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ATP

Djokovic bei US Open in Runde 1 schockierend besiegt

Novak Djokovic verlor in 4:36 Stunden gegen den Argentinier Mariano Navone — frühestes Major-Aus des Serbens seit 2006 und der Ende einer historischen Siegesserie.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: François GOGLINS; crop by PetarM / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Das größte Erdbeben der ersten Woche

Die US Open 2026 haben gleich am ersten Spieltag für einen historischen Paukenschlag gesorgt: Novak Djokovic, vierfacher Champion in Flushing Meadows und als Nummer vier gesetzt, verlor in der ersten Runde gegen den argentinischen Weltranglisten-49. Mariano Navone mit 6:7(5), 7:5, 6:4, 2:6, 1:6. Das Duell dauerte 4 Stunden und 36 Minuten — das längste Erstrunden-Match, das Djokovic jemals bei einem Grand Slam gespielt hat.

Es war das früheste Ausscheiden des Serben bei einem Major seit dem Australian Open 2006 und beendete eine Serie von 78 gewonnenen Grand-Slam-Erstrundenspielen in Folge. Noch nie zuvor hatte ein Spieler Djokovic in der ersten Runde der US Open bezwungen.

Körperlicher Zusammenbruch unter der New Yorker Hitze

Der 39-Jährige kam mit dem Ziel nach New York, seinen 25. Grand-Slam-Titel zu gewinnen — die Bestmarke, die ihm noch immer fehlt. Doch die schwelende Hitze und Luftfeuchtigkeit des Arthur Ashe Stadions wurden zur entscheidenden Gegenspielerin. „Erbrechen, ernsthafte Probleme dort. Dann begann mein ganzer Körper zu kollabieren, im Grunde Krämpfe und Schmerzen überall", sagte Djokovic nach der Partie. 70 unerzwungene Fehler standen am Ende auf seinem Konto.

Die ersten drei Sätze verliefen ausgeglichen, ehe Djokovic im vierten Durchgang sichtbar nachließ. Navone, der mit einer Bilanz von 0:4 in Fünf-Satz-Matches in die Nacht gegangen war, nutzte die Gunst der Stunde und gewann den vierten sowie den fünften Satz deutlich. Als Folge der Niederlage fiel Djokovic erstmals seit acht Jahren aus den Top 10 der Weltrangliste.

Navone schreibt Geschichte

Für Mariano Navone, 25 Jahre alt, war es der größte Sieg seiner Karriere. Der Argentinier hatte zwar in diesem Jahr bereits seinen ersten ATP-Titel gewonnen, einen Top-10-Spieler bei einem Grand Slam hatte er jedoch nie zuvor besiegt. Gegen den erfolgreichsten Tennisspieler aller Zeiten, in einem Marathon von fast fünf Stunden, auf Hartplatz — das ist eine andere Dimension.

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Navone steht nun in der zweiten Runde der US Open. Mit dem Ausscheiden von Djokovic — und dem verletzungsbedingten Fehlen von Weltranglistenersten Jannik Sinner vor Turnierbeginn — ist der Weg durch die untere Tableau-Hälfte für die verbleibenden Spieler deutlich freier geworden.

Alcaraz als neuer Favorit — aber das Feld ist offen

Das Favoritenprofil für den Titel hat sich bereits in der ersten Woche deutlich verschoben. Carlos Alcaraz, Nummer zwei und amtierender Champion, besiegte Jaime Faria in der zweiten Runde mit 4:6, 6:0, 6:3, 6:2 und ist bereit, seinen Titel zu verteidigen. Der Spanier ließ sich von einem verlorenen ersten Satz nicht aus der Ruhe bringen und dominierte das Match danach nach Belieben — ein beruhigendes Zeichen für seine Handgelenks-Fitness nach monatelanger Verletzungspause.

Ben Shelton schlug in der zweiten Runde den gesetzten Hubert Hurkacz in vier Sätzen und beweist, dass er auf dem heimischen Hartplatz zu den ernsthaften Titelanwärtern gehört. Auch Daniil Medvedev, ehemaliger US-Open-Champion, überzeugte mit einem souveränen Dreisatz-Sieg und meldet ebenfalls Ansprüche an. Djokovic verfolgt das Turnier nun von der Tribüne aus — der erste Spieltag der US Open 2026 dürfte jedoch noch lange vor allem für einen Namen in Erinnerung bleiben: Mariano Navone.

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