Guadalajara: Kostyuk siegt bei Top-10-Einstand, Frech noch im Einsatz
Marta Kostyuk gewann als frisch in die Top 10 aufgestiegene Spielerin ihr erstes Match in Guadalajara: 6:7(0), 6:3, 6:2 gegen Townsend. Frech und Parry stehen noch in der Runde der letzten 16.

Kostyuks erster Auftritt als Weltranglisten-Zehnte
Beim WTA-500-Turnier in Guadalajara hat Marta Kostyuk am Dienstag ihren Einzug ins Viertelfinale gesichert — und dabei ihren Ruf als eine der besten Spielerinnen der Saison untermauert. Die ukrainische Topgesetzte ließ sich von einem verlorenen ersten Satz nicht beirren und besiegte Taylor Townsend 6:7(0), 6:3, 6:2. Es war Kostyuks erstes offizielles Match seit Bekanntgabe der neuen Weltrangliste nach den US Open, in der sie erstmals in die Top 10 eingereiht wurde. Der Sprung auf Platz zehn ist die Belohnung für eine außergewöhnliche Saison: drei WTA-Titel in 2026, darunter ein WTA-1000-Titel beim Madrid Open, und das Achtelfinale in New York.
Townsend, die im ersten Runde Tatjana Maria besiegt hatte, dominierte den Tiebreak des ersten Satzes mit 7:0. Doch Kostyuk antwortete mit der Ruhe einer erfahrenen Spielerin. Im zweiten Durchgang übernahm sie das Kommando vom Grundstrich, baute ihren Vorwärtsdrucck kontinuierlich auf und ließ Townsend kaum noch gefährliche Angriffe zu. Der dritte Satz verlief noch souveräner — 6:3, 6:2, Viertelfinale. Elena Rybakinas US-Open-Titelgewinn hatte die gesamte Rangliste durcheinandergewirbelt; Kostyuk gehörte zu den Hauptgewinnern dieser Neuordnung.
Frech und Parry: Achtelfinale noch ausstehend
Noch nicht gespielt hat die siebtgesetzte Magdalena Fręch, die ehemalige Guadalajara-Siegerin. Die Polin trifft in der Runde der letzten 16 auf Caroline Dolehide und kann mit einem Sieg als nächste Spielerin ins Viertelfinale einziehen. Fręch hatte die Auftaktrunde mit einem klaren Sieg gegen Nao Hibino eröffnet und gilt als eine der konstantesten Spielerinnen auf dem Hartbelag in Mexiko. Ihre Erfahrung auf dieser Anlage — sie kennt das Turnier und dessen besonderen Belag aus früheren Teilnahmen bestens — macht sie zu einer ernstzunehmenden Anwärterin auf einen Platz in den letzten Vier. Auch die sechstgesetzte Cristina Bucșa und Drittgesetzte Sára Bejlek sind noch in der Runde der letzten 16 im Einsatz.
Besondere Aufmerksamkeit verdient das Duell der viertgesetzten Französin Diane Parry gegen Peyton Stearns. Ein Sieg von Parry würde die obere Tableauhälfte weiter ausdünnen und ihr den Weg in ein mögliches Viertelfinale gegen Kostyuk ebnen. Stearns ist eine Gegnerin, die auf Hartplatz unangenehm zu bespielen ist: grosser Aufschlag, solides Grundlinienspiel, und wenig Respekt vor namhaften Gegnern. Auf der anderen Seite des Feldes trifft Fünftseed Janice Tjen auf die erfahrene Wildcard-Einladung Sloane Stephens, die ehemalige US-Open-Siegerin.
Jovic und Samsonova Berichten zufolge durch
Titelverteidigerin Iva Jovic, 2025 als 17-Jährige zur jüngsten US-Amerikanerin seit Coco Gauff geworden, die einen Tourlevel-Titel holte, soll laut verfügbaren Berichten ebenfalls ins Viertelfinale eingezogen sein und Caroline Dolehide mit 6:1, 3:6, 6:3 bezwungen haben. Die auf acht gesetzte Liudmila Samsonova soll Alycia Parks nach einem harten dritten Satz mit 6:3, 1:6, 7:5 geschlagen haben.
Viertelfinale Donnerstag, Finale Samstag
Das Viertelfinale des Guadalajara Open ist für Donnerstag, den 17. September angesetzt, das Finale für Samstag, den 19. September. Für Kostyuk wäre ein Titelgewinn die perfekte Bestätigung ihrer neuen Weltranglistenposition — und für Jovic, die auf der anderen Tableauhälfte lauert, die Chance, ihren Vorjahreserfolg zu wiederholen und als erste Spielerin zwei Mal hintereinander in Guadalajara zu triumphieren.
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