Shanghai-Auslosung: Zverev an eins gesetzt, Djoković in seiner Hälfte
Ohne Sinner führt Alexander Zverev das Feld in Shanghai an. Im Halbfinale droht die Neuauflage des Peking-Krimis gegen Djoković, Alcaraz steht in der anderen Hälfte.

Weil Jannik Sinner wegen seiner Knieprobleme fehlt, führt Alexander Zverev als Nummer eins der Setzliste das Feld beim Rolex Shanghai Masters an. Die Auslosung am Montag hatte allerdings einen Haken: Novak Djoković landete in Zverevs Hälfte. Der an zwei gesetzte Carlos Alcaraz steht in der unteren Hälfte.
Das vorletzte Masters-Turnier der Saison läuft vom 7. bis 18. Oktober im Qizhong Forest Sports City Arena. Im 96er-Feld haben alle 32 Gesetzten in der ersten Runde ein Freilos. Dem Sieger winken 1000 Punkte. Für Zverev ist das ein wichtiger Faktor im Kampf um die Spitze der Weltrangliste, solange Sinner pausieren muss.
Droht die Revanche für Peking?
Folgen die Ergebnisse der Setzliste, käme es im Halbfinale zum Wiedersehen mit Djoković. Erst vergangene Woche hatte der Serbe Zverev im Viertelfinale der China Open in einem Krimi bezwungen. Mit seinem 32. Matchsieg in Folge in Peking stellte er dabei einen Rekord auf. Für Zverev wäre ein Halbfinale in Shanghai also auch eine Gelegenheit zur Revanche.
Der Weg dorthin ist allerdings anspruchsvoll. Zum Auftakt trifft Zverev auf den chinesischen Wildcard-Starter Wu Yibing oder einen Qualifikanten. In seinem Viertel stehen laut den Analysen zur Auslosung unter anderem Alexander Bublik, Matteo Berrettini, Andrey Rublev, Brandon Nakashima und Flavio Cobolli. Dazu kommt Alex de Minaur, der am Dienstag im Peking-Finale auf Djoković trifft. Als wahrscheinlichster Viertelfinalgegner gilt Cobolli oder de Minaur.
Djoković mit schwerem Los
Djoković hat es noch schwerer erwischt. Er startet gegen Hubert Hurkacz oder den Australier James Duckworth. Hurkacz hatte sein Halbfinale in Peking beim Stand von 4:6, 2:3 gegen de Minaur aufgegeben. In Runde drei könnte Lorenzo Musetti warten, im Achtelfinale Frances Tiafoe und im Viertelfinale Ben Shelton. Yahoo Sports sprach von einer „brutalen“ Auslosung für den 24-maligen Grand-Slam-Sieger. Er reist zudem direkt aus dem Finale in Peking an.
Alcaraz mit dem leichteren Weg
Deutlich angenehmer sieht die untere Hälfte für Alcaraz aus. Der Spanier spielt am Dienstag in Tokio gegen Jiří Lehečka um die Titelverteidigung. In Shanghai beginnt er gegen Juan Manuel Cerúndolo oder einen Qualifikanten. Im Achtelfinale könnte Titelverteidiger Valentin Vacherot oder Tommy Paul warten, im Viertelfinale Daniil Medvedev oder Taylor Fritz. Medvedev war in Peking disqualifiziert worden, weil ein von ihm geschlagener Ball einen Zuschauer traf. Er verlor Preisgeld und Punkte des Turniers, entschuldigte sich aber und sprach von einem „100-prozentigen Versehen“.
Als mögliche Halbfinalgegner von Alcaraz kommen Félix Auger-Aliassime, Arthur Fils oder der Spanier Rafael Jódar infrage. Das Portal Tennis Watcher nannte das Los des Spaniers so leicht, wie es realistischerweise sein konnte. Sinner fehle, und Zverev und Djoković würden sich auf der anderen Seite gegenseitig zermürben.
Auf dem Papier läuft damit alles auf ein Finale Zverev gegen Alcaraz am 18. Oktober hinaus. Die Hauptfeld-Matches in Shanghai beginnen am Mittwoch. Wann Zverev nach seinem Freilos zum ersten Mal antritt, steht noch nicht fest.
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