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Alcaraz kommt mit Wildcard nach Wien – Zverev bekommt Konkurrenz

Carlos Alcaraz spielt erstmals seit 2021 wieder in der Wiener Stadthalle. Weil der Six Kings Slam in Riad verschoben wurde, war seine Turnierwoche plötzlich frei.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Kacir / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Wiener Stadthalle bekommt einen weiteren Star: Carlos Alcaraz hat eine Wildcard für die Erste Bank Open angenommen, wie die ATP am Donnerstag bestätigte. Der Weltranglistendritte entschied sich kurzfristig dafür, nachdem der Six Kings Slam in Riad verschoben worden war. Dort hätte Alcaraz in der letzten Oktoberwoche spielen sollen. Das Hauptfeld des ATP-500-Turniers spielt vom 26. Oktober bis 1. November.

Für den Spanier ist es der erste Auftritt in Wien seit 2021. Damals erreichte er als 18-Jähriger bei seinem Turnierdebüt das Halbfinale und schlug unterwegs Andy Murray. Gestoppt wurde er vom späteren Champion: Alexander Zverev.

Showturnier in Riad erst im Dezember

Der Six Kings Slam war für den 21. bis 24. Oktober angesetzt und findet nun vom 27. bis 30. Dezember statt. Die Veranstalter begründeten das mit einer Prüfung der „organisatorischen und logistischen Herausforderungen“. Einen Zusammenhang mit der Sicherheitslage nannten sie nicht ausdrücklich. Laut Sky Sports und The National fällt die Verschiebung aber in eine Zeit anhaltender Spannungen im Nahen Osten und von Angriffen auf den internationalen Flughafen von Riad.

Das Teilnehmerfeld bleibt vorerst gleich: Alcaraz, Novak Djokovic, Zverev, Taylor Fritz, Alex de Minaur und Learner Tien. Laut Sky Sports bekommt jeder Spieler allein für die Teilnahme 1,2 Millionen Pfund, der Sieger zusätzlich 3,5 Millionen. Jannik Sinner gewann 2024 und 2025 beide bisherigen Ausgaben, jeweils im Finale gegen Alcaraz. Die Unsicherheit betrifft laut Sky Sports auch andere Sportveranstaltungen in Saudi-Arabien, etwa die Asian Tour im Golf.

Wiedersehen mit Zverev möglich

Aus deutscher Sicht verspricht das Wiener Feld viel. Zverev, Wien-Champion von 2021, hat sich vor wenigen Tagen als erster Deutscher Platz eins zum Jahresende gesichert. Nach Angaben der ATP sind neben ihm auch die Top-10-Spieler Daniil Medvedev, Flavio Cobolli und De Minaur gemeldet. Damit stehen die Nummer eins und die Nummer drei der Welt im selben Tableau, ein Duell wie vor fünf Jahren ist möglich.

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Alcaraz bekommt so zusätzliche Hallenmatches nach einer durchwachsenen Asien-Tour: In Tokio holte er den Titel, in Shanghai war in der dritten Runde Schluss. 2026 hat er drei Turniere gewonnen: die Australian Open, Doha und Tokio. Seine Saisonbilanz gibt die ATP mit 33:5 an. Für die ATP Finals in Turin ist er bereits qualifiziert, im Live-Race liegt er auf Platz drei.

Alte Antrittsgeld-Debatte

Die späte Zusage hat in Wien auch eine alte Geschichte wieder hochgebracht. Laut Tennis365 soll Alcaraz 2023 rund 750.000 Euro Antrittsgeld für einen Start bei den Erste Bank Open verlangt haben. Turnierdirektor Herwig Straka habe damals abgelehnt, weil ihm das zu teuer war. Zu dem Zeitpunkt hatte der Spanier zwei Grand-Slam-Titel gewonnen. Zu den Konditionen der aktuellen Wildcard ist nichts bekannt.

Für Straka und sein Turnier ist die Wendung trotzdem ein Gewinn. Jetzt kommt Alcaraz vor dem Masters in Paris und den ATP Finals nach Österreich. Die Auslosung des Hauptfelds steht vor dem Turnierstart am 26. Oktober an.

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