Rybakina krönt Traumsaison mit US-Open-Titel und Platz eins
Elena Rybakina besiegte Aryna Sabalenka 6:4, 5:7, 6:2 und gewann ihren ersten US-Open-Titel – der dritte Grand-Slam-Titel der Karriere macht sie ab Montag zur offiziellen Weltranglistenersten.

Kaltblütig zum dritten Grand-Slam-Titel
Elena Rybakina ist die US-Open-Siegerin 2026. Die 27-jährige Kasachin bezwang die zweifache Titelverteidigerin Aryna Sabalenka am Samstagabend auf dem Arthur Ashe Stadium in New York mit 6:4, 5:7, 6:2. Es ist ihr erster Titel bei den US Open und der dritte Grand-Slam-Titel ihrer Karriere – nach Wimbledon 2022 und den Australian Open 2026. Ab Montag ist sie offiziell die Nummer eins der WTA-Weltrangliste.
Rybakina begann das Endspiel mit einer Fehlerfreiheit, die an den großen Finalen der Tennisgeschichte gemessen werden kann. Durch ihre ersten fünf Aufschlagspiele leistete sie sich keinen einzigen unforcierten Fehler. Sie brach früh für 4:2, wobei ihr ein Doppelfehler Sabalenkas ebenso half wie eine Code-Verletzung der Belarussin. Der erste Satz fiel klar mit 6:4 an die Kasachin – eine Demonstration der Klasse, die Rybakina in dieser Saison auszeichnet.
Sabalenka kämpft, Rybakina bleibt unerschütterlich
Der zweite Satz brachte eine Wende. Sabalenka, die in dieser Saison zu den dominantesten Spielerinnen der Tour gehörte, schüttelte den Rückstand ab. Sie kämpfte sich zurück, lieferte starke Grundlinienschläge und sicherte sich den zweiten Satz mit 7:5. Ein dritter US-Open-Titel in Folge war plötzlich wieder in greifbarer Nähe – die Arthur Ashe Arena wartete mit angehaltenem Atem.
Rybakina ließ sich nicht beirren. Im dritten Satz diktierte sie das Geschehen vom ersten Ballwechsel an. Sie verwandelte ihre Breakchancen konsequent und schloss mit einem deutlichen 6:2 ab. Mit diesem Sieg sichert sich die Kasachin ein Preisgeld von 5,5 Millionen US-Dollar und beendet die beeindruckende Siegesserie Sabalenkas bei den US Open, die sich über mehrere Turniere erstreckt hatte.
Historische Zahlen einer außergewöhnlichen Saison
Rybakina ist erst die dritte Spielerin seit dem Jahr 2000, der es gelingt, die Australian Open und die US Open im selben Kalenderjahr zu gewinnen. Vor ihr schafften das nur Angelique Kerber (2016) und Sabalenka selbst. Gleichzeitig ist sie die erste Spielerin, die die amtierende US-Open-Titelverteidigerin im Finale bezwungen hat, seit Serena Williams dies im Jahr 2002 gelang.
Im direkten Vergleich liegt Rybakina gegen Sabalenka gesamthaft bei 8:10, in Finalspielen führt sie jedoch mit 5:2. In Grand-Slam-Endspielen lautet der Stand nun 2:1 für die Kasachin – eine bemerkenswerte Umkehrung, die zeigt, wie sie unter größtem Druck aufzublühen scheint.
Heute Abend: Zverev kämpft um den zweiten Slam
Während Rybakina bereits als Königin von Flushing Meadows feststeht, richtet sich das Augenmerk des deutschen Tennispublikums auf diesen Abend: Alexander Zverev bestreitet ab 20 Uhr MESZ das Herrenfinale beim ATP US Open 2026 gegen den Amerikaner Ben Shelton. Zverev, der in diesem Jahr bereits Roland Garros gewann, strebt sein zweites Grand-Slam-Double der Saison an. Shelton seinerseits will als erster Amerikaner seit Andy Roddick (2003) einen Major-Titel holen und wäre – sollte er gewinnen – der erste afroamerikanische US-Open-Sieger bei den Herren seit Arthur Ashe 1968. Das Kräfteverhältnis laut Kopf-an-Kopf-Bilanz spricht eindeutig für Zverev: 5:0.
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