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ATP

60. Saisonsieg: Zverev schlägt Halys und nähert sich Platz eins

Zverev gewinnt in Shanghai 6:4, 6:7, 6:3 gegen Halys, ohne einen Breakball abwehren zu müssen. Mit dem Halbfinale wäre er Nummer eins zum Jahresende. Nun wartet Bublik.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: si.robi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Alexander Zverev fehlen nur noch zwei Siege bis zum großen Ziel. Der an Nummer eins gesetzte Hamburger schlug beim Masters in Shanghai am Sonntag den Franzosen Quentin Halys mit 6:4, 6:7 (8:10), 6:3 und steht im Achtelfinale. Nach Angaben der ATP sichert er sich mit dem Einzug ins Halbfinale vorzeitig Platz eins der Jahresendwertung.

Für Zverev war es nach 2:17 Stunden der 60. Sieg auf der Tour in dieser Saison. Diese Marke hat er zum dritten Mal in seiner Karriere erreicht, nach 2018 (60 Siege) und 2024 (69).

Kein Breakball gegen sich, zwei Matchbälle vergeben

Bei eigenem Aufschlag hatte Zverev das Match komplett im Griff. Er musste keinen einzigen Breakball abwehren. Im ersten Satz brauchte er laut Tennis Up To Date sieben Breakchancen, bevor ihm das Break gelang, das den Satz entschied.

Im zweiten Durchgang ging es in den Tiebreak, und dort wurde es eng. Zverev vergab zwei Matchbälle, Halys glich mit einem Schmetterball zum 10:8 aus. Im dritten Satz fing sich der Deutsche aber schnell wieder, nahm Halys früh den Aufschlag ab und brachte das Match anschließend sicher nach Hause.

Im direkten Vergleich steht es nun 4:0 für Zverev, alle vier Duelle fanden 2026 statt. Bei den US Open hatte Halys ihn sogar über fünf Sätze gezwungen. Zverev zollte ihm Respekt: Der Franzose spiele „unglaublich aggressiv“ und sei für seine Größe „wahrscheinlich der beste Aufschläger im Herrentennis“. Er hoffe, dass Halys bald gesetzt sei, damit man sich nicht mehr so früh im Turnier begegne.

Ganz verschwunden ist das Thema Knöchel allerdings nicht. In der Auftaktrunde gegen Wu Yibing war Zverev mit dem linken Knöchel umgeknickt. Gegen Halys wirkte er laut Tennis Temple gegen Ende des dritten Satzes erneut am Knöchel beeinträchtigt. Eine offizielle Angabe zu einer Verletzung gab es nach dem Match nicht.

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Die Gelegenheit ist günstig

Die Lage im Kampf um die Spitze spielt dem Weltranglisten-Zweiten in die Karten. Der Weltranglistenerste Jannik Sinner fehlt in Shanghai verletzt und kann dort keine Punkte sammeln. Deshalb ist Zverev topgesetzt. Mehrere Konkurrenten sind bereits ausgeschieden: Novak Djokovic verlor in Runde zwei gegen Hubert Hurkacz, und am Sonntag scheiterte der an drei gesetzte Ben Shelton am Franzosen Arthur Géa.

Zverev spielt ohnehin die stärkste Grand-Slam-Saison seiner Karriere. Er gewann Roland Garros und die US Open und stand im Wimbledon-Finale. In Shanghai erreichte er zum vierten Mal das Achtelfinale.

Bublik als nächste Hürde

Im Achtelfinale wartet nun der an 19 gesetzte Alexander Bublik. Der Kasache setzte sich am Sonntag in einem engen Match gegen Brandon Nakashima mit 6:7 (7), 6:3, 7:6 (5) durch. Dabei musste er nach verlorenem ersten Satz zurückkommen und auch den dritten Durchgang im Tiebreak entscheiden. Mit Siegen gegen Bublik und im Viertelfinale wäre Zverev im Halbfinale und damit sicher die Nummer eins zum Jahresende.

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