Zum Inhalt springen
ATP

Shelton verteidigt Montreal-Titel – in bester Gesellschaft

Ben Shelton bezwingt Brandon Nakashima 6:3, 7:6 und behauptet seinen Kanada-Titel – nur Murray, Djokovic und Nadal gelang das in der Masters-1000-Ära zuvor.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Skyscraper2010 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Shelton schreibt in Montreal Tennisgeschichte

Ben Shelton hat seinen Titel beim National Bank Open in Montreal erfolgreich verteidigt und dabei Geschichte geschrieben. Der 24-jährige Amerikaner besiegte Landsmann Brandon Nakashima 6:3, 7:6 (4) und schloss sich damit einem äußerst exklusiven Kreis an: In der Masters-1000-Ära gelang es vor ihm nur Andy Murray (2009/10), Novak Djokovic (2011/12) und Rafael Nadal (2018/19), den Kanada-Titel zu verteidigen.

Das Finale am Donnerstagabend verlief nach Sheltons Plan. Er nutzte früh eine Breakchance im ersten Satz und gewann diesen sicher 6:3. Im zweiten Satz steigerte sich Nakashima und zwang Shelton in ein langes, kraftvolles Grundlinienduell. Doch Shelton behielt im Tiebreak die Nerven und gewann 7:4. Die Gesamtspieldauer betrug knapp 90 Minuten — ein deutliches Zeichen, dass Shelton das Heft zu keiner Zeit aus der Hand gab.

Amerikanische Dominanz in der gesamten Turnierwoche

Montreal 2026 war eine amerikanische Veranstaltung. Im Halbfinale hatte Shelton seinen Landsmann Learner Tien souverän mit 6:2, 6:3 aus dem Turnier geworfen — bemerkenswert, da Shelton die beiden vorherigen Duelle gegen Tien verloren hatte. Auf der anderen Seite des Tableaus eliminierte Nakashima den Spanier Rafael Jódar mit 7:6, 6:4 und erreichte sein erstes Masters-1000-Finale. Drei der vier Halbfinalisten kamen aus den USA — ein Novum in der modernen Geschichte des Turniers.

Shelton reiste in bestechender Form nach Kanada. Seine Saisonbilanz von 32 Siegen und 12 Niederlagen unterstreicht seine Konstanz, und sein Kanada-Rekord steht nun bei 13:2. Sein Aufschlag, der regelmäßig die 220-km/h-Marke übertrifft, war die offensivste Waffe der Woche. Im Halbfinale gegen Tien verlor Shelton kein einziges Aufschlagspiel und sicherte sich 81 Prozent seiner ersten Aufschläge — eine Leistung, die auch im Finale kaum an Schlagkraft verlor.

Die historische Einordnung

Eine Masters-Titelverteidigung gehört zu den seltensten Errungenschaften im Profitennis. Murray, Djokovic und Nadal — Namen, die für sich sprechen. Shelton hat sich in diesen Kreis eingereihlt in einem Alter, in dem seine drei Vorgänger noch nicht einmal in der Nähe ihrer besten Jahre waren. Mit 24 Jahren ist er nun zweifacher Masters-1000-Sieger auf demselben Hartplatz im Abstand von zwölf Monaten.

Laver Cup: Zverev krönt Europa – Cobolli/Menšík machen den Weg frei

Das nächste Ziel liegt in Cincinnati: Beim Western & Southern Open fehlen sowohl Jannik Sinner als auch Carlos Alcaraz, was das Tableau für die verbliebenen Kandidaten weiter öffnet. Shelton ist in diesem Feld mit Abstand der formstärkste Spieler — und mit einem frischen Titel im Gepäck ist er auch der psychologisch stärkste. Die US Open rücken näher, und der Amerikanische Traum trägt in diesem Sommer den Namen Shelton.

Nakashima: Ein Aufstieg, der anhält

Dem Ergebnis zum Trotz verlässt auch Nakashima Montreal als Gewinner. Sein erstes Masters-1000-Finale, errungen durch starke Leistungen bis hin zum Halbfinalsieg über Jódar, ist ein klares Signal: Nakashima gehört zur Weltspitze. Beide Amerikaner gehen mit viel Schwung in die US-Open-Saison — und das amerikanische Männertennis hat in diesem Turnier seinen besten Auftritt seit über 20 Jahren geliefert.

Nächste Story

Historisch: Zverev beendet 2026 als Nummer eins der Welt

Durch Alcaraz' Aus in Shanghai ist es amtlich: Alexander Zverev beendet das Jahr als erster Deutscher an der Spitze der Weltrangliste. Am Dienstag wartet Bublik.

Jetzt ist es amtlich: Alexander Zverev beendet das Tennisjahr 2026 als Nummer eins der Weltrangliste. Der Hamburger musste dafür am Montag nicht einmal selbst auf den Platz. Entschieden wurde es durch die Niederlage von Carlos Alcaraz, der in der dritten Runde des Masters von Shanghai dem Belgier Zizou Bergs mit 5:7,…

Zur Story