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ATP

Nishikoris letzte Qualifikationsschlacht: ein Sieg vom Abschied

Mit 36 Jahren kämpft Kei Nishikori durch die US-Open-Qualifikation — ein Sieg gegen Landsmann Sakamoto trennt ihn von seinem womöglich letzten Grand Slam.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Hameltion / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Abschied auf dem schwersten Weg

Kei Nishikori steht in der Qualifikation der US Open 2026 — und das ist keine Randnotiz, sondern eine der bewegendsten Geschichten dieses Turniervorjahrs. Der 36-jährige Japaner, ehemaliger Weltranglistenvierter, US-Open-Finalist von 2014 und dreimaliger Grand-Slam-Halbfinalist, ist zum ersten Mal seit 19 Jahren in New York in der Qualifikation angetreten. Sein Rücktritt zum Saisonende ist seit April bekannt. Nun kämpft er um einen letzten Auftritt auf dem Platz, der seine Karriere definiert hat.

Als Nishikori zuletzt in der Qualifikation der US Open spielte, war er ein Teenager, der gerade dabei war, die Tennisszene auf sich aufmerksam zu machen. Was danach folgte — das Finale gegen Marin Čilić 2014, die Halbfinals 2016 und 2018, der historische Status als erster Asiate in einem Grand-Slam-Finale der Open Era, die Verletzungsphasen, die beinahe alles zerstörten — hat einen Spieler geformt, der in New York mehr hinterlassen hat als die meisten. Jetzt ist er zurück, auf dem härtesten Weg zurück ins Hauptfeld.

Ofner, Antonius — und jetzt Sakamoto

In der ersten Qualifikationsrunde besiegte Nishikori den Österreicher Sebastian Ofner 6:1, 2:6, 6:2. Eine kämpferische Leistung, die zeigte: Das Schlagbild aus seinen besten Jahren ist noch da, wenn der Körper mitmacht. In der zweiten Runde wartete eine anderen Art von Test — der erst 16-jährige Amerikaner Michael Antonius, ein Wildcard-Spieler, 20 Jahre jünger als Nishikori und eines der aufregendsten US-Nachwuchstalente. Der Routinier spielte konzentriert und unnötig, gewann klar 6:4, 6:4 und zog in die entscheidende Qualifikationsrunde ein.

Das dritte und letzte Qualifikationsspiel bestreitet Nishikori am Donnerstag gegen Rei Sakamoto — ebenfalls Japaner, 20 Jahre alt, höher in der aktuellen Weltrangliste notiert und Teil der Generation, die Nishikoris Erbe antreten soll. Das Duell hat eine fast symbolische Qualität: der Mann, der Japan auf die Grand-Slam-Landkarte gesetzt hat, gegen einen der Spieler, die es dort halten könnten.

Was New York für Nishikori bedeutet

Flushing Meadows ist nicht irgendein Schauplatz für ihn. Das Halbfinale 2014 gegen Novak Djokovic — damals einer der aufregendsten Tage im amerikanischen Tennis — ebnete den Weg in das Finale, das er gegen Čilić verlor. Es war der Moment, in dem ein ganzer Kontinent begann, Nishikoris Bedeutung für das Spiel zu begreifen. Er kehrte 2016 und 2018 in die Vorschlussrunde zurück und bewies damit eine Konstanz bei diesem Turnier, die nur wenigen Spielern außerhalb der absoluten Elite vergönnt war.

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Nun sind die Verhältnisse umgekehrt. Nishikori spielt Qualifikation, während das Hauptfeld von der nächsten Generation aufgebaut wird. Und trotzdem: Seine beiden Siege in dieser Woche sprechen dafür, dass der Abstand zwischen ihm und dem Hauptfeld kleiner ist, als die Rangliste vermuten lässt.

Ein Sieg vom letzten Auftritt

Gelingt Nishikori am Donnerstag der Sieg gegen Sakamoto, wäre es sein elfter Hauptfeldauftritt bei den US Open und mit großer Wahrscheinlichkeit sein letzter. Das Hauptfeld der US Open 2026 beginnt am Montag, 31. August. Alexander Zverev führt die Setzliste als Nummer eins an — ein Spieler, der noch kein Profi war, als Nishikori sein erstes Grand-Slam-Halbfinale erreichte. Die Welt hat sich weitergedreht. Kei Nishikori bittet darum, noch einmal auf ihr größter Bühne auftreten zu dürfen.

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