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ATP

Shanghai: De Minaur in Topform – Zverevs Viertelfinalgegner steht fest

Eine Woche nach seiner Aufgabe im Peking-Finale schlägt Alex de Minaur Karen Khachanov 6:3, 6:4 und fordert im Viertelfinale von Shanghai die neue Nummer eins Alexander Zverev.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: si.robi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Alexander Zverev weiß jetzt, was im Viertelfinale des Rolex Shanghai Masters auf ihn wartet – und leicht wird es nicht. Alex de Minaur setzte sich am Dienstag mit 6:3, 6:4 gegen den an Nummer 26 gesetzten Karen Khachanov durch und wirkte dabei so frisch, als hätte es die Schrecksekunde der Vorwoche nicht gegeben.

Im Finale der China Open in Peking hatte der Australier gegen Novak Djokovic nach verlorenem Tiebreak im ersten Satz aufgeben müssen. Je nach Bericht ist von Problemen im Hüft- bzw. Leistenbereich die Rede. In Shanghai war davon nichts mehr zu sehen.

Aufschlag als Schlüssel

Ausgerechnet der Aufschlag, sonst nicht die größte Stärke des Australiers, gab den Ausschlag. Australischen Medien zufolge holte de Minaur rund 80 Prozent der Punkte nach seinem ersten Service, Berichten zufolge kam er auf 22 Winner, Khachanov auf 14. Das erste Break gelang ihm im achten Spiel des ersten Satzes mit einer Rückhand die Linie entlang. Danach servierte er den Satz zu null aus und setzte mit einem Ass den Schlusspunkt.

Im zweiten Durchgang nahm er dem Russen zweimal den Aufschlag ab. Beim Ausservieren musste er zwar einen Breakball abwehren, ließ sich aber nicht mehr aufhalten. „Es war wirklich wichtig für mich, gut aufzuschlagen, und ich denke, das ist mir vor allem in der Schlussphase gelungen“, sagte de Minaur laut ABC.

Zu seinem Körper äußerte er sich ebenfalls zuversichtlich: Es werde „jeden Tag besser und besser“, und das Match gegen Khachanov sei „mit Abstand mein bestes“ gewesen. Laut Yahoo Sports ist es sein zehntes Viertelfinale bei einem Masters-1000-Turnier.

Zverev gegen den Laver-Cup-Angstgegner

Für Zverev steht damit ein heikles Duell an. Der Hamburger, der sich in Shanghai vorzeitig den Platz eins zum Jahresende gesichert hat – als erster Deutscher überhaupt –, kämpfte sich im Achtelfinale trotz anhaltender Knöchelprobleme mit 7:6, 4:6, 7:6 an Alexander Bublik vorbei. „Ich bin froh, durchgekommen zu sein“, sagte er anschließend.

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In der offiziellen Bilanz liegt Zverev laut ABC und Yahoo Sports mit 8:4 Siegen vorn. Doch die beiden jüngsten Aufeinandertreffen beim Laver Cup, das letzte erst vor rund zwei Wochen, gingen an de Minaur. Der Australier geht also mit Selbstvertrauen in das Match, während bei Zverev die Frage bleibt, wie belastbar der Knöchel in der Schlussphase des Turniers ist.

Rennen um Turin spitzt sich zu

Für de Minaur geht es um mehr als nur ein Halbfinale. Mit dem Sieg über Khachanov ist er im Race to Turin auf Rang sieben vorgerückt und hat dabei Djokovic und Frances Tiafoe überholt, die beide in Shanghai bereits ausgeschieden sind. Die ATP Finals finden vom 15. bis 22. November statt, und jeder weitere Sieg in Shanghai bringt den Australier einem Platz unter den besten Acht näher.

Zverev muss im Race nicht mehr rechnen, für ihn geht es um den nächsten großen Titel. Ein Sieg gegen de Minaur würde ihn ins Halbfinale von Shanghai bringen, wo er zuletzt 2019 im Endspiel stand. Doch nach diesem Auftritt des Australiers ist klar: Einen müden Gegner wird der neue Weltranglistenerste nicht vorfinden.

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