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ATP

Zverev serviert Deutschland in Führung — Südkorea schreibt Geschichte

Mit 15 Assen siegt Zverev 6:4, 7:6(3) über Dodig – Deutschland führt 1:0 gegen Kroatien. Dazu bucht Südkorea als erste asiatische Nation den Platz im Final 8.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Partynia / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Samstagmittag in Halle: Alexander Zverev ließ beim Davis-Cup-Qualifikationsduell Deutschland gegen Kroatien keine Fragen offen. In 87 Minuten schlug der Weltranglistenzweite Matej Dodig mit 6:4, 7:6(3) und lieferte dabei 15 Asse — eine einzige Breakchance gewährte er dem Kroaten nicht. Deutschland führt 1:0 in der Best-of-five-Serie; das Doppel und die Reverse-Singles am Sonntag entscheiden über das Ticket für das Final 8 in Bologna im November.

Zverevs Auftritt: Präzision ohne Schwäche

Das erste Set entschied Zverev mit einem Break im siebten Spiel und servierte souverän zum 6:4. Im zweiten Durchgang erlaubte er sich kurzzeitig ein Rebreak, blieb danach aber fehlerfrei und kontrollierte den Tiebreak mit 7:3 klar. Dodig hatte keine Antwort auf Zverevs ersten Aufschlag: Von 15 Aufschlaggewinnern kamen elf mit dem ersten Ball, und der Kroate kam im gesamten Match nicht in eine Position, in der er Return-Druck aufbauen konnte.

Für das deutsche Team läuft Halle eindeutig als Heimvorteil: Die Atmosphäre in der Halle, Zverevs Aufschlagdominanz und die Unterstützung der deutschen Fans erzeugten Druck, dem Kroatien am Samstag nichts entgegenzusetzen hatte. Im zweiten Einzel des Tages tritt Daniel Altmaier gegen Dino Prizmic an; sollte auch Altmaier gewinnen, wäre Deutschland vor Doppel und Reverse-Singles bereits praktisch sicher im Finale.

Unabhängig vom Altmaier-Ergebnis gilt: Zverev hat seinen Teil getan. In einem Jahr, in dem er auf den Turnieren des ATP-Kalenders konstant zu den Besten zählt, zeigt dieser Davis-Cup-Einsatz, dass er auch in der Teamkonstellation Verantwortung übernimmt und liefert.

USA und Tschechien nach Tag 1 bei 1:1

In Prag lieferte Learner Tien bei seinem Davis-Cup-Debüt einen starken Auftakt für die USA: Der 21-Jährige besiegte Jakub Menšík mit 6:2, 6:4 und zeigte von der ersten Minute an keine Anspannung. Der Ausgleich folgte prompt durch Jiří Lehečka, der Ben Shelton mit 6:4, 6:4 besiegte — Sheltons erste Niederlage in seinem ersten Match seit dem US-Open-Finale. Lehečka brach Sheltons Aufschlag gleich zu Beginn beider Sätze und ließ dem Amerikaner keine Zeit zur Gegenwehr. Am Samstag fallen in Prag Doppel und Reverse-Singles; der Final-8-Platz in Bologna ist für beide Teams noch vollkommen offen.

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Südkorea schreibt Tennisgeschichte

Die geschichtsträchtigste Meldung des Wochenendes kam aus Seoul. Südkorea gewann seinen Qualifikations-Tie gegen Indien 3:1 und buchte damit als erste asiatische Nation überhaupt einen Platz im Davis-Cup-Final-8 der neuen Ära, die 2022 begann. Kwon Soon-woo besiegelte den Erfolg mit einem 6:1, 6:2 gegen Sumit Nagal im entscheidenden Reverse-Single. Indien hatte zwischenzeitlich durch einen Doppelsieg auf 2:1 verkürzt und kurz Hoffnung geweckt, doch Kwon ließ im letzten Einzel nichts mehr anbrennen. Südkorea reist damit im November nach Bologna, wo Gastgeber und Titelverteidiger Italien wartet — und wo Deutschland am Sonntag seinen Platz ebenfalls festmachen kann. Einen deutschen Sieg über Kroatien vorausgesetzt, stünde das Final-8-Feld nach diesem Wochenende zu großen Teilen fest. Neben Deutschland kämpfen am Sonntag auch USA gegen Tschechien und Kanada gegen Frankreich um ihre Plätze; Kanada führt 2:0 und ist dem Einzug am nächsten.

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