Peking: Djokovic bleibt makellos – Zverev greift heute ein
Djokovic steht in Peking nach dem Sieg über Borges bei 30:0. Struff ist weiter, Auger-Aliassime raus. Zverev startet als US-Open-Sieger gegen Norrie.

Bei den China Open beginnt heute die Arbeit für Alexander Zverev. Der an Nummer eins gesetzte Hamburger spielt am Donnerstag in der ersten Runde gegen den Briten Cameron Norrie. Am Eröffnungstag des ATP-500-Turniers in Peking standen andere im Mittelpunkt. Novak Djokovic hat seine Serie in China fortgesetzt, der an Nummer zwei gesetzte Félix Auger-Aliassime ist schon raus.
Zverev als US-Open-Champion in Peking
Zverev ist zum ersten Mal seit seinem US-Open-Triumph auf der Tour im Einsatz. Im September schlug er im Finale von New York Ben Shelton 6:3, 7:6 (2), 5:7, 6:2. Es war sein zweiter Grand-Slam-Titel des Jahres. Danach spielte er noch den Laver Cup. Die Bilanz gegen Norrie spricht klar für den Deutschen. Alle acht bisherigen Duelle auf der ATP-Tour hat Zverev gewonnen. Im Feld stehen hinter ihm unter anderem Daniil Medvedev, der an Nummer drei gesetzt ist, und Alex de Minaur an Position fünf.
Ein Blick auf die Auslosung lohnt sich schon jetzt. Zverev und Djokovic könnten sich im Viertelfinale treffen. Im direkten Vergleich führt der Serbe mit 9:5, zuletzt gewann er bei den French Open 2025. Titelverteidiger Jannik Sinner fehlt in Peking. Der Weltranglistenerste hat seine Teilnahme wegen anhaltender Beschwerden im rechten Knie abgesagt.
Djokovic: 30 Matches, 30 Siege
Novak Djokovic spielt erstmals seit 2015 wieder in Peking. Gegen den Portugiesen Nuno Borges gewann der 39-Jährige 6:3, 7:6 (2), leicht war es aber nicht. Laut AFP dehnte er zwischendurch mit dem Schläger den Rücken und ließ sich vom Physiotherapeuten an der rechten Schulter behandeln. Trotzdem schlug er acht Asse und wehrte beide Breakbälle ab, die er abgeben musste. Nach 1:51 Stunden stand der Sieg fest.
Damit hat der sechsmalige Peking-Champion nun alle 30 Matches gewonnen, die er bei diesem Turnier gespielt hat. Es war zudem sein erster Matchsieg seit dem Wimbledon-Halbfinale im Juli, das er gegen Sinner verlor. „Es ist eine große Freude, wieder an meinem Lieblingsort zu sein“, sagte Djokovic. In der zweiten Runde trifft er auf den chinesischen Wildcard-Spieler Bu Yunchaokete, der Juan Manuel Cerúndolo in drei Sätzen bezwang.
Struff souverän, Auger-Aliassime gescheitert
Gute Nachrichten gab es aus deutscher Sicht auch von Jan-Lennard Struff. Der Sauerländer ließ dem Argentinier Thiago Agustín Tirante beim 6:1, 6:4 kaum eine Chance und steht in der zweiten Runde.
Für die größte Überraschung des Tages sorgte Karen Khachanov. Die Weltranglisten-26. schlug den Kanadier Auger-Aliassime in nur 72 Minuten 6:3, 6:3. Schon in der zweiten Runde der US Open hatte Khachanov ihn besiegt und war danach bis ins Halbfinale gekommen. Durch das Aus des Kanadiers ist die untere Hälfte des Tableaus weit offen. Außerdem gewann der französische Qualifikant Arthur Géa gegen Lokalmatador Zhang Zhizhen 6:4, 6:3.
Das Endspiel in Peking findet am Dienstag, 6. Oktober, statt. Der Sieger bekommt 500 Weltranglistenpunkte und 764.750 US-Dollar.
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