Alcaraz souverän, Paul in fünf Sätzen: Traumduell im Achtelfinale
Carlos Alcaraz ließ Wu Yibing mit 6:3, 6:4, 6:1 keine Chance, während Tommy Paul im Fünfsatz-Krimi gegen Bublik aufholte. Im Achtelfinale duellieren sich der Titelverteidiger und der Lokalmatador.

Alcaraz: drei Siege, kein Satzverlust, kein Anzeichen von Schwäche
Titelverteidiger Carlos Alcaraz setzt bei den US Open 2026 ein unmissverständliches Zeichen. Der Spanier bezwang den Chinesen Wu Yibing in der dritten Runde mit 6:3, 6:4, 6:1 und bleibt damit ohne Satzverlust in diesem Turnier. Angesichts der vier Monate, die Alcaraz zuvor wegen einer Verletzung am rechten Handgelenk pausieren musste, ist dieser Start bemerkenswert. Sein Spiel — schnelle Grundlinienball, typische Stopps und lediglich wenige Fehler — erinnerte an die Hochform, die ihm im Vorjahr den Titel einbrachte.
Nach der Partie sagte Alcaraz, seine Form fühle sich „besser an, als er gedacht hätte" — eine Aussage, die den Optimismus seines Lagers widerspiegelt. Sein Viertelfinalgegner steht bereits fest: Tommy Paul, der amerikanische Lokalmatador, der in einem dramatischen Fünfsatz-Krimi für Gänsehautmomente sorgte.
Tommy Paul kämpft sich in fünf Sätzen ins Achtelfinale
Tommy Paul, an 20. gesetzt, besiegte den 15. gesetzten Alexander Bublik mit 6:4, 3:6, 6(4):7, 6:1, 6:3. Der Kasache zwang den Heimfavoriten mit einer Mix aus Aufschlagvariationen und trickreichen Grundschlägen in die Verlängerung, doch Paul fand in den entscheidenden Momenten die Antwort. Im vierten und fünften Satz gelang ihm viermal in Serie das Break gegen den unberechenbaren Bublik-Aufschlag.
„Es fühlt sich an, als würde man hier schweben", sagte Paul nach der Partie — ein Hinweis auf die einzigartige Atmosphäre der Arthur Ashe Stadium bei Nacht mit einem amerikanischen Heimspiel im Achtelfinal-Modus. Der 27-Jährige erreicht damit sein bestes Ergebnis beim Heimturnier überhaupt und trifft nun ausgerechnet auf den Verteidiger des Titels, der in drei Matches noch keinen Satz abgegeben hat.
Vier Amerikaner im Achtelfinale — eine Generation meldet sich
Frances Tiafoe beendete die Hoffnungen des an Nummer 22 gesetzten Franzosen Valentin Vacherot mit einem klaren 6:4, 6:2, 6:4 und stand zum sechsten Mal in seiner Karriere im US-Open-Achtelfinale. Alex Michelsen machte das Überraschungspaket Daniel Mérida — der zuvor Rublev ausgeschaltet hatte — mit 7:6, 6:4, 6:3 unschädlich. Auch Daniil Medvedev zog ohne Satzverlust in die zweite Woche ein: Der Russe besiegte den Franzosen Arthur Rinderknech 6:4, 6:4, 6:4 und trifft in der Runde der letzten 16 auf Tiafoe. Sollte Taylor Fritz sein Drittrundenmatch ebenfalls gewinnen, stellen die USA sogar vier Männer im Achtelfinale — ein Zeichen dafür, dass eine neue amerikanische Tennisgeneration auf dem Vormarsch ist.
Alcaraz führt den Head-to-Head 6:2 — aber Flushing macht eigene Regeln
In der Statistik hat Alcaraz die Nase klar vorn: 6:2 in der Gesamtbilanz, fünf Siege in Serie gegen Paul. Auf dem Papier ist der Spanier der klare Favorit. Doch ein nächtliches Match in der Arthur Ashe, mit dem Publikum hinter dem Lokalmatador und Paul mit dem Wind eines Fünfsatz-Sieges in den Segeln, ist kaum mit Zahlenwerten zu erfassen.
Im Blick auf das weitere Tableau: In der oberen Hälfte kämpft sich Topgesetzter Alexander Zverev, der in seinen ersten beiden Runden jeweils fünf Sätze benötigte, zum Achtelfinale vor. Der Weg ins Finale könnte für Alcaraz frei werden — wenn er Paul überwindet und seine makellose Form beibehält.
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