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ATP

Tsitsipas rettet sich aus drei Matchbällen in Winston-Salem

Stefanos Tsitsipas vergab bei 5:4 im zweiten Satz drei Matchbälle gegen Jenson Brooksby, rettete sich in den Tiebreak und gewann am Ende 6:4, 7:6(6) beim Winston-Salem Open.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: si.robi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Drei Matchbälle verschenkt — und trotzdem gewonnen

Stefanos Tsitsipas hat beim Winston-Salem Open 2026 eine nervenaufreibende Partie gegen Jenson Brooksby mit 6:4, 7:6(6) gewonnen — doch der Weg zum Sieg war alles andere als geradlinig. Mit 5:4 im zweiten Satz besaß Tsitsipas drei Matchbälle und schien kurz davor, die Partie zu beenden. Brooksby, ein 25-jähriger Amerikaner bekannt für sein unorthodoxes, schnittschweres Spiel, wehrte alle drei ab und zwang den Griechen in den Tiebreak.

Dort war das Drama noch nicht vorbei: Beim Stand von 5:6 im Tiebreak hatte Brooksby einen Satzball, der die Partie in den dritten Satz gezwungen hätte. Tsitsipas rettete ihn und gewann den Tiebreak mit 7:6 — und damit das Match nach einer Stunde und 40 Minuten. Die Zahlen allein sagen wenig über die Intensität der Schlussphase aus. Bezeichnend ist ein anderer Wert: Tsitsipas wehrte sieben von acht Breakbällen ab, die Brooksby im gesamten Spiel herausspielte. Der Aufschlag hielt, als es darauf ankam.

„Die mentale Einstellung ist das Einzige, was hilft"

Nach dem Match sprach Tsitsipas über die entscheidenden Momente: „Die mentale Einstellung zählt. Jeder kann guten Tennis spielen, jeder kann den Ball treffen. Aber wenn der Moment wirklich entscheidend wird, wenn man liefern muss, dann ist die mentale Stärke das Einzige, was hilft."

Für Tsitsipas, 28 Jahre alt und einst die Nummer drei der Weltrangliste, war dieser Sieg auch ein Test seiner eigenen Belastbarkeit. Fünf Grand-Slam-Finals hat der Grieche erreicht; sein Spiel gehört nach wie vor zu den technisch ausgefeiltesten auf der Tour. Zuletzt fehlte es ihm jedoch häufiger an der notwendigen Konstanz in entscheidenden Phasen. Montag in Winston-Salem war einer der Momente, in denen es ihm gelang — wenn auch mit Zittern.

Der Sieg glich zugleich die ATP-Head-to-Head-Bilanz gegen Brooksby auf 1:1 aus. Brooksby hatte zuvor in der ersten Runde Giovanni Mpetshi Perricard souverän mit 6:3, 6:2 besiegt und damit gezeigt, dass er in guter Form ist.

Das Turnierbild in Winston-Salem

Das Winston-Salem Open ist ein ATP-250-Turnier an der Wake Forest University in North Carolina und gilt als letzter wichtiger Formtest vor den US Open, die am 30. August in New York beginnen. Topgesetzt ist Daniil Medvedev, dessen erster Matcheinsatz — gegen Wild-Card-Spieler Martin Damm — für Dienstagabend vorgesehen ist. Zweiter im Tableau ist Luciano Darderi, der Bellucci im Dreisatz mit 2:6, 6:4, 6:2 besiegte.

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Ebenfalls am Dienstag steht Arthur Fery im Einsatz, der als vierter Gesetzter auf Wild-Card-Spieler Cruz Hewitt trifft — den 17-jährigen Sohn der australischen Tennis-Legende Lleyton Hewitt, der bereits mit einem Erstrundensieg auf sich aufmerksam gemacht hat.

Offenes US-Open-Feld durch Sinners Absage

Für Tsitsipas ist Winston-Salem mehr als ein einzelnes Turnier — es geht um die Formkurve vor dem Grand-Slam-Abschluss der Saison. Durch den verletzungsbedingten Rückzug von Jannik Sinner, dem bisherigen Weltranglistenersten, ist das US-Open-Tableau deutlich offener geworden. Alexander Zverev übernimmt als neue Nummer eins, Carlos Alcaraz rückt auf Platz zwei. Tsitsipas, der in diesem Feld realistisch einen Platz unter den ersten acht Gesetzten anstrebt, kann sich mit einem guten Abschneiden in Winston-Salem in eine günstige Position bringen. Sein nächster Gegner dort steht noch aus.

Korrigiert am 4.10.2026: Ergebnis berichtigt.

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