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ATP

Fils gegen Tiafoe: Erstes schwarzes Masters-1000-Finale in Cincinnati

Arthur Fils und Frances Tiafoe stehen sich im Cincinnati-Finale gegenüber — erstmals in der Geschichte des ATP-Masters-Circuits findet ein 1000er-Finale zwischen zwei schwarzen Spielern statt.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Gordons203 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Erstmals zwei schwarze Spieler in einem Masters-1000-Finale

Der Lindner Family Tennis Center in Mason, Ohio, ist Schauplatz eines historischen Moments im Profitennis. Wenn Arthur Fils und Frances Tiafoe am Sonntagabend das Finale des Cincinnati Masters 1000 bestreiten, treffen zum allerersten Mal in der Geschichte des ATP-Masters-1000-Circuits zwei schwarze Spieler in einem Finale aufeinander. Es ist zugleich erst das siebte rein schwarze Herren-Finale auf ATP-Ebene überhaupt.

Bisher haben nur zwei schwarze Männer ein Masters-1000-Turnier gewonnen: der Amerikaner Ben Shelton, zweifacher Champion beim Canadian Open, und der Franzose Jo-Wilfried Tsonga, Sieger des Paris Masters 2008. Einer der beiden Finalisten von Cincinnati wird sich am Sonntag in diese exklusive Liste eintragen.

Auf die historische Bedeutung angesprochen, zeigte sich Tiafoe überrascht und bewegt: „Wow. Daran hatte ich gar nicht gedacht... Ich habe enormen Respekt für Menschen schwarzer Hautfarbe, die diesen Sport betreiben. Das ist großartige Repräsentation für viele Kinder, die zu uns aufschauen und in unserer Position sein wollen."

Fils — 22 Jahre alt, erstes Masters-Finale

Arthur Fils steht mit 22 Jahren in seinem ersten Masters-1000-Finale. Der Pariser kämpfte sich nach einem schwierigen Saisonstart — ein Ermüdungsbruch und eine Hüftverletzung zwangen ihn zur Pause — auf Live-Ranking-Platz 11 vor, ein persönliches Karrierehoch. Im Halbfinale besiegte er den Italiener Flavio Cobolli souverän mit 6:3, 6:4 und präsentierte dabei das Niveau eines routinierten Spielers weit jenseits seines Alters.

Fils überzeugt durch intensive Grundlinienarbeit, eine immer gefährlichere erste Aufschlag-Kombination und eine mentale Stabilität in engen Situationen, die ihn für die Topkader des Circuits qualifiziert.

Tiafoe — Amerikas stärkster Spieler 2026 will Heimsieg

Frances Tiafoe (Setzliste Nr. 17) absolviert 2026 seine stärkste Saison: 37 Siege, mehr als jeder andere US-Amerikaner auf der ATP Tour. Er hatte erwogen, Cincinnati wegen einer Handgelenks-OP zu überspringen, entschloss sich jedoch zur Teilnahme — mit beeindruckendem Ergebnis. Im Halbfinale bezwang er seinen Landsmann Brandon Nakashima klar mit 7:5, 6:3 in einem rein amerikanischen Duell.

Historisch: Zverev beendet 2026 als Nummer eins der Welt

Sollte Tiafoe den Titel holen, wäre er der erste Amerikaner, der in Cincinnati triumphiert, seit Andy Roddick es 2006 tat — vor genau zwanzig Jahren. Sein Saisonbilanz in Cincinnati 2026 lautet 18 Siege und 9 Niederlagen.

Kontext und Ausblick auf die US Open

Das Duell trägt eine historische Last. Der letzte schwarze Spieler, der ein Grand-Slam-Turnier im Einzel der Herren gewann, war Yannick Noah 1983 in Roland Garros — über 40 Jahre her. Jo-Wilfried Tsonga war 2008 der jüngste schwarze Finalist bei einem Major. Dass die Begegnung zwischen Fils und Tiafoe ausgerechnet unmittelbar vor den US Open stattfindet, gibt dem Ganzen zusätzliche Tragweite: Der Sieger nimmt 1.000 ATP-Punkte und 1.085.200 Dollar Preisgeld mit nach New York, wo ab Montag das letzte Grand Slam der Saison beginnt.

Das Finale ist für nicht vor 22:30 Uhr MESZ angesetzt. Einer von beiden wird Cincinnati als Sieger verlassen — und als dritter schwarzer Mann in der Geschichte des ATP-Masters-1000-Circuits.

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