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Zverev marschiert ins Achtelfinale — Darderi wartet

Alexander Zverev dominierte Alejandro Tabilo mit 6-2, 7-6(2), 6-2 und zieht als Nummer eins ins Achtelfinale des US Open ein — dort wartet der Italiener Luciano Darderi.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Partynia / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Souverän, präzise, dominant — Zverev lässt Tabilo keine Chance

Noch vor wenigen Tagen kämpfte sich Alexander Zverev bis 2:15 Uhr morgens durch einen Fünf-Satz-Krimi gegen Quentin Halys. Am Samstagnachmittag sah das ganz anders aus. Der deutsche Weltranglisten-Erste ließ dem Chilenen Alejandro Tabilo beim 6-2, 7-6(2), 6-2 schlicht keine Luft zum Atmen. Präziser Aufschlag, kompromisslose Grundlinie, kein einziger langer Ballwechsel, in dem Tabilo den Rhythmus finden konnte. Neun Spiele in drei Sätzen — mehr war für den 25. Gesetzten nicht drin.

Es war die Demonstration, die sich Zverev-Fans gewünscht hatten: der Favorit, der zeigt, dass er nicht nur kämpfen, sondern auch dominieren kann. Der Deutsche steht damit im Achtelfinale des US Open 2026 — als klarer Titelfavorit in einem Tableau, das durch den verletzungsbedingten Rückzug von Jannik Sinner vor Turnierbeginn neu gemischt wurde.

Die Favoritenrolle: zum ersten Mal Nummer eins in New York

Es ist das erste Mal in seiner Karriere, dass Zverev bei einem Grand Slam als Nummer-eins-Gesetzter antritt. Sinner hatte das Turnier wegen einer Knieverletzung abgesagt — und damit den Deutschen an die Spitze des Setzschemas gerückt. Die Last dieser Rolle hat Zverev bisher souverän getragen. Sein Auftreten am Samstag ließ wenig Zweifel daran, dass er sich in dieser Haut wohlfühlt.

Im Achtelfinale wartet nun Luciano Darderi, der 21. Gesetzte aus Italien. Darderi schlug am Samstag Wildcard Dane Sweeny klar mit 6-4, 6-3, 6-3 und ist das letzte verbleibende Mitglied einer einst starken italienischen Gruppe im Turnier — Flavio Cobolli und Matteo Berrettini sind bereits ausgeschieden. Für Zverev wird die Partie eine weitere Standortbestimmung auf dem Weg zum möglichen Turniersieg.

Das Achtelfinale: ein offenes Tableau

Die Partie Zverev gegen Darderi ist nur eine der spannenden Achtelfinalbegegnungen am Sonntag. Carlos Alcaraz trifft auf Tommy Paul — das meisterwartete Duell des Tages. Ben Shelton (8) duelliert sich mit Stefanos Tsitsipas. Und im selben Viertel wie Zverev: ein historisch besonderer Gegner. Der Franzose Arthur Géa, als Lucky Loser ins Hauptfeld nachgerückt, hat es als erst zweiter Spieler der Open Ära überhaupt so weit geschafft und greift im Achtelfinale gegen Botic van de Zandschulp nach dem Viertelfinale.

Sinner beendet Saison: Zverev hat freie Bahn zur Jahresendnummer eins

Das US Open 2026 hat in der ersten Woche für zahlreiche Überraschungen gesorgt: Hohe Setzlisten-Spieler sind gefallen, Außenseiter haben sich durchgesetzt, und der Favorit Sinner fehlt ganz. Zverev hat die Gunst dieser Stunde bisher ergriffen — und soll das am Sonntag gegen Darderi fortsetzen.

Weitere Achtelfinals im Überblick

Neben den bereits genannten Duellen gibt es weitere interessante Paarungen: Daniil Medvedev (7) trifft auf Frances Tiafoe (11), während Alex Michelsen den Argentinier Tomás Martín Etcheverry (27) vor sich hat. Karen Khachanov, der Dritte-Runde-Bezwinger von Felix Auger-Aliassime, spielt gegen den jungen Amerikaner Learner Tien (14), der seinerseits in einem aufreibenden Fünf-Satz-Match gegen Jakub Mensik (17) bestanden hatte. Das Achtelfinale verspricht für jeden Tennisgeschmack das Richtige — und Zverev mittendrin als Anwärter auf mehr als nur die Runde der letzten Acht.

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