Guadalajara: Viertelfinale komplett – acht Spielerinnen im Rennen
Stearns, Stephens, Bucsa und Bejlek sichern sich die vier letzten Viertelfinalatickets beim WTA 500 in Guadalajara. Ab Donnerstag kämpfen acht Spielerinnen um die Halbfinalplätze.

Vier Siege vervollständigen das Viertelfinale
Das Viertelfinale beim Guadalajara Open ist nahezu vollständig. Am Mittwoch setzen sich vier Spielerinnen in der Runde der letzten 16 durch. Sloane Stephens ließ Janice Tjen beim 7:6, 7:6 keine Chance, nachdem beide Durchgänge im Tiebreak entschieden wurden. Peyton Stearns schickte die Französin Diane Parry in zwei Sätzen nach Hause und sicherte sich einen Platz im amerikanischen Viertelfinale gegen Stephens. Spaniens Cristina Bucsa erledigte ihre Aufgabe gegen Panna Udvardy mit einem überzeugenden 6:4, 6:4, während die Tschechin Sára Bejlek Alycia Parks ebenfalls in zwei Sätzen aus dem Turnier warf.
Diese vier stoßen zu einem Trio aus dem Dienstag: Topgesetzte Marta Kostyuk, Liudmila Samsonova sowie Magdalena Frech hatten sich bereits am Vortag qualifiziert. Den achten Platz im Viertelfinale streiten sich Titelverteidigerin Iva Jovic und Zeynep Sönmez im Abendmatch.
Frech wartet auf ihre Viertelfinal-Gegnerin
Magdalena Frech steht als eine der soliden Favoritinnen für das Halbfinale fest. Die polnische Siebtsetzung hat in dieser Woche noch keinen Satz abgegeben und präsentiert sich in starker Verfassung. Im Viertelfinale bekommt sie es mit der Gewinnerin aus Jovic gegen Sönmez zu tun — ein offenes Duell mit unterschiedlichen Qualitäten. Jovic kennt die Bedingungen in Guadalajara aus ihrer Titelverteidigung im Vorjahr bestens, Sönmez hingegen überzeugt zuletzt mit aggressivem Grundlinienspiel. Für Frech wäre eine Begegnung mit der Titelverteidigerin eine besondere Prüfung vor heimischen Verhältnissen.
Amerikanisches Duell und Kostyuks Prüfung
Sportlich besonders reizvoll ist das Viertelfinale zwischen Stearns und Stephens — ein transatlantisches Generationenduell auf Mexikos Hartplatz. Stephens, einst US-Open-Siegerin und eine der renommiertesten Spielerinnen der WTA-Tour, trifft auf die jüngere Stearns, die sich in den vergangenen zwei Saisons als eine der konstantesten Amerikanerinnen auf Hartplatz etabliert hat. Gegen Parry zeigte Stearns am Mittwoch genau die Qualitäten, die sie gefährlich machen: frühes Breaken, starker Aufschlag und keine unnötigen Fehler. Stephens hingegen bewies in beiden Tiebreaks gegen Tjen ihre jahrelange Erfahrung mit Drucksituationen.
Im oberen Tableauviertel erwartet Topgesetzte Kostyuk die Aufgabe gegen Samsonova. Kostyuk, zuletzt in die Weltranglisten-Top-10 aufgerückt, hat in Guadalajara noch keinen Satz abgegeben und dominiert das Turnier mit konstant hohem Niveau. Samsonova ist an guten Tagen mit ihrer Aufschlagpower und Grundlinienkonsequenz eine Spielerin, die jeden Gegner fordern kann — das Viertelfinal-Duell verspricht hohes Tempo von der ersten Minute an.
Ausblick auf Donnerstag und den Titel
Bucsa und Bejlek treffen im unteren Tableauviertel aufeinander. Die Spanierin, die bisher insgesamt nur acht Games abgegeben hat, gilt als leichte Favoritin. Bejlek bringt aber Energie und flaches Grundlinienspiel mit, das jede Gegnerin zur Vorsicht zwingt. Der Titelfavor liegt klar bei Kostyuk, doch sowohl Frech als auch eine mögliche Rückkehrerin Jovic könnten das Bild in der zweiten Wochenhälfte noch einmal drehen. Das Viertelfinale beim Guadalajara Open beginnt am Donnerstag, dem 17. September, Halbfinale am Freitag, Finale am Samstag, dem 19. September.
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