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ATP

Djokovic startet in Cincinnati gegen überzeugenden Tirante

Novak Djokovic bestreitet beim Cincinnati Open sein erstes Match seit dem Wimbledon-Halbfinale – Auftaktgegner Tirante besiegte in Montreal Weltranglistenvierter Fritz.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Andymiah / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Djokovic wieder auf dem Platz – sechs Wochen nach Wimbledon

Novak Djokovic bestreitet beim Cincinnati Open seinen ersten Wettkampfauftritt seit seinem Halbfinallauf in Wimbledon. Der 39-jährige Serbe — dreifacher Champion in Ohio (2018, 2020, 2023) — trifft in der zweiten Runde auf den Argentinier Thiago Agustín Tirante, der in der ersten Runde trotz eines Rückstands von 1:4 im entscheidenden Tie-Break die Nerven behielt und Jan Choinski 7:6, 6:7, 7:6 besiegte. In Montreal hatte Tirante zuvor den früheren Weltranglistenvierten Taylor Fritz ausgeschaltet und das Achtelfinale erreicht — starke Belege dafür, dass er auf Hartplatz gegen etablierte Namen mithalten kann.

Djokovic hatte bewusst entschieden, Montreal zu überspringen und Cincinnati als seine einzige Hard-Court-Vorbereitung auf die US Open zu nutzen. Eine andere Strategie als 2025, als er ohne Turnierspielpraxis in New York antrat und im Halbfinale scheiterte. Die Bedingungen in Mason, Ohio, gelten als idealer Gradmesser für die Flushing-Meadows-Form: schnelle Hartplätze, hohe Temperaturen, vertrautes Umfeld für einen Spieler, der hier zu seinem besten Tennis neigt.

Mögliches Halbfinale gegen Zverev rückt ins Blickfeld

Für deutschsprachige Tennisfans ist die Auslosung besonders reizvoll: Djokovic und Titelverteidiger Alexander Zverev befinden sich in derselben Tableau-Hälfte. Zverev — als Nummer eins gesetzt und mit einer starken Bilanz gegen Cameron Norrie in der zweiten Runde — könnte Djokovic in einem möglichen Halbfinale gegenüberstehen. Ein solches Duell wäre nicht nur das Highlight des Turniers, sondern auch ein echter Stimmungstest vor New York: Wer gewinnt, reist mit enormem Selbstvertrauen zum letzten Grand Slam der Saison.

Djokovic selbst hat in Cincinnati-Interviews über seine historischen Schlachten auf dieser Anlage gesprochen und dabei unterstrichen, wie eng der Ort mit seiner Karriere verknüpft ist. Sein Zehn-Spiele-Siegerstreak über seine drei Titelläufe hinweg bleibt ein Rekord, der zeigt, wie gut er diese Bedingungen beherrscht — auch wenn mehr als ein Jahr ohne Cincinnati-Auftritt dazwischenliegt.

Samstag in Cincinnati: Weitere Highlights

Neben dem Djokovic-Auftakt hat der Samstag noch mehr zu bieten. Rafael Jódar, der Shooting-Star des Sommers und Montreal-Halbfinalist, eröffnet seinen Cincinnati-Auftritt gegen Denis Shapovalov — ein Duell zweier handgelenksstarker Hitter, in dem Punkte in beide Richtungen gehen können. Im Damen-Bereich startet Elena Rybakina — erst 48 Stunden nach der 2:6, 3:6-Niederlage im Toronto-Finale gegen Iga Swiatek — gegen Taylor Townsend.

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Hubert Hurkacz trifft auf Tommy Paul in einem weiteren anspruchsvollen Zweitrundenduell. Für beide geht es um wichtige Punkte und Matchrhythmus vor den US Open.

Djokovic mit klarem Blick auf Flushing Meadows

Die US Open beginnen in weniger als drei Wochen. Für Djokovic, viermaliger Champion in New York, ist jeder Sieg in Cincinnati nicht nur Punkte, sondern gelebte Wettkampfpraxis. Wie er mit Tirantes flachem, kräftigem Spiel umgeht, wird zeigen, in welcher Form der Serbe nach seiner Pause ist. Ein reibungsloser Auftaktsieg, gefolgt von einem möglichen Drittrundenduell gegen Jack Draper oder Matteo Arnaldi, würde ihm genau die Spielminuten verschaffen, die er für einen weiteren Grand-Slam-Angriff benötigt.

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