennisgeschichte: Rein-amerikanische Damen-Finale nach 56 Jahren

Das Damen-Endspiel der Cincinnati Open wird an diesem Sonntag Geschichte schreiben: Zum ersten Mal seit 56 Jahren treffen zwei Amerikanerinnen im Finale um den Rookwood Cup aufeinander. Coco Gauff und Jessica Pegula setzten sich am Samstag in ihren Halbfinals durch — das letzte rein-amerikanische Cincinnati-Finale der Frauen fand 1970 statt, als Rosie Casals Nancy Richey besiegte.

Gauff, als Nummer vier gesetzt und amtierende Turniersiegerin von 2023, ließ der tschechischen Qualifikantin Sára Bejlek im Halbfinale keine Chance: 6:4, 6:1 in lediglich 76 Minuten. Bejlek hatte in dieser Woche durch Siege über gesetzte Spielerinnen für großes Aufsehen gesorgt — zuletzt mit einem Dreisatz-Erfolg über Madison Keys im Viertelfinale —, doch gegen eine fokussierte Gauff fehlte der Tschechin jeder Spielraum. Die Amerikanerin brach den Aufschlag der Gegnerin sieben Mal und lieferte eine Demonstration ihres technischen Repertoires auf hohem Niveau.

Weit dramatischer verlief das zweite Halbfinale: Jessica Pegula besiegte die amtierende Titelträgerin und Weltranglistenerste Iga Swiatek 7:5, 4:6, 6:4 in einem Match, das sich über fast drei Stunden erstreckte. Pegula gewann den ersten Satz in hoher Qualität, musste dann jedoch den zweiten Durchgang deutlich abgeben. Im entscheidenden dritten Satz geriet sie mit 1:3 in Rückstand — ehe sie fünf Spiele in Serie holte und das Match auf ihre Seite drehte. Es war einer der eindrucksvollsten Comebacks ihrer Karriere.

Pegula führt mit 45 Saisonsiegen die Tour an

Der Erfolg war für Pegula der 45. in diesem Jahr — die höchste Marke aller WTA-Spielerinnen in der Saison 2026. Swiatek, die Cincinnati 2025 gewonnen hatte und auf der Hartplatzsaison in großer Form war, kam gegen Pegulas aggressives Return-Spiel und ihre mentale Stabilität in den kritischen Momenten nicht an. Auch die Art und Weise, wie Pegula den Rückstand im dritten Satz wegsteckte und ausdrehte, spricht für eine Spielerin in Bestform.

Gauff reist mit dem besseren Papierform in das Finale: Sie hat im gesamten Turnier nur einen Satz abgegeben und wurde mit jeder Runde stärker. Ihr Vorhand-Spiel und die Präzision von der Grundlinie waren gegen Bejlek auf höchstem Niveau — ein Vorbote dessen, was Pegula am Sonntag erwartet.

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Ausgeglichene Bilanz — und die US Open im Hintergrund

Das Finale am Sonntag wird das zehnte direkte Aufeinandertreffen zwischen Gauff und Pegula sein. Die Bilanz ist mit 5:4 knapp für Pegula, doch die meisten ihrer Duelle wurden äußerst eng entschieden. Beide Spielerinnen kennen das Spiel der jeweils anderen in- und auswendig nach Jahren von Begegnungen auf der Grandstand-Ebene bis hin zu Grand Slams.

Im Hintergrund steht bereits die nächste große Herausforderung: Die US Open beginnen am Montag in New York. Gauff ist die amtierende Titelträgerin aus Flushing Meadows; Pegula erreichte dort 2024 das Finale und sucht nach ihrem ersten Grand-Slam-Titel. Für beide wäre ein Sieg in Cincinnati am Sonntag die denkbar stärkste Einstimmung auf das letzte Major des Jahres. Das Finale in Mason, Ohio ist für den Sonntagnachmittag angesetzt — ein Titel, 56 Jahre lang vergeblich von Amerikanerinnen gewartet.

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